Entlastung für die arbeitende Mehrheit
Die SPD kämpft – nicht allein für den Wahlsieg am 22. September, sondern vor allem für eine gerechtere Politik für die arbeitende Mehrheit in Deutschland. Das ist das Fazit von Carmen Listemann, Kandidatin der SPD für die Bundestagswahlen im Wahlkreis 189, nach dem Kleinen Parteitag der SPD in Berlin, der am Wochenende stattgefunden hat...
Wir wollen die Elternbeiträge für alle Kinderkrippen und Kindertagesstätten abschaffen, die Kosten soll der Bund übernehmen. Das entlastet Eltern im Durchschnitt um bis zu 1.900 Euro pro Jahr.
Listemann war erfreut über den gemeinsamen Auftritt der Eheleute Steinbrück: In Berlin konnte man eine andere Seite von Peer Steinbrück erleben – eine, die von den Medien immer ausgeblendet wird: Er ist keine Polit-Maschine, sondern ein sehr emotionaler Mensch, der weiß, worum sich die Menschen sorgen. Und auch seine Frau ist einfach klasse, denn hinter jedem starken Mann steht ebenso eine starke Frau.
Beim Kleinen Parteitag wurde auch der Startschuss für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf gegeben, an dem sich Carmen Listemann mit ihrem Team beteiligen werden: Wir werden in den kommenden knapp 100 Tagen viele Hausbesuche machen. Denn der beste Wahlkampf findet im persönlichen Gespräch statt. Die Nichtwähler und die ehemaligen SPD-Wähler müssen von uns zuhause abgeholt werden. Ihr Urlaub ist sozusagen beendet. Wir freuen uns auf den Wahlkampf. Denn da können wir ihnen zeigen, dass die SPD die richtigen Antworten hat, so Listemann abschließend.
Autor: red
Kommentare
Retupmoc
18.06.2013, 08:02 Uhr
TV gesehen
Geehrte Frau Listemann, haben Sie gestern den Beitrag über die undercover beobachteten Zustände bei Reinigungsfirmen gesehen. 3 Euro Stundenlohn, Hausdamen , die sich wie Irre benehmen und willkürliche Verträge? Es fehlte nur noch, das man die Angestellten ausgepeitscht hätte. Ja - Ihr Hartz4 hat zu dieser VERSKLAVEREI geführt. Schaffen Sie einfach HARTZ4 ab, bevor Sie über gerechte Politik reden.
Friderike
18.06.2013, 08:34 Uhr
..und was ist mit der Minderheit???
Hört sich ja toll an: ...für eine gerechtere Politik für die arbeitende Mehrheit in Deutschland...
Ich hoffe Frau Listemann meint damit die Bevölkerung, die einen AV hat, oder will man sich nur für einen Teil einsetzen???
Was mich brennend interessieren würde: Wie will man das umsetzen? Was will man als Stadt tun?
Retupmoc hat völlig Recht, da gehen Menschen unter unwürdigsten Bedingungen für einen Hungerlohn arbeiten und der Staat sieht zu! Leider ist es nicht nur bei den Zimmermädchen so, sondern ist fast überall zu finden.
Vielleicht findet Frau Listemann Zeit hierzu Stellung zu beziehen, denn man sollte genau entscheiden wen man wählen kann!
Albert
18.06.2013, 10:46 Uhr
Wie finanzieren ???
Die Kita-Gebühren abzuschaffen ist ein sehr guter Vorschlag. Hinzufügen würde ich noch eine Kita-Pflicht im Vorschuljahr, damit alle Kinder mit besseren Voraussetzungen eingeschult werden können. Allerdings kann man jeden Euro nur einmal ausgeben. Also müssen die sehr hohen Kosten an anderer Stelle eingespart werden. Doch dazu schweigt die SPD wohlweislich, weil jede Kürzung zu einem Aufschrei bei den Betroffenen führt.
Wolfi65
18.06.2013, 11:24 Uhr
Schließe mich auch an
Bevor man hier von Seiten der SPD über soziale Gerechtigkeit debattiert, sollte man die Fehler der Agenda 2010 korrigieren.
