Do, 16:57 Uhr
11.07.2013
nnz-doku: Entscheidung überdenken
Am Dienstag hatte die nnz über die Sitzung des Nordhäuser Kreistages in einem Live-Ticker berichtet. Auch darüber, dass Rainer Levie aus Ellrich noch einmal für den Bau einer Zweifelder-Halle in Ellrich plädierte. Dessen offenen Brief veröffentlichen wie innerhalb unserer doku-Reihe...
Sehr geehrte Frau Landrätin Keller,
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Damen und Herren Kreistagsmitglieder,
am Dienstag dieser Woche ist wieder Kreistagssitzung, aus diesem Grund möchte ich mich nochmals an Sie wenden. Leider sind mir bis zum heutigen Tag keine Aktivitäten bezüglich des Hallenneubaus in Ellrich bekannt. Bis auf die zur Beschlussfassung gegebenen Erklärungen liegen der Stadt Ellrich keine neuen Zahlen oder Erkenntnisse vor. Wir sind sehr enttäuscht, dass das gemeinsam
erarbeitete Projekt von CDU, SPD und den Linken kurzfristig verworfen wurde und durch eine immer wieder abgespeckte Version ersetzt werden soll.
Als Stadtrat der Einheitsgemeinde Ellrich, als 1. Vorsitzender des VfL 28 Ellrich (500 Mitglieder) und als Sportlehrer der Regelschule möchte ich Ihnen und allen Kreistagsmitgliedern einige Gedanken und Fakten zum gescheiterten gemeinsamen Projekt Zweifelderhalle mit Mehrzweck in Ellrich darlegen.
Das Grundzentrum Ellrich hat nicht nur für alle umliegenden Südharzer Orte eine große Bedeutung,
sondern auch für das angrenzende Niedersachsen. Die Stadt nimmt für die nördliche Region des Landkreises und den sich anschließenden Südharz eine wichtige und zentrale Stellung ein. Die überregionale Bedeutung des Grundzentrums wird auch durch die Ministerien in Erfurt und Berlin anerkannt und bestätigt. Dies zeigt sich deutlich bei der Bereitstellung von Fördermitteln für die Zweifelder Halle mit Mehrzweck, 1. Variante.
Das gemeinsame Projekt Zweifelder Halle Ellrich gehört zu fünf besonders ausgewählten Sportprojekten in ganz Thüringen, die mit 40 % über die Sportstättenförderung gefördert werden. Mit diesen 40 % wird der Vereinssport gefördert. Die restlichen 60 % muss der Bauherr, z.B. das Schulverwaltungsamt Nordhausen, aus der Schulinvestitionspauschale begleichen.
So wie es seit sechs Jahren zwischen dem Landkreis und der Stadt mündlich und schriftlich vereinbart war. Eine solche Fördermittelquote wird für den Bau einer Schulsporthalle in Thüringen eigentlich nicht gewährt. Weiterhin erhält die Stadt Ellrich vom Bauministerium 720.000 Euro für den Mehrzweck der Halle, wovon der Bund ein Drittel trägt. Der hohe Prozentsatz an Fördermitteln für diese Sportstätte, die gleichermaßen gute Bedingungen für den Schul- und Vereinssport schaffen soll, resultiert daher, dass man in den Ministerien anerkennt, dass die überregionale Infrastruktur im Grundzentrum Ellrich für die Zukunft gestärkt werden soll.
Mit dem Geld, das die Stadt für den Mehrzweck erhält, soll das marode Hortgebäude und die alte Turnhalle abgerissen und notwendige Parkplätze und eine entsprechende Zufahrt, z.B. für Feuerwehr, Rettungsdienst geschaffen werden. All diese Maßnahmen müssten ebenfalls vom Landkreis durchgeführt und finanziert werden. Davon wurde aber bei den genannten Kosten von 1.588 Mio. Euro für die kleinere Einfelderhalle nicht gesprochen.
In Ihren Argumenten äußern Sie, die Fraktionsvorsitzenden und der Schulsportkoordinator stets, dass eine kleine Halle für die Regelschule Ellrich ausreicht. Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, dass der Landkreis sich auch für den Vereinssport verantwortlich zeichnet. Diese Verantwortlichkeit werden wir, wenn es sein muss, in allen politischen Gremien unseres Freistaates ansprechen und einklagen.
Sehr geehrte Frau Landrätin Keller,
sehr geehrte Kreistagsmitglieder,
bitte stellen Sie den gefassten Beschluss zum Neubau einer Einfeldhalle in Ellrich noch einmal auf den Prüfstand. Die Kosten, für die von Ihnen beschlossene Halle werden nur geringfügig weniger sein als die der Zweifelder Mehrzweck Halle aus gemeinsamer und schon genehmigter Planung. Geben Sie den Menschen der Region was sie möchten und brauchen, die genehmigte Zweifelder Halle mit Mehrzweck, in der niveauvoller Schul - und Vereinssport stattfinden und auch Kultur veranstaltet und gelebt werden kann.
