So, 17:00 Uhr
16.06.2013
Flüsse müssen frei fließen
Flüsse brauchen wieder mehr Raum. Nicht nur wegen des Hochchwasserschutzes, sondern auch wegen der biologischen Vielfalt an den Ufern und im Wasser selbst. Das ist das gemeinsame Anliegen von NaturFreunden, Anglern und Politikern, die sich jetzt in der Flusslandschaft Helme in Kelbra trafen, um über Möglichkeiten zur Verbesserung der Artenvielfalt in den deutschen Fließgewässern zu beraten...
Mit von der Partie waren die neu gewählte Präsidentin des gemeinsamen Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsarbeitsgruppe Frei fließende Flüsse, Nadine Hampel aus Sangerhausen, tourismuspolitische Sprecherin der SPD im Magdeburger Landtag und NaturFreunde-Vorstandsmitglied Eckart Kuhlwein. Für den gastgebenden Kreisanglerverband Sangerhausen empfing der Vorsitzende Gerhard Jarosz die Referenten mit einer kleinen Exkursion zum Naturlehrpfad Helme-Altarm bei Kelbra.
Während Eckart Kuhlwein davor warnte, nach dem neuen Jahrhunderthochwasser die Flüsse noch weiter zu verbauen und sich weiterhin auf technischen Hochwasserschutz zu verlassen, setzte sich Christel Happach-Kasan für eine weitere Verbesserung der Wasserqualität und die Durchgängigkeit aller Gewässer für Wanderfische ein. Die Bundestagsbgeordnete: Wir müssen erreichen, dass zum Beispiel Aale ungehindert von der Helme über Unstrut, Saale und Elbe wieder in die Nordsee schwimmen können. Dafür müsse allerdings erst Bewusstsein für die Lebensbedingungen von Wanderfischen geschaffen werden. Probleme sieht die DAFV-Präsidentin bei den etwa 7.000 Kleinen Wasserkraftanlagen an Bächen und Flüssen, die erhebliche Probleme für die Gewässerökolgie bedeuteten, obwohl sie energiepolitisch nicht ins Gewicht fielen.
Anton Hofreiter malte aus, dass frei fließende Flüsse mit Sand- und Kiesbänken, mit Mäandern und Störsteinen, mit Weich- und Hartholzauen allen Wassertieren bessere Lebensmöglichkeiten böten. Als Konsequenz aus dem jüngsten Hochwasser müssten jetzt Deiche und Dämme zurückgesetzt werden. Für Fischtreppen müsse es Mindeststandards für den Auf- und Abstieg geben. Die Bundestagsarbeitsgruppe will auch in der nächsten Wahlperiode nach dem 22. September weiterarbeiten und sich nach der Donau jetzt auch verstärkt um Saale und Elbe kümmern. Eine wichtige Aufgabe sei auch die längst noch nicht erreichte Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die bis 2015 den guten ökologischen und chemischen Zustand aller natrliche Oberflächengewässer fordere.
Gerhard Kemmler vom Anglerverband in Thüringen forderte die Streichung der Wasserkraft im Erneuerbare Enengiern-Gesetz (EEG) und wies an vielen Beispielen in Deutschland die Verletzung der Wasserrahmenrichtlinie nach. Dazu gebe es eine Reihe von Verfahren beim Europäischen Gerichtshof. Die Einnahmen aus der Wassernutzungsabgabe müssten voll für den Rückbau von Beton- und Steinbauten und für die Renaturierung der frei fließenden Flüssen verwendet werden.
Christel Happach-Kasan versprach den NaturFreunden, dass die seit 1999 bestehende Zusammenarbeit der beiden Verbände bei der Flusslandschaft des Jahres – die Helme ist für die Jahre 2012 und 2013 ausgewählt worden – auch in Zukunft fortgesetzt werden soll. De Entscheidung über die nächste Flusslandschaft wird am 9. September fallen.
Autor: redMit von der Partie waren die neu gewählte Präsidentin des gemeinsamen Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsarbeitsgruppe Frei fließende Flüsse, Nadine Hampel aus Sangerhausen, tourismuspolitische Sprecherin der SPD im Magdeburger Landtag und NaturFreunde-Vorstandsmitglied Eckart Kuhlwein. Für den gastgebenden Kreisanglerverband Sangerhausen empfing der Vorsitzende Gerhard Jarosz die Referenten mit einer kleinen Exkursion zum Naturlehrpfad Helme-Altarm bei Kelbra.
Während Eckart Kuhlwein davor warnte, nach dem neuen Jahrhunderthochwasser die Flüsse noch weiter zu verbauen und sich weiterhin auf technischen Hochwasserschutz zu verlassen, setzte sich Christel Happach-Kasan für eine weitere Verbesserung der Wasserqualität und die Durchgängigkeit aller Gewässer für Wanderfische ein. Die Bundestagsbgeordnete: Wir müssen erreichen, dass zum Beispiel Aale ungehindert von der Helme über Unstrut, Saale und Elbe wieder in die Nordsee schwimmen können. Dafür müsse allerdings erst Bewusstsein für die Lebensbedingungen von Wanderfischen geschaffen werden. Probleme sieht die DAFV-Präsidentin bei den etwa 7.000 Kleinen Wasserkraftanlagen an Bächen und Flüssen, die erhebliche Probleme für die Gewässerökolgie bedeuteten, obwohl sie energiepolitisch nicht ins Gewicht fielen.
Anton Hofreiter malte aus, dass frei fließende Flüsse mit Sand- und Kiesbänken, mit Mäandern und Störsteinen, mit Weich- und Hartholzauen allen Wassertieren bessere Lebensmöglichkeiten böten. Als Konsequenz aus dem jüngsten Hochwasser müssten jetzt Deiche und Dämme zurückgesetzt werden. Für Fischtreppen müsse es Mindeststandards für den Auf- und Abstieg geben. Die Bundestagsarbeitsgruppe will auch in der nächsten Wahlperiode nach dem 22. September weiterarbeiten und sich nach der Donau jetzt auch verstärkt um Saale und Elbe kümmern. Eine wichtige Aufgabe sei auch die längst noch nicht erreichte Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die bis 2015 den guten ökologischen und chemischen Zustand aller natrliche Oberflächengewässer fordere.
Gerhard Kemmler vom Anglerverband in Thüringen forderte die Streichung der Wasserkraft im Erneuerbare Enengiern-Gesetz (EEG) und wies an vielen Beispielen in Deutschland die Verletzung der Wasserrahmenrichtlinie nach. Dazu gebe es eine Reihe von Verfahren beim Europäischen Gerichtshof. Die Einnahmen aus der Wassernutzungsabgabe müssten voll für den Rückbau von Beton- und Steinbauten und für die Renaturierung der frei fließenden Flüssen verwendet werden.
Christel Happach-Kasan versprach den NaturFreunden, dass die seit 1999 bestehende Zusammenarbeit der beiden Verbände bei der Flusslandschaft des Jahres – die Helme ist für die Jahre 2012 und 2013 ausgewählt worden – auch in Zukunft fortgesetzt werden soll. De Entscheidung über die nächste Flusslandschaft wird am 9. September fallen.