Auch sollte die SPD und ihr ex Kanzler Schröder nicht in der Öffentlichkeit über die eventuelle Einführung einer Agenda 2013 nachdenken, denn der Arbeiter in Brasilien und oder Indien mit seinen 1 oder 2 Euro Stundenlohn, kann niemals ein Vorbild für die soziale Marktwirtschaft in Deutschland sein.
Bevor das nicht alles zurückgenommen wird, gibt es auch keine Stimme von mir für die ehemalige Arbeiterpartei SPD.
Retupmoc
18.06.2013, 11:39 Uhr
Schweigen?
Also @ Albert - ich bin bestimmt kein SPD - Fan , aber ich kann mich dunkel erinnern, das die SPD höhere Einkommen besteuern will? Richtig so, Leute wie Hoeness, Götze, Ackermann oder Rooooooooooooobert und wie sie alle heißen, haben eh zuviel Kohle.
Pe_rle
18.06.2013, 12:15 Uhr
SPD
die SPD ist eine von den Parteien die das Volk schon JAHRZEHNTE belügt, und die wollen meine Stimme haben.
Vor der Wahl so und nach der Wahl alles vergessen
Meine Stimme nieeeemals
ostler
18.06.2013, 13:06 Uhr
und die Mindeslöhne nicht vergessen
Also freie Kindergärten und höhere Steuern für Reiche finde ich gut!
Flitzpiepe
18.06.2013, 14:32 Uhr
... (setzt einfach irgendeine Partei ein)
die ... ist eine von den Parteien die das Volk schon JAHRZEHNTE belügt, und die wollen meine Stimme haben. Vor der Wahl so und nach der Wahl alles vergessen
Meine Stimme nieeeemals
hamster
18.06.2013, 15:19 Uhr
Ich gehe zur Wahl der Lügner,
denn sonst bekommen sie meine Stimme und das möchte ich nicht mehr. Steht meine Partei nicht mit auf diesen Wahlzettel, mache ich meine Stimme ungültig. Fertig!
Eckenblitz
18.06.2013, 15:24 Uhr
SPD
Mit der SPD ist es wirklich sehr TRAURIG, sie leidet an Gedächtnisschwund. Was sie vor einer Wahl GROSSMUNDIG bekannt gibt, hat sie nach der Wahl schnell wieder vergessen..
Im Grunde sind ja alle Politiker von dieser Krankheit betroffen, oder? Sollte sich einer von ihnen an die Versprechen vor der Wahl erinnern, dann wird er in Urlaub geschickt, bis er das Versprechen ebenfalls vergessen hat.
Sollte das nicht helfen, gibt es auch noch andere Mittel, da bin ich mir ziemlich sicher.
Retupmoc
18.06.2013, 16:05 Uhr
Frau Listemann,
lesen Sie die Stimme des Volkes? Mit leeren Versprechungen lösen Sie Frau Merkel nicht ab. Hier muß auch endlich mal ein schärferer Ton in den Wahlkampf. Und Taten statt Reden! Dann haben Sie eine realistische Chance. Aber nur dann.
othello
18.06.2013, 21:49 Uhr
Demokratieverständniss
Die meisten Vorkommentatoren haben ein Problem. Sie glauben den Politikern nicht, und oft auch zu Recht. Es liegt vieles im Argen und muss geändert werden. Doch eine Entscheidung muss man treffen, wenn man zur Wahl gehen will. Deshalb muss ich mich einigermaßen mit den vorliegenden Wahlprogrammen auseinander setzen, einschätzen, ob die dort gemachten Versprechungen auch eingehalten werden können, und ob diese Programme meinen Vorstellungen am nächsten kommen.
Dass davon nicht alles eingehalten werden kann,ist mir von Vornherein schon klar, denn es gehören auch immer Koalitionspartner dazu, die diese Vorschläge mit tragen.Wenn also nicht alle Versprechungen eingehalten werden, dann ist es nicht unbedingt böser Wille dieser Politiker.
Auch Politiker haben wie viele andere Personen die Fähigkeit aus ihren Fehlern zu lernen, werden dazu auch von ihrer Parteibasis getrieben. Wenn ich also mit der gegenwärtigen Regierungspolitik nicht einverstanden bin und von dieser Regierung auch in Zukunft nichts erwarte, dann muss ich mich eben für eine andere entscheiden. So funktioniert Demokratie und da hilft auch das Gejammere nichts.
