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Mo, 21:27 Uhr
08.07.2013

Energie aus Abfällen

Jetzt können die Bioabfälle aus der Region wieder auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode verwertet werden. Die Südharzwerke Nordhausen Entsorgungsgesellschaft hat heute die neue Trockenvergärungsanlage offiziell in Betrieb genommen...


Geschäftsführer Thomas Mund hat gemeinsam mit Landrätin Birgit Keller und OB Dr. Klaus Zeh als Vertreter der beiden Gesellschafter der Südharzwerke das berühmte "rote Band" durchgeschnitten. Bis zu 12.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle kann die Anlage im Jahr in Energie verwandeln. Rund 1,9 Millionen kWh können so jährlich entstehen - das reicht aus, um etwa 500 Einfamilienhäuser zu versorgen. Beim Verwertungsprozess entsteht außerdem der "Südharzer Powerkompost", wie Thomas Mund ihn preist.
Moderne Anlage in Betrieb gegangen (Foto: J. Piper)
Moderne Anlage in Betrieb gegangen (Foto: J. Piper)
Moderne Anlage in Betrieb gegangen (Foto: J. Piper)
In rund zehn Monaten wurde für knapp 2,6 Millionen Euro die stillgelegte Restabfallbehandlungsanlage der Deponie in die Trockenvergärungsanlage umgebaut. "Aus unserer Sicht ist es sehr positiv, dass hier die Restabfallanlage sinnvoll nachgenutzt und der Bioabfall wieder hier vor Ort verwertet wird - er wird nicht verbrannt oder deponiert, sondern die Energie, die in ihm steckt, wird eingesetzt - als Biogas, das in die Stromnetze eingespeist und als Kompost in der Landwirtschaft verwendet wird. Wahrlich ein Beispiel für einen funktionierenden Kreislauf", sagte Landrätin Birgit Keller.

"Fortgesetzt wird hier der Leitgedanken des Abfallwirtschaftszentrums: eine nachhaltige, umweltgerechte Verwertung von Abfällen." Der Landkreis und die Stadt Nordhausen haben die Südharzwerke 2008 als gemeinsames Unternehmen gegründet. Die Firma begann 2009 mit 7 Mitarbeitern und 500.000 Euro Umsatz - inzwischen sind es 30 Mitarbeiter und 5 Mio. Euro Umsatz im Jahr. Als 2009 die Biogasanlage auf der Deponie das technische Lebensende erreicht hatte und stillgelegt werden musste, wurden die Bioabfälle vorübergehend in Halle verwertet. Bei dem nun startenden Verfahren der Trockenvergärung werden die Grün- und Bioabfälle umweltfreundlich und wirtschaftlich effizient verwertet, indem Stromerzeugung und Wärmegewinnung kombiniert werden.
Autor: red

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Kommentare
Frankledig
08.07.2013, 22:13 Uhr
Energie aus Abfällen....
Ich versteh nur eins nicht, warum zahl ich führ die Abfuhr der Biotonne wenn die noch Gewinn damit erwirtschaften????? Muß wohl meinen Kompost vergrößern! Der Artikel ist eine Verhönung der zahlenden Bürger......
Jürgen Wiethoff
09.07.2013, 07:38 Uhr
Nobelpreis für den Erfinder
„…...wird eingesetzt - als Biogas, das in die Stromnetze eingespeist und als Kompost in der Landwirtschaft verwendet wird. Wahrlich ein Beispiel für einen funktionierenden Kreislauf", sagte Landrätin Birgit Keller.“

Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass der Erfinder dieser bahnbrechenden Neuerungen sofort für den Nobelpreis zu nominieren ist. Die Zusammenarbeit mit der Biogas GmbH sollte ihm aber zur Pflicht gemacht werden.
Friderike
09.07.2013, 08:04 Uhr
Endlich...
mal was Sinnvolles. Das ist der richtige Schritt in die Richtung Energiewende. Abfälle verwerten ist 10000x besser als Lebensmittel (Mais) zu vernichten. Hat aber ganz schön lange gedauert!

Naja, und Frankledig, dafür wird dein Abfall auch in einer Tonne gesammelt, die man dir zur Verfügung gestellt und und der Abfall abgefahren. Sei froh, dass der "gelbe Sack" kostenlos abgefahren wird!
W. Roßmell
09.07.2013, 09:13 Uhr
Nur Zustimmung für diese Art von Energiegewinnung!
Für diese Art von Energiegewinnung kann man nur seine Zustimmung geben! Das ist auch eine Art von richtiger Energiepolitik. Immerhin kann man damit 500 Haushalte versorgen! Da fragt man sich aber auch, warum dann noch diese wahnwitzige Anlage in der Nähe von Wohnbebauung in Bielen? Dort werden Lebensmittel in Größenordnung vernichtet, obwohl wir Getreide, ja auch Mais für viel Geld einführen und durch diese "Art Energiegewinnung" die Preise für Strom, Gas, Lebensmittel weiter in die Höhe gehen werden! Der leidtragende ist mal wieder der Bürger!
Wann endlich denken die Verantwortlichen in die richtige Richtung und nicht nur mit dem Dollarzeichen in den Augen an Profite zu Lasten der Bürger?
Nebtzelsrode zeigt eigentlich, wie es gehen kann!
-----7
09.07.2013, 10:31 Uhr
Richtige Trennung
Die Methode, Bioabfall zur Energieumwandlung zu nutzen, begrüße ich auch. Leider gibt es aber einige Bürger, die das Prinzip Biotonne nicht verstanden haben. Wenn ich da in unsere Tonne schaue, kann ich nur mit dem Kopf schütteln, denn dort liegt zwar der Bioabfall drin, aber der ist verpackt in Plastiktüten, die nicht verrotten. Eine große Tafel im Abfallkäfig, in dem die Tonnen bereit stehen, die genau zeigt, was in welche Tonne gehört und was nicht, kann die Leute trotzdem nicht davon abhalten, ihren Bioabfall so einzuwerfen. Ich finde das schade, denn so landet der Inhalt doch nur im Restmüll, denn wer möchte aus dem Biomüll das Plastik heraussuchen? Und in den Papiertonnen liegen auch schon mal gelbe Säcke oder anderer Müll. In anderen Städten würde die Abfallentsorgung diese Tonnen einfach voll stehen lassen - zu Recht.

@Frankledig: Die Aufbereitung bzw. Umwandlung von Biomüll zu Energie kostet auch und die Beschäftigten möchten auch bezahlt werden. Wenn Sie das nicht möchten, dann sparen Sie sich doch die Gebühren und kompostieren Ihren Bioabfall - die Waschbären wird es erfreuen.

@Friderike: Sie irren - die Abfuhr der gelben Säcke ist nicht kostenlos! Was die meisten nicht mehr wissen - wir bezahlen den "Gelben Sack" indem wir die Produkte samt Verpackungen kaufen. Die Entsorgung der Verpackung ist also im Kaufpreis enthalten. Nur diejenigen, die ihren Müll nicht trennen und die Verpackungen mit dem grünen Punkt in den Restmüll werfen, zahlen für die Entsorgung doppelt.

Also spart die richtige Trennung auch noch Geld und man tut seinen Beitrag für die Umwelt.
Boris Weißtal
09.07.2013, 11:17 Uhr
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