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Di, 16:13 Uhr
09.07.2013

Es wird nicht einfach

Zu einem weiteren Informationsgespräch zu dem Ende Juli geplanten Baubeginn für die Umgestaltung der Straßen Kranichstraße, Engelsburg, Markt und Pferdemarkt und die damit verbundenen Sperrungen und Umleitungen hatte gestern Abend Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh in das Museum „Tabakspeicher“ eingeladen...


Neben der Bekanntgabe der anstehenden Bauarbeiten und Sperrungen in der Innenstadt wurde von den Nordhäuserinnen und Nordhäusern unter anderem gefragt, warum der Rathausplatz nicht als Umleitungsstrecke genutzt werde. Dr. Zeh verwies darauf, dass diese Variante zwar in Betracht gezogen- aber letztlich aus mehreren Gründen verworfen wurde.

„So haben sowohl unsere Fachleute im Rathaus als auch jene bei der Polizei auf die Sicherheitsrisiken hingewiesen, wenn ständig Verkehr über den Platz laufe. Darüber hinaus würde es Probleme im Verkehrsablauf mit der Straßenbahn geben, die ihre Haltestelle unmittelbar neben der Zufahrt zum Platz aus Richtung Rautenstraße hat“, so der Oberbürgermeister. Der Oberbürgermeister bat die Nordhäuserinnen und Nordhäuser sowie die Gewerbetreibenden „um Verständnis. Ich weiß, dass es nicht einfach wird. Aber am Ende der Arbeiten steht ein schönes, neues Stadtzentrum als Eingangstor zur Altstadt.“

Bauamtsleiter Jens Kohlhause wiederholte sein Angebot der Kooperation und Kommunikation. „Das Rathaus ist nur wenige Schritte von den künftigen Baustellen entfernt. Sollte es im Bauablauf Probleme geben, so sind wir jederzeit ansprechbereit. Wir werden auch eine Telefonnummer veröffentlichen, unter dem man uns über Schwierigkeiten informieren kann. Wir versuchen, eine Lösung zu finden. Allerdings ist jede Sperrung und jede Umleitungsvariante immer ein Kompromiss zwischen verschiedenen Bedürfnissen.“

So verwies Kohlhause darauf, darauf, dass man die Hinweise aus dem Treffen mit den Gewerbetreibenden ernst genommen habe. „So werden wir die Planungen so verändern, dass bei der Neugestaltung der östlichen Rautenstraße entgegen der bisherigen Planungen Kurzzeitparkplätze vorgesehen werden für jene Kunden, die die dortigen Geschäfte zu schnellen Einkauf nutzen wollen. Ein `Sterben in Schönheit´ ist nicht unser Ansinnen“, so Kohlhause.

Beginnen werden die Arbeiten mit der Umverlegung der unterirdischen Leitungen im Bereich der östlichen Kranichstraße, zwischen Kornmarkt und der Kreuzung Pferdemarkt / Engelsburg und von dort aus bis hinauf zum Hagen.

Die erste Sperrung im Rahmen dieser Bauarbeiten ist zwischen der Kreuzung Pferdemarkt /Engelsburg bis zum bestehende Kreisel Rautenstraße / Kranichstraße. Sie beginnt am 29. Juli und endet am 17. August. Der Verkehr wird über die Töpfer-, Kollwitz- und Wallrothstraße geführt, von dort aus den Hagen hinab.

Vom 16. August bis zum 1. September werden dann die Leitungen umverlegt auf der Kreuzung Pferdemarkt / Kranichstraße – für den späteren Bau des neuen Verkehrskreisels. . Die Kreuzung ist in diesem Zeitraum voll gesperrt. Alle Straßen, die zu dieser Kreuzung führen, werden Sackgassen sein. Lediglich aus der Kranichstraße aus Richtung Kino kann man über den derzeit bestehenden Gehweg links abbiegen in Richtung Engelsburg.

Neben dieser Zufahrt in Richtung Rathaus / Post wird der Neue Weg die zweite Zufahrt sein. Abgeleitet wird der Verkehr ebenfalls über den Neuen Weg – allerdings nicht hinunter in Richtung Grimmel, sondern gegenüber in Richtung Lohmarkt. Dazu wird der bestehende unbefestigte Weg für den Fahrzeugverkehr ertüchtigt. Er wird so hergestellt, dass auch nach dem Ende der Bauarbeiten von Fußgängern und Radfahreren genutzt werden kann. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt.

Eine zweite Abfahrt aus dem Bereich Altstadt / Rathaus wird es in der Jüdenstraße neben dem „Ratskeller“ geben in Richtung Rautenstraße. Die dort bestehende Treppe wird in eine temporäre Straße umgewandelt.