Carmen Listemann
18.06.2013, 23:59 Uhr
Antworten, leider nicht für alle
Es ist leider nicht möglich,hier über die Kommentarfunktion auf alle Anmerkungen zu reagieren. Und einige Kommentatoren wissen das und nutzen es aus. Zu der Frage gerechter Lohn möchte ich hier Stellung beziehen. Ja, 3 Euro Stundenlohn, da gehört der Arbeitgeber vor den Richter. Und meine Partei und ich setzen sich nicht ohne Grund für einen gesetzlichen Mindestlohn für alle überall in Deutschland ein.
Unsere politische Antwort auf menschenunwürdige Billiglöhne heißt 8,50 Euro/Stunde. Und ein geregeltes Verfahren, wie erforderliche Erhöhungen des Mindestlohnes durchgesetzt werden.
Die Finanzierung der Kita-Gebühren über den Bundeshaushalt ist möglich. Wir müssen in Bildung von der Kita bis zur Uni investieren. Und dafür, neben der Rückzahlung von Schulden, haben wir auch Steuererhöhungen für höchste Einkommen und Vermögen vorgesehen.
Darüber, was gerechte Politik für arbeitende Menschen ist, diskutiere ich gerne mit den Schreibern in einer meiner Sprechstunden in Nordhausen. Oder an den Infoständen im August/September. Oder in den vielen Veranstaltungen, an denen ich teilnehme. Oder … schreiben Sie mir auf meine Facebook-Seite SPD-Bundestagskandidatin Carmen Listemann. Gelegenheiten wird es für Sie genug geben! Aber dann auch mit Name und Hausnummer. Mal schauen wer dann noch dabei ist!
katertiger
19.06.2013, 07:40 Uhr
Ein tolles Programm
Ja Frau Listemann, sie haben vollkommen Recht! Dieses Programm muss erfolg haben, um etwas Gerichtigkeit in unser Land zu bringen. Ich hoffe, dass Viele der SPD Glauben schenken, denn es war leider in der Vergangenheit so, dass am Ende kein Geld zur Durchsetzung der Ziel da war oder wir "Kleinen Verdiener" mussten durch Steuererhöhungen oder Beitragserhöhung z.B. bei den Krankenkassen dazu zahlen.
Schlimm ist es, dass die, die eine andere Partei zur Regierung und Durchsetzung ihrer Rechte brauchen, z. B. die untere Einkommensschicht, wahrscheinlich nicht zu Wahl gehen. Und dann fragt am Ende keiner, mit wieviel Prozent der Wahlsieg erreicht wurde - und es sind die "Falschen" an der Regierung.
Also machen Sie einen guten Wahlkampf, der Alle erreicht, damit sich etwas auf dem Arbeitsmarkt im Positiven für unsere arbeitende Bevölkerung ändert.
H.Buntfuß
19.06.2013, 08:43 Uhr
8,50 EURO
Frau Listemann,
bei aller Hochachtung, aber ein Stundenlohn von 8,50 € war vor ZEHN Jahren vielleicht ausreichend. Heute benötigen wir einen Stundenlohn von 10€ und das Steuerfrei. Alles was darunter liegt, ist und bleibt ein Geschenk an die so genannten ARBEITGEBER. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass sich die SPD der Wirtschaft zugewandt hat. Nichts mehr mit der so gepriesenen Arbeiterpartei, oder?
Frau Listemann, Sie schreiben weiter: Antworten, leider nicht für alle
Es ist leider nicht möglich, hier über die Kommentarfunktion auf alle Anmerkungen zu reagieren. Und einige Kommentatoren wissen das und nutzen es aus. Das Problem liegt nicht bei den Kommentarschreibern, dass Problem liegt bei Ihrer Partei. Es hat sich in den Letzten Jahrzehnten herausgestellt, dass die SPD immer unglaubwürdiger geworden ist.
