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Mi, 20:14 Uhr
24.07.2013

Signal an die Nachgeborenen

Im Nordhäuser Gehege ist das sanierte Kriegerdenkmal für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Die Sanierungen hatten mit ersten Bestandsgutachten im Jahr 2008 begonnen. Das Denkmal stammt aus dem Jahr 1925. Es steht unter Denkmalschutz...

Am Kriegerdenkmal (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Am Kriegerdenkmal (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Nach rund einjähriger Sanierung wurde heute das Kriegerdenkmal freigegeben. Im Bild Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, Projektverantwortlicher Heiko Müller vom städtischen Bauamt und Susanne Hinsching, Leiterin der städtischen Denkmalschutzbehörde

„Mit der Sanierung soll nicht die Kriegs-Verherrlichung aufpoliert werden. Es geht in erster Linie um Mahnung und auch darum, das Gedenken an alle Opfer wach zu halten, die in diesem ersten der furchtbaren Weltkriege einem überzogenen Nationalismus zum Opfer fielen, aus welchen Gründen auch immer“. Das sagte heute Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh.

„Und es geht um das Signal an die Nachgeborenen, sich gegen Nationalismus stark zu machen, der ganz Europa, große Teile der Welt und letztlich Deutschland bereits zweimal ins Verderben gestürzt hat. Gerade aus diesen Gründen freue ich mich, dass wir das Denkmal vor dem weiteren Verfall retten konnten“, sagte Dr. Zeh weiter.

So wurde z.B. das gesamte Kriegerdenkmal gereinigt, vorhandener Bewuchs und Graffiti entfernt, fehlende Natursteine ergänzt und der gesamte Natursteinkörper neu verfugt. Viele Klinkerplatten mit den Namen der gefallenen Soldaten waren gebrochen und in Ihrer Oberfläche bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Daher wurden nach der Anfertigung einer Schriftvorlage für die alte Schrift 146 Klinkerplatten neu gefertigt sowie Platten, welche noch restaurierbar waren mit Klinkerergänzungsmaterial restauriert. Nach der Restauration der Klinkerplatten mussten die Klinkerergänzungen und auch viele andere Bereiche vom Schriftenmaler überarbeitet werden, um die Namen wieder zu vervollständigen. So wurden ca. 500 Schriftergänzungen vorgenommen.

Die Hecken um das Denkmal herum zurückgeschnitten. Im nächsten Frühjahr werden diese wieder neu austreiben. Die Bauarbeiten wurden vom Büro arko Bauplanung GmbH aus Nordhausen begleitet. Die Baukosten betragen rund 70.000 Euro.
Autor: red

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Kommentare
Alex Gösel
24.07.2013, 21:09 Uhr
Endlich
Da ich ja vor einiger Zeit hier in der NNZ über die mieserablen Zustände des Kriegerdenkmals und des Geheges berichtete, würde mich auch interessieren, ob das Denkmal gegen Vandalismus bewacht werden wird. (z.B. durch eine in regelmäßigen Abständen kontrolierende Polizeistreife)

Weiterhin würde mich auch das Gehege als solches Interessieren, wie es jetzt nach den Baumschnittarbeiten dort aussieht.

Wie wird das Kriegerdenkmal weiter erhalten oder sieht es in etwa 60 Jahren wieder so Verkommen aus?
Wolfi65
25.07.2013, 08:25 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Wolfi65
25.07.2013, 08:59 Uhr
Sehr schön
Sehr schön, Herr Zeh.
Das haben Sie fein gemacht.
Ich bin wirklich stolz, in so einem Lande leben zu dürfen.
Thomas Fichtner
26.07.2013, 13:52 Uhr
Frage zum Obelisken
bei der Breitscheidstraße, Nähe LGS-Gelände.

Da wachsen in den Ritzen des Monumentes schon mehrjährige Bäumchen - ich glaube ja, daß so etwas nicht optimal ist und man NOCH mit rel. wenig Aufwand (Reinigen der Fugen vom Dreck,nei verfüllen etc., da größere Schäden (und damit letztlich Kosten) verhindern kann.

Tut sich da irgendwann etwas?
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