Im letzten Abschnitt der Erdarbeiten vom 2. bis zum 21. September wird der Bereich zwischen Kreuzung Pferdemarkt / Kranichstraße bis hinauf zur Einmündung Wolfstraße aufgegraben.

Nach Abschluss der genannten Arbeiten im unterirdischen Bauraum beginnen ab dem 23. September die eigentlichen oberirdischen Umgestaltungsarbeiten. Sie werden insgesamt ein Jahr dauern. Bis zum Jahresende 2013, so die Planungen, soll der neue Kreisel an der Kreuzung Pferdemarkt / Kranichstraße fertig gestellt sein. Anschließend beginnen die Arbeiten in der östlichen Kranichstraße. Um den Händlern der Kranichstraße das Weihnachtsgeschäft zu ermöglichen, sollen die Gehwegarbeiten vor ihren Geschäften erst zum Jahresbeginn 2014 anlaufen.

Bauamtsleiter Jens Kohlhause sagte, dass trotz der nötigen Vollsperrungen der Straßen die Geschäfte – wenn auch mit erheblichen Einschränkungen - jederzeit erreichbar blieben – für Lieferfahrzeuge unter anderem über die gesetzlich vorgeschriebenen Feuerwehrtrassen.
Autor: red

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Kommentare
heimchen70
10.07.2013, 01:51 Uhr
Fachleute im Rathaus??? Nur noch Zweifel!!!
Wenn man täglich durch Nordhausen fährt kann
ich mir nicht vorstellen das es in dieser Stadt überhaupt Fachleute in unserem Rathaus gibt. Fremde, die hier irgendwo hinwollen aber nicht unbedingt müssen, kann man nur raten einen großen Bogen um diese Stadt zu machen. Selbst als Nordhäuser kann man ja nicht mehr davon ausgehen, das eine Straße die man Morgens entlangfährt , Mittags nicht schon gesperrt ist. Wenn man z.B. die Helmestrasse nimmt wo seit ewiger Zeit nichts wirklich vorangeht,
jetzt ist sie ja nur noch einspurig Stadteinwärts, man wartet bei Autotuning Lier mal 2 Minuten auf Grün obwohl nichts kommt,aber die Fachleute sind ja nicht in der Lage die Ampelschaltungen mal anzupassen. Ich habe langsam das Gefühl das unsere Gewählten Ja-Sager zu Ihrem Arbeitsplatz geflogen werden und nicht mehr mitbekommen was in dieser Stadt, wofür sie ja eigentlich zuständig sind, so vor sich geht und alles einfach durchwinken, weil sie ja selber keine Ahnung haben und durch gute Beziehungen an einen guten Posten geraten sind.
NDHler
10.07.2013, 08:06 Uhr
Baustellen in NDH
Gerade bei dem Thema Helmestrasse bis hin zum Hellweg muss ich sagen, dass dort schon zügig gearbeitet wird. Hier sind ja auch zwei Baustellen in Betrieb, zum einen der Tiefbau zum anderen der Straßenbau. Gerade letztere arbeiten recht zügig, so ist die Helmestrasse ab Marktkauf (Ausfahrt Schachtbau) stadtauswärts mit neuer Fahrbahndecke schon wieder in beiden Richtungen befahrbar. Der zweite Abschnitt bis hinter der Unterführung ist in Arbeit. Also da meine ich, schneller geht es nun mal nicht und manche Sachen müssen einfach mal gemacht werden. In maximalen zwei Wochen ist die Baustelle Geschichte vielleicht noch mit kleineren Einschränkungen bei der Markierung. Und was den Bereich Korn- bzw. Pferdemarkt angeht, das werden sicher harte Zeiten aber wie gesagt es muss gemacht werden und wenn alles fertig ist, hat man (hoffentlich) dann auch auf lange Zeit Ruhe. Ich persönlich bin froh wenn in Nordhausen gearbeitet wird und somit Dreckecken verschwinden und neues entsteht.

Ach und übrigens eine Ampelschaltung mal eben schnell anpassen geht nicht so einfach! Da ist eine teure und komplizierte Software am Arbeiten, das ändert man nicht eben mal nebenbei. Erst recht nicht für eine temporäre Baustelle, wer soll das den bezahlen? Wenn das mit der Ampelschaltung so einfach wäre hätte man doch schon die Schaltung am Taschenberg ändern können.
Retupmoc
10.07.2013, 09:02 Uhr
Umleitungen
Mich würde ja auch interessieren, wo man gedenkt, die ganzen Umleitungen rumzuführen, wenn der Kreisel gesperrt ist. Die zwei Fahrzeuge die den Neuen Weg herunterkutschen sind Makulatur. Was wird aus dem ganzen Nord/Süd Verkehr der Stadt? Ich sage hier an dieser Stelle einen Verkehrskollaps voraus. Geschaffen wegen einem nicht nötigem Kauftempel und einer überteuerten Buchausleihe.
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