eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 08:57 Uhr
09.07.2013

155 Mieter-Gärten gleich hinterm Haus

Wert und Bedeutung von Kleingärten für die Menschen (nnz berichtete bereits) haben auch die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) in Nordhausen erkannt. Die grünen Oasen gleich hinter dem Haus heben den Wohnkomfort, stärken das Wohlbefinden und machen die Mieter glücklicher, sind SWG und WBG überzeugt. Ein Bericht von Kurt Frank...


Beide Unternehmen sind deshalb auf ein grünes und gepflegtes Umfeld ihrer Objekte bedacht. Sie sehen in den Mieter-Gärten eine gute Möglichkeit des Miteinanders. Derzeit bewirtschaften die Mieter der SWG etwa 80 Gärten, hat Wohnungswirtschaftlerin Renate Gruben ausgerechnet. Von 25 bis 300 Quadratmeter. In Bereichen der Oberstadt würden Hausgärten von den Mietern gemeinsam genutzt und oft auch als Team gepflegt, erklärt Gruben und nennt Meyenburg-, Puschkin- und Förstemannstraße. Außerdem verweist die Wohnungswirtschaftlerin auf hübsche kleine Gärten in der Hardenbergstraße 2, 4 und 6.

Über nur fünf Mieter-Gärten weniger verfügt aktuell die Wohnungsbaugenossenschaft, teilte WBG-Vorstand Sven Dörmann auf Anfrage mit. Es gebe Überlegungen, in Bereichen von Plattenbauten weitere zu schaffen. Zwei Standorte seien in Nordhausen prägend: Hofseitig hinter den sanierten Altbauten in der Hardenbergstraße und östlich der Thomas-Müntzer-Straße. Die Hausgärten der WBG schwanken zwischen 90 und 300 Quadratmeter. Ideenreich würden sie von den Leuten bestellt. Die Farbenpracht der Blumen, Vogelgesang und das vielseitige Grün förderten das Wohlbefinden, die gute Laune und ließen die Menschen zusammenrücken und gemeinsam Feste feiern.

1931 erbaut, sanierte vor vier Jahren die Wohnungsbaugenossenschaft die Häuser in der Hardenbergstraße 14 bis 18 grundhaft. Sie bot den Mietern an, sich ein Gärtchen auf den Grünflächen anzulegen, sie urbar herzurichten. Rosemarie Köhler aus dem Haus Nummer 18 nutzte die Möglichkeit.

Das kleine Paradies am Haus (Foto: Kurt Frank) Das kleine Paradies am Haus (Foto: Kurt Frank)

90 Quadrater nahm die heute 70-Jährige unter den Spaten. Pflanzte und säte: Kartoffeln, Erdbeeren, Bohnen, Porree. Und Blumen: Schwertlilien, Sonnenblumen, Kaiserkrone, Tulpen, Glockenblume. Zwei Kirschbäume, ein Flieder- und ein Zwetschenbaum komplettieren den Mini-Garten. Im Bild Rosemarie Köhler (links) mit ihrer Tochter Bianka Degener auf der Hollywoodschaukel in deren bunten Oase nebenan, wo sie sich die Kirschen aus eigener Ernte schmecken lassen. Schon mehrere gemütliche Zusammenkünfte mit der Hausgemeinschaft erfolgten hier.

Die 150-Quadratmeter-Parzelle von Reiner und Ingrid Pohl aus der Nummer 14 ist eine Augenweide. Das Ehepaar liebt die Gemütlich- und Geselligkeit. Der Rentner legte einen schmuckvollen Wind-und Sichtschutz an und richtete dahinter eine hübsche Sitzecke ein, die er dieser Tage überdachte.
Kurt Frank
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Eckenblitz
09.07.2013, 10:02 Uhr
Umdenken
Es ist schön, dass die Gesellschaften wieder umdenken. Oder liegt es daran, dass man die Flächen nicht anderweitig nutzen kann? So zum Beispiel für Parkflächen. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass man die Gartenanlage Bochumer Hof nach der Wende in Parkplätze umgewandelt hat.
Hier wollte man das große Geschäft machen, was allerdings mächtig daneben ging.

Heute nutzen es die Studenten den Platz zum parken, grillen und zum Sport. Eins ist sicher Gärten werden für die Bürger immer wichtiger, denn die Lebensmittelpreise werden durch skrupellose Spekulanten in enorme HÖHEN getrieben, dazu gehören aber auch die Biogasanlagen, die mit Nahrungsmitteln Betrieben werden.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)