Die Partei hat vergessen, dass sie eigentlich eine Arbeiterpartei sein will und hat sich stattdessen der Wirtschaft zugewandt. Wie sagte man doch gleich zu Herrn Schröder: Kanzler der Bosse. Man könnte noch mehr von aus der unrühmlichen Geschichte der Partei erzählen. Nur noch eins, ich denke die Parteispitze weiß sehr genau, dass sie das Programm nicht umsetzen kann, oder Glauben Sie daran, dass sie als Partei allein regieren können?
Das wird nie der Fall sein und aus diesen Grund sollten sie ihr Wahlprogramm etwas realistischer gestallten. Ich kann mich gut daran erinnern, das die SPD schon einmal nach dem Mindestlohn gerufen hat und als sie an der Regierung war hat sie Den Mindestlohn schnell vergessen, die macht war der Spitze wichtiger, oder wie soll man sich so ei Verhalten erklären?
Harald Buntfuß
Friderike
19.06.2013, 10:02 Uhr
...schön und gut,
aber Frau Listemann, wie soll das kontrolliert werden und wer soll den Arbeitgeber, der seine Leute ausbeutet vor den Richter ziehen? Sowas muß meiner Meinung nach vom Staat aus geregelt werden und durch die geleisteten Krankenkassenbeiträge wäre es sicher ein Leichtes rauszubekommen, wo die Arbeitskraft ausgebeutet wird, aber da spielt ja dann der Datenschutz sicher wieder nicht mit...
Was nützt ein Mindestlohn, wenn wie in der RTL-Sendung am Montag aufgedeckt, dieser mit Tricks umgangen wird? Hier muß man ansetzen und kämpfen und von "oben" herab tätig werden!
Übrigens habe ich auch kein Problem mit Namen und Hausnummer zu meiner Meinung zu stehen, wie viele andere Kommentatoren auch nicht, nur ist es eben möglich "anonym" zu schreiben.
Retupmoc
19.06.2013, 10:45 Uhr
Und das ist das Problem, Frau L.
Erst einmal Respekt, das Sie sich nicht scheuen zu antworten. Andere Politiker sitzen das aus. Das ist schon mal ein klarer Pluspunkt für Sie ... aber jetzt kommt das ABER !
Die Leute, die mit sklavenhalterischen Mitteln Bürger mit 3 Euro in geknebelten, teils illegalen Arbeitsverträgen ( ich sage nir Scheinselbständigkeit ) abspeisen sind bekannt. Sie sagen , das diese Leute vor Gericht gehören. Stimme ich zu. Aber bitte, wer soll diese Leute vor Gericht bringen? Die ausgebeuteten Frauen? Wie sollen die sich einigen vernünftigen Anwalt leisten. Da soilte doch die SPD mal Geld in die Hand nehmen und diese Leute nicht nur vor Gericht, sondern hinter Schloss und Riegel bringen. Aber nicht auf Kosten des Steuerzahlers, die können ja im Gefängnis putzen. Und wnen die dann nach 10 Jahren wieder rauskommen, ein lebenslängliches Verbot für alle unternehmerischen Tätigkeiten. Sorry ... ich sagte es Taten sind gefragt, keine Reden.
Wolfi65
19.06.2013, 11:27 Uhr
Nur Gerede
Hier wird nur geredet. Gerade vor der Wahl ist dieses Phänomen zu beobachten. Jede Partei spielt sich als das Non plus Ultra auf und im Endeffekt kommt nichts heraus.
Hauptsache erst einmal einen Posten erhaschen und der Rest wird sich dann schon finden. Alle vier Jahre der selbe Zirkus. Es langweilt einen so richtig zu Tode. Das Gerede um den Mindestlohn werden wir noch in zehn Jahren hören, wenn das so weiter geht.
Und auf Wahlversprechen von Leuten, welche einen Arbeitslosen 600,- Euro vorrechnen und gleichzeitig für eine Million Euro Jahresgehalt beim Monopolkapitalisten einsteigen, gebe ich nichts bzw. gar nichts.
Das mich hier keiner falsch versteht.
Der Bu-Mann ist nicht nur die SPD.
Die Großen Parteien sind alle nicht besser. Wer das Geld hat, hat die Macht und nur um diese geht es in diesem Lande und auch anderswo.
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