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Sa, 08:01 Uhr
18.05.2013

Stress am Steuer erhöht Unfallrisiko

Das jetzige Pfingstwochenende nutzen viele für einen Kurzurlaub. Verkehrspsychologen warnen davor, sich nach hektischer Reisevorbereitung gestresst hinters Steuer zu setzen...


„Wer womöglich genervt von der Arbeit nach Hause kommt, schnell ein paar Sachen packt, die Familie schnappt und sich Hals über Kopf mit dem Auto auf den Weg macht, setzt sich unnötigen Stress aus“, sagt Dr. Don DeVol, Verkehrspsychologe des TÜV Thüringen. „Wenn dann an der nächsten Tankstelle noch der Ärger über hohe Benzinpreise hoch kocht oder die Fahrt im ersten Stau zum Erliegen kommt, liegen die Nerven bei vielen Autofahrern blank“, so DeVol.

In diesem Fall reicht oftmals nur ein Wort von der Beifahrerseite oder der Rückbank und das Fass ist am Überlaufen. Der Verkehrspsychologe weiß, dass eine derartige psychische Stresssituation die Fahrtüchtigkeit einschränkt und damit eine erhöhte Fehlerquote vorprogrammiert ist. Stoßen dann noch derartig gereizte Fahrer aufeinander, stehen riskante Fahrweise, Lichthupe oder gar Nötigung bei der Urlaubsfahrt auf der Tagesordnung. Im schlimmsten Fall endet dann der Pfingsttrip in einem Unfall.

Gerade Kurzurlaube bereiten Wenigfahrern Schwierigkeiten, da sie ihren gewohnten Tagesrhythmus unterbrechen. „Wer sich in dieser Situation übermüdet oder überanstrengt hinters Steuer setzt, riskiert die Gewalt über sein Fahrzeug zu verlieren. Sekundenschlaf und Konzentrationsschwäche sind immer wieder Unfallursache im Urlaubsreiseverkehr“, meint der Verkehrspsychologe.

Der Tipp des Verkehrsexperten ist, möglichst ausgeruht und mit Zeitpuffer die Fahrt anzutreten. Zu einer guten Reisevorbereitung gehört es, wichtige Papiere, wie Pass, Personalausweis und Führerschein bereitzuhalten. Bei Auslandsreisen, Versicherungsunterlagen nicht vergessen. Autofahrer sollten sich im Vorfeld informieren, welche Vorschriften im jeweiligen Reiseland gelten. Eine vergessene Warnweste oder zu hohes Tempo können die Urlaubskasse im Ausland empfindlich belasten. Um mögliche Staus umfahren zu können, sollte die Reiseroute mit Alternativstrecken geplant werden.

Navigationsgeräte sind heutzutage hilfreiche Reisebegleiter, die eine stressfreie Fahrt ermöglichen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann ein Blick in die gute alte Karte im Vorfeld nicht schaden. Vor Reiseantritt sollten Autofahrer auf Stauwarnungen im Radio oder Internet achten. Wer seine Abfahrtszeit nicht in die Hauptverkehrszeit legt, vermeidet von vorneherein unnötigen Standzeiten.
Autor: red

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