Etwas, auf das Sie und der ganze Landkreis die nächsten 50 Jahre stolz sein können und werden. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Bemühungen.
Rainer Levie
Autor: redSehr geehrte Frau Landrätin Keller,
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Damen und Herren Kreistagsmitglieder,
am Dienstag dieser Woche ist wieder Kreistagssitzung, aus diesem Grund möchte ich mich nochmals an Sie wenden. Leider sind mir bis zum heutigen Tag keine Aktivitäten bezüglich des Hallenneubaus in Ellrich bekannt. Bis auf die zur Beschlussfassung gegebenen Erklärungen liegen der Stadt Ellrich keine neuen Zahlen oder Erkenntnisse vor. Wir sind sehr enttäuscht, dass das gemeinsam
erarbeitete Projekt von CDU, SPD und den Linken kurzfristig verworfen wurde und durch eine immer wieder abgespeckte Version ersetzt werden soll.
Als Stadtrat der Einheitsgemeinde Ellrich, als 1. Vorsitzender des VfL 28 Ellrich (500 Mitglieder) und als Sportlehrer der Regelschule möchte ich Ihnen und allen Kreistagsmitgliedern einige Gedanken und Fakten zum gescheiterten gemeinsamen Projekt Zweifelderhalle mit Mehrzweck in Ellrich darlegen.
Das Grundzentrum Ellrich hat nicht nur für alle umliegenden Südharzer Orte eine große Bedeutung,
sondern auch für das angrenzende Niedersachsen. Die Stadt nimmt für die nördliche Region des Landkreises und den sich anschließenden Südharz eine wichtige und zentrale Stellung ein. Die überregionale Bedeutung des Grundzentrums wird auch durch die Ministerien in Erfurt und Berlin anerkannt und bestätigt. Dies zeigt sich deutlich bei der Bereitstellung von Fördermitteln für die Zweifelder Halle mit Mehrzweck, 1. Variante.
Das gemeinsame Projekt Zweifelder Halle Ellrich gehört zu fünf besonders ausgewählten Sportprojekten in ganz Thüringen, die mit 40 % über die Sportstättenförderung gefördert werden. Mit diesen 40 % wird der Vereinssport gefördert. Die restlichen 60 % muss der Bauherr, z.B. das Schulverwaltungsamt Nordhausen, aus der Schulinvestitionspauschale begleichen.
So wie es seit sechs Jahren zwischen dem Landkreis und der Stadt mündlich und schriftlich vereinbart war. Eine solche Fördermittelquote wird für den Bau einer Schulsporthalle in Thüringen eigentlich nicht gewährt. Weiterhin erhält die Stadt Ellrich vom Bauministerium 720.000 Euro für den Mehrzweck der Halle, wovon der Bund ein Drittel trägt. Der hohe Prozentsatz an Fördermitteln für diese Sportstätte, die gleichermaßen gute Bedingungen für den Schul- und Vereinssport schaffen soll, resultiert daher, dass man in den Ministerien anerkennt, dass die überregionale Infrastruktur im Grundzentrum Ellrich für die Zukunft gestärkt werden soll.
Mit dem Geld, das die Stadt für den Mehrzweck erhält, soll das marode Hortgebäude und die alte Turnhalle abgerissen und notwendige Parkplätze und eine entsprechende Zufahrt, z.B. für Feuerwehr, Rettungsdienst geschaffen werden. All diese Maßnahmen müssten ebenfalls vom Landkreis durchgeführt und finanziert werden. Davon wurde aber bei den genannten Kosten von 1.588 Mio. Euro für die kleinere Einfelderhalle nicht gesprochen.
In Ihren Argumenten äußern Sie, die Fraktionsvorsitzenden und der Schulsportkoordinator stets, dass eine kleine Halle für die Regelschule Ellrich ausreicht. Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, dass der Landkreis sich auch für den Vereinssport verantwortlich zeichnet. Diese Verantwortlichkeit werden wir, wenn es sein muss, in allen politischen Gremien unseres Freistaates ansprechen und einklagen.
Sehr geehrte Frau Landrätin Keller,
sehr geehrte Kreistagsmitglieder,
bitte stellen Sie den gefassten Beschluss zum Neubau einer Einfeldhalle in Ellrich noch einmal auf den Prüfstand. Die Kosten, für die von Ihnen beschlossene Halle werden nur geringfügig weniger sein als die der Zweifelder Mehrzweck Halle aus gemeinsamer und schon genehmigter Planung. Geben Sie den Menschen der Region was sie möchten und brauchen, die genehmigte Zweifelder Halle mit Mehrzweck, in der niveauvoller Schul - und Vereinssport stattfinden und auch Kultur veranstaltet und gelebt werden kann.
Etwas, auf das Sie und der ganze Landkreis die nächsten 50 Jahre stolz sein können und werden. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Bemühungen.
Rainer Levie

