Mo, 06:59 Uhr
17.06.2013
Sandras Handball-Tagebuch: Stolz
Die D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser Sportvereins (NSV) nehmen an diesem Wochenende an der Bestenermittlung der Neunen Bundesländer in Wismar teil. Für die nnz begleitet Sandra Arm die NSV-Mädels bei ihrem bis dahin größten sportlichen Abenteuer...
Na klar, hatte sich die Mannschaft einiges für den zweiten Tag vorgenommen, sie liebäugelte sogar mit dem fünften Platz. Sie hatte aber mit dem Handicap zu kämpfen mit vier Minuspunkten in die Finalrunde zu starten. Schwerin hatte durch das Unentschieden gegen Rostock, beide Mannschaften spielten in der Gruppe B ums Weiterkommen, bereits ein Zähler auf der Habenseite.
Der NSV traf in der dritten Partie auf die Schweriner. Den Torreigen eröffnete Larissa Förster. Doch zu viele Abspielfehler insbesondere bei langen Bällen verhinderten ein besseres Resultat. Auch in der Abwehr ließen die Nachwuchsspielerinnen des NSV den Gegner oftmals gewähren ohne ihn richtig anzugreifen. Es war dennoch eine spannende Partie, also nichts für schwache Nerven. Nach der Pause kann sich der NSV sogar auf zwei Tore absetzen – 9:7. Es gelang ihm aber nicht, die Führung weiter auszubauen. Zu den Abspielfehlern gesellte sich auch noch das Pech im Abschluss. Schwerin hatte mehr Glück, traf und setzte sich mit 13:10 durch.
Enttäuschte Gesichter beim NSV, der sich natürlich mehr vorgenommen hatte. Applaus gab es trotzdem für die Leistung. Noch mehr dann in der zweiten Partie gegen den Favoriten, den HC Leipzig, der bis dato alle Begegnungen gewonnen hatte. Es war ein Hochgenuss die Nordhäuserinnen in der Partie spielen zu sehen. Jeder Treffer war einfach nur schön anzusehen. Beispielsweise der zum 3:2, Larissa Förster setzte sich schön am Kreis durch und netzte ein. Oder nach der Pause, zur Halbzeit stand es 9:8 für den HCL, traf Geburtstagskind Sophie Schröder zum umjubelten Ausgleich. Ella Krieß erhöhte anschließend zur 10:9-Führung. Sollte dem NSV vielleicht die Überraschung des Tages gelingen? Er schnupperte jedenfalls daran. Der HCL hatte was dagegen, wechselte nun fleißig durch und siegte überlegen mit 16:11.
Noch eine Niederlage wollten die Nordhäuserinnen nun nicht mehr kassieren. Der Rostocker Handball Club war ihr letzter Gegner in diesem Turnier. Noch einmal abklatschen, noch einmal kämpfen, hieß es für den NSV. Das taten die Spielerinnen von Trainer Jarmuszewski dann auch. Ähnlich spannend wie die erste Partie gegen Schwerin, so verlief auch das letzte Spiel. Erst zwei Minuten vor dem Habzeitpfiff gelang es Rostock sich mit zwei Treffern zum 9:7 abzusetzen. Auch in den zweiten zehn Minuten versteckte sich der NSV nicht, spielte engagiert auf.
Die Namen von Ella Krieß oder Julia Weise wird der Hallensprecher wohl nicht so schnell vergessen. Erst war es Julia, die zum 13:12 verkürzte. Dann kam Ella, die sich in den Schlusssekunden auf Linksaußen durchtankte und zum 13:13-Ausgleich traf. Der Blick ging nun auf die Hallenuhr, die noch zehn Sekunden Spielzeit anzeigte. Der letzte Angriff der Rostocker wurde vereitelt, sie kamen nicht mehr zum Torwurf. Riesenjubel beim NSV, diesen Punkt hatte sich das Team mehr als redlich verdient. Die Schmerzen in der Schulter, an der Hüfte oder an den Beinen waren für einen Moment vergessen.
Auch Trainer Jarmuszewski war mit der Leistung seiner Schützlinge und der Platzierung mehr als zufrieden. Ich bin froh, dass die Mannschaft am zweiten Tag nochmal richtig gekämpft hat. Mit der Urkunde für den sechsten Platz im Gepäck trat die Mannschaft die Rückreise an. Aber vorher ging es noch an den Hafen von Wismar, dort gab es leckeren hausgemachten Backfisch und ein Eis auf die Hand. Als kleine Belohnung für die tolle Leistung.
Zum Applaus gesellte sich am Ende auch noch eine gehörige Portion Stolz über das, was die Mannschaft in den zwei Tagen geleistet hat. Dafür gebührt ihr nochmals ein kräftiger Applaus.
