Fr, 12:31 Uhr
17.05.2013
Krise erreicht Thüringen
Der Gegenwind wird stärker – die europäische Schuldenkrise kommt nun auch in der Thüringer Wirtschaft an, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamtes für Statistik...
Danach erzielten die Thüringer Industrieunternehmen im ersten Quartal 2013 einen Gesamtumsatz von 6,6 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Erträge um 533 Millionen Euro oder 7,5 Prozent. Während das Inlandsgeschäft ein Minus von 6,6 Prozent verzeichnet, gingen die Auslandsumsätze sogar um 9,3 Prozent zurück.
Insbesondere die exportorientierten Firmen bekommen die Auswirkungen der Konjunkturflaute in wichtigen Eurostaaten immer stärker zu spüren. Es verwundert dann natürlich kaum, dass aus dem rezessionsgeplagten Südeuropa weniger Bestellungen eingehen, so der IHK-Chef. Der Rückgang bei den Auftragsbeständen sei aber noch moderat.
Im weiteren Jahresverlauf erwartet Grusser sogar wieder ein leichtes Wachstum. Die wirtschaftliche Entwicklung werde aber sehr stark davon abhängen, ob die Firmenchefs neue Zuversicht fassen. In den vergangenen Monaten habe die Skepsis in den Unternehmen zugenommen. Nötige Investitionen seien auf die lange Bank geschoben worden.
Die Furcht vor der Staatsschuldenkrise mag in der Öffentlichkeit etwas abgeklungen sein, aus den Köpfen der Manager ist sie jedoch noch nicht gewichen. Erst, wenn auch die Unternehmer die Krise abgehakt haben, werden die Firmen die niedrigen Zinsen nutzen und wieder mehr investieren, ist sich Grusser sicher. Neben den ungelösten Problemen im Euroraum sorge auch die bevorstehende Bundestagswahl für ein Vakuum. Keiner wisse, wie die neue Bundesregierung mit der Energiewende oder Steuerfragen umgehe.
Autor: redDanach erzielten die Thüringer Industrieunternehmen im ersten Quartal 2013 einen Gesamtumsatz von 6,6 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Erträge um 533 Millionen Euro oder 7,5 Prozent. Während das Inlandsgeschäft ein Minus von 6,6 Prozent verzeichnet, gingen die Auslandsumsätze sogar um 9,3 Prozent zurück.
Insbesondere die exportorientierten Firmen bekommen die Auswirkungen der Konjunkturