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Mi, 06:37 Uhr
12.06.2013

Wozu ein Stau nützlich sein kann

Ein Stau am Hermsdorfer Kreuz hatte gestern mal sein Gutes. Hier endete nämlich eine Verfolgungsfahrt mit der Autobahnpolizei für einen flüchtigen Mann aus Polen samt seinem "Geschoss"....

Über 500 PS unter der Haube (Foto: API) Über 500 PS unter der Haube (Foto: API)

Den 544 PS starken und 2,5 Tonnen schweren Mercedes AMG Sport Gelände Wagen hätten die Beamten sonst vermutlich nicht so schnell zum Stehen gebracht. Im Stau jedoch konnten die Beamten das Fahrzeug stellen und den Fahrer festnehmen.

Der 30-jährige Fahrer aus Breslau hatte zuvor auf der A 4 am Erfurter Kreuz eine Kollision mit einem anderen Pkw verursacht und war geflüchtet. Der Geschädigte Pkw konnte weiter fahren und den Mercedes bis zum Rasthof Eichelborn folgen. Dort wollte er den Fahrer zur Rede stellen. Dies war jedoch nicht möglich, da der Mercedesfahrer plötzlich Gas gab, rückwärts über den Rastplatz donnert und "abhaute".

Gefunden (Foto: API) Gefunden (Foto: API)

Die inzwischen verständigte Autobahnpolizei konnte den Mercedes dann verfolgen und schließlich stellen. Bei der Festnahme wurden bei dem Fahrer drogentypische Verhaltensweisen festgestellt. Ein durchgeführter Drogentest bei dem Mann verlief positiv auf Kokain. Obendrein war der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Es wurde ein Blutentnahme angeordnet.

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Ein hinzugezogener Rauschgiftspürhund der Polizei Gera führte die Beamten in dem sichergestellten Mercedes dann auch zu einer geringen Menge von Kokain. Weiterhin hatte der Fahrer 6.000 Euro Bargeld in kleinerer Stückelung dabei. Nachdem der Festgenommene vernommen wurde, hatte man ihn nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro wieder entlassen und nach Hermsdorf gebracht, von wo aus er weiterreisen wollte.

Wenig später meldeten Autofahrer auf der A 9 einen Mann der neben der Fahrbahn läuft. Dies war der besagte 30-jährige, der umgehend von der Fahrbahn in Sicherheit und wieder nach Hermsdorf gebracht wurde. Trotz Belehrung fand eine Stunde später das gleiche Spiel erneut statt. Diesmal jedoch auf der A 4. Nun war es vorbei mit der Geduld der Beamten, hier musste zum Schutz des Mannes selbst und anderer Verkehrsteilnehmer gehandelt werden.

Der Mann wurde einem Notarzt vorgestellt, der ihn in ein psychiatrisches Krankenhaus einwies, wo er zur Zeit behandelt wird. Der Mercedes AMG war übrigens nicht gestohlen, sondern regulär in Polen zugelassen.
Autor: red

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Kommentare
Retupmoc
12.06.2013, 12:53 Uhr
Ist schon ein lustiges Land
Fassen wir einmal zusammen:

- Drogenbesitz
- Fahrerflucht nach verursachtem Unfall
- Geschindigkeitsüberschreitung
- Fahren unter Dorgeneinfluß
- Gefährlicher Eingriff in den Verkehr
- Widerstand gegen die Staatsgewalt
+ das Bargeld in kleinen Scheinen, das mutmaßlich nicht mit ehrlicher Arbeit erzielt wurde ...

Sicherheitsleistung 1000 Euro !!! und dann ist er wieder auf die Menschheit losgelassen,
Sorry - aber so macht sich die Polizei und der Staat lächerlich.
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