Sandra Arm
Platzierungen
1. HC Leipzig
2. SSV PCK Schwedt
3. MSG Zwickau
4. Rostocker Handball Club
5. SV Grün Weiß Schwerin
6. Nordhäuser SV
7. JspG Halle/Magdeburg/Barleben
8. HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf
9. VfL Tegel
10. TSG Wismar
11. SG Hermsdorf-Waidmannslust
12. HC Salzland 06
Autor: redStolz
Nur zwei Worte bedarf es für die Leistung der D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) am Sonntag in der großen Finalrunde. Musikalisch geben dabei die Sportfreunde Stiller den Takt vor: Applaus, Applaus. Den bekamen die Schützlinge von Trainer Alfons Jarmuszewski nach jeden der drei Spiele (SV Grün Weiß Schwerin, HC Leipzig, Rostocker Handball Club) in der großen Finalrunde reichlich. Die mitgereisten Eltern klatschten und trommelten sich die Hände wund, um die Mannschaft zu unterstützen.Na klar, hatte sich die Mannschaft einiges für den zweiten Tag vorgenommen, sie liebäugelte sogar mit dem fünften Platz. Sie hatte aber mit dem Handicap zu kämpfen mit vier Minuspunkten in die Finalrunde zu starten. Schwerin hatte durch das Unentschieden gegen Rostock, beide Mannschaften spielten in der Gruppe B ums Weiterkommen, bereits ein Zähler auf der Habenseite.
Der NSV traf in der dritten Partie auf die Schweriner. Den Torreigen eröffnete Larissa Förster. Doch zu viele Abspielfehler insbesondere bei langen Bällen verhinderten ein besseres Resultat. Auch in der Abwehr ließen die Nachwuchsspielerinnen des NSV den Gegner oftmals gewähren ohne ihn richtig anzugreifen. Es war dennoch eine spannende Partie, also nichts für schwache Nerven. Nach der Pause kann sich der NSV sogar auf zwei Tore absetzen – 9:7. Es gelang ihm aber nicht, die Führung weiter auszubauen. Zu den Abspielfehlern gesellte sich auch noch das Pech im Abschluss. Schwerin hatte mehr Glück, traf und setzte sich mit 13:10 durch.
Enttäuschte Gesichter beim NSV, der sich natürlich mehr vorgenommen hatte. Applaus gab es trotzdem für die Leistung. Noch mehr dann in der zweiten Partie gegen den Favoriten, den HC Leipzig, der bis dato alle Begegnungen gewonnen hatte. Es war ein Hochgenuss die Nordhäuserinnen in der Partie spielen zu sehen. Jeder Treffer war einfach nur schön anzusehen. Beispielsweise der zum 3:2, Larissa Förster setzte sich schön am Kreis durch und netzte ein. Oder nach der Pause, zur Halbzeit stand es 9:8 für den HCL, traf Geburtstagskind Sophie Schröder zum umjubelten Ausgleich. Ella Krieß erhöhte anschließend zur 10:9-Führung. Sollte dem NSV vielleicht die Überraschung des Tages gelingen? Er schnupperte jedenfalls daran. Der HCL hatte was dagegen, wechselte nun fleißig durch und siegte überlegen mit 16:11.
Noch eine Niederlage wollten die Nordhäuserinnen nun nicht mehr kassieren. Der Rostocker Handball Club war ihr letzter Gegner in diesem Turnier. Noch einmal abklatschen, noch einmal kämpfen, hieß es für den NSV. Das taten die Spielerinnen von Trainer Jarmuszewski dann auch. Ähnlich spannend wie die erste Partie gegen Schwerin, so verlief auch das letzte Spiel. Erst zwei Minuten vor dem Habzeitpfiff gelang es Rostock sich mit zwei Treffern zum 9:7 abzusetzen. Auch in den zweiten zehn Minuten versteckte sich der NSV nicht, spielte engagiert auf.
Die Namen von Ella Krieß oder Julia Weise wird der Hallensprecher wohl nicht so schnell vergessen. Erst war es Julia, die zum 13:12 verkürzte. Dann kam Ella, die sich in den Schlusssekunden auf Linksaußen durchtankte und zum 13:13-Ausgleich traf. Der Blick ging nun auf die Hallenuhr, die noch zehn Sekunden Spielzeit anzeigte. Der letzte Angriff der Rostocker wurde vereitelt, sie kamen nicht mehr zum Torwurf. Riesenjubel beim NSV, diesen Punkt hatte sich das Team mehr als redlich verdient. Die Schmerzen in der Schulter, an der Hüfte oder an den Beinen waren für einen Moment vergessen.
Auch Trainer Jarmuszewski war mit der Leistung seiner Schützlinge und der Platzierung mehr als zufrieden. Ich bin froh, dass die Mannschaft am zweiten Tag nochmal richtig gekämpft hat. Mit der Urkunde für den sechsten Platz im Gepäck trat die Mannschaft die Rückreise an. Aber vorher ging es noch an den Hafen von Wismar, dort gab es leckeren hausgemachten Backfisch und ein Eis auf die Hand. Als kleine Belohnung für die tolle Leistung.
Zum Applaus gesellte sich am Ende auch noch eine gehörige Portion Stolz über das, was die Mannschaft in den zwei Tagen geleistet hat. Dafür gebührt ihr nochmals ein kräftiger Applaus.
Sandra Arm
Platzierungen
1. HC Leipzig
2. SSV PCK Schwedt
3. MSG Zwickau
4. Rostocker Handball Club
5. SV Grün Weiß Schwerin
6. Nordhäuser SV
7. JspG Halle/Magdeburg/Barleben
8. HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf
9. VfL Tegel
10. TSG Wismar
11. SG Hermsdorf-Waidmannslust
12. HC Salzland 06



















