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Mi, 13:08 Uhr
07.04.2004

Entscheidung ist gefallen

Nordhausen (nnz). Die Kirchen in Sachsen und Thüringen hatten beschlossen, die evangelische Grund- und die Regelschule in Nordhausen zu schließen. Nach massiven Protesten und neuen Konzepten wurde beraten. Heute ist die Entscheidung gefallen.


Die Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen und der Landeskirchenrat der Thüringer Landeskirche heben den Beschluss auf, die Evangelische Grundschule in Nordhausen zum Schuljahresende 2004 zu schließen. Der Entschluss zur Einstellung der Evangelischen Regelschule kann nicht zurückgenommen werden.

Die Rücknahme des Beschlusses zur Schließung der Grundschule gründet sich auf das in den vergangenen Wochen neu entwickelte Finanzkonzept, das die Fortsetzung des Schulbetriebes möglich macht. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Haushaltsplanes sind Zuschüsse der Klosterkammer Hannover. “Es sind Mittel für zwei Jahre in Höhe von jeweils 85.000 Euro verbindlich zugesagt. Eine finanzielle Förderung über 2006 hinaus schließt die Stiftung in dieser Form allerdings aus”, sagt Andreas Haerter, Dezernent im Magdeburger Konsistorium. Aufgabe der Grundschulinitiative in den kommenden beiden Jahren sei es nun, ein solides Finanzkonzept für den Zeitraum ab 2006 vorzulegen. “Dies ist eine Aufgabe, die nun in Nordhausen gelöst werden muss.”

Entstanden ist das neue Finanzkonzept durch die Zusammenarbeit zwischen der Elterninitiative für die Evangelische Grundschule, dem Kirchenkreis Südharz, der Kirchenprovinz Sachsen und der Thüringer Landeskirche. Neben den Zuschüssen durch die Klosterkammer sieht das Finanzkonzept auch die Einführung eines Schulgeldes von monatlich 50 Euro für jedes Schulkind vor. „Auf dieser soliden Grundlage übernehmen wir auch weiterhin gern die Schulträgerschaft“, sagt Oberkirchenrat Christhard Wagner, Schuldezernent der Thüringer Landeskirche.

Die Entscheidung zur Schließung der Evangelischen Regelschule beruht im wesentlichen darauf, dass neue Ressourcen, die eine dauerhafte Finanzierung der Regelschule möglich machen, nicht erschlossen werden konnten. “Ein solides Programm, wie es für die Evangelische Grundschule existiert, gibt es für die Evangelische Regelschule Nordhausen leider nicht”, sagt Wagner. „Deshalb können unsere Kirchen die im Januar dieses Jahres ausgesprochene Schließung nicht zurücknehmen.”

In der Grundschule werden zur Zeit 127 Schülerinnen und Schüler von elf Lehrerinnen und drei Erzieherinnen betreut, die Regeschule besuchen 48 Kinder und Jugendliche. Dort arbeiten sechs Pädagogen.
Autor: nnz

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