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Do, 06:44 Uhr
11.07.2013

„Konstruktiv und bewegt“

Die Galerie in der Kreissparkasse Nordhausen war am gestrigen Abend wiederum Treffpunkt zahlreicher kunstinteressierter Bürger. Für die nnz war Hans-Georg Backhaus dabei...

Ausstellung eröffnet (Foto: nnz) Ausstellung eröffnet (Foto: nnz)
Die Künstlerin Trude Schumacher-Jansen (links) im Gespräch mit Sparkassen-Vorstand Wolfgang Asche (rechts)

Noch bevor Sparkassenvorstand Wolfgang Asche die Ausstellung unter dem Motto "konstruktiv und bewegt" von der in Unna geborenen Trude Schumacher-Jansen eröffnete, stimmte die 11jährige Emina Wagner, Schülerin der Kreismusikschule Nordhausen, die Anwesenden auf dem E-Piano gleich mit zwei Stücken von Johann Sebastian Bach "Invention" auf den Abend ein.

In seinem anschließenden Willkommensgruß bekundete Asche seine Freude über den "weitgereisten Gast aus dem Odenwald", wo die Künstlerin jetzt zu Hause ist. Zudem dankte er der Nordhäuserin Helga Krause, die als Freundin von Trude Schumacher-Jansen diese Ausstellung maßgeblich auf den Weg gebracht hat.

Susanne Hinsching, Leiterin des Kunsthauses Meyenburg, gab eingangs ihrer Laudatio einen kurzen biographischen Überblick über markante Daten der in Nordhausen noch unbekannten Künstlerin. Sie ist Bauingenieurin und Architektin, studierte später an der Kunstakademie in München, arbeitete als Kunsterzieherin an Gymnasien, engagiert sich jetzt im Kunstausschuss der Stadt Zwingenberg und in einem Kunstverein. Verheiratet ist sie mit dem Fotografen und Galeristen Günter Schumacher. In München, Bremen, Essen, Darmstadt, Ulm und weiteren Städten hatte sie bereits Einzelaustellungen oder Ausstellungsbeteiligungen.

"Trude Schumacher-Jansens Werke sind einzigartig, sowohl in der Gestaltung als auch in der Technik", charakterisierte die Laudatorin die Kunstexponate. Die Techniken und Materialien sind höchst unterschiedlich: Sie zeichnet in Öl und Acryl, malt, verwendet u.a. Sieb- oder Linoldrucke, aber auch Textiltechniken. Kunsthistorisch seien die Werke sowohl zur abstrakten als auch zur kenetischen Kunst zu zählen, so Hinsching. Das bedeute jedoch nicht, das sich die Arbeiten tatsächlich bewegten, sondern beim Betrachter nur den Eindruck der Bewegtheit hervorgerufen werde.

Susanne Hinsching machte zudem auf das besondere Merkmal der Malerei von Schumacher-Jansen – die Kreiselemente – aufmerksam, "die leicht schwebend bzw, schwingend wirken". Bewegung und Licht nutzt die Künstlerin als gestalterische Merkmale und verschafft dem Kunstwerk somit die gewünschte Geltung. Zum Spektrum der verwendeten Farben gehören Grün, Blau, Gelb, Violett, oder auch zarte bis kraftvolle Rottöne. In ihrer Laudatio lies die Kunsthistorikerin Rolf Lussem zu Wort kommen, der da schrieb: "Trude führt uns mit ihren dreidimensionalen Bildwerken zu neuen Wahrnehmungen einer Gestaltung." Wohl wahr! Und Susanne Hinsching brachte es schließlich auf den Punkt, als sie abschließend resümierte: "Trude Schumacher-Jansen erreicht das Ziel, das sie sich selbst gesetzt hat: Raumwirkung im flächigen Bild."

Schließlich setzte sich Emina Wagner nochmal ans Piano und brachte pravorös beschwingt ein Stück von Ludwig van Beethoven "Rondo" sowie "La petit Negre`" von Claude Archille Debussy zu Gehör. Die Anwesenden dankten der Schülerin mit herzlichem Applaus.

Die Ausstellung "konstruktiv und bewegt" von Trude Schumacher-Jansen ist bis zum 23. August 2013 in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen, Kornmarkt 9, jeweils montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.
Hans-Georg Backhaus
Ausstellung eröffnet (Foto: nnz)
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Autor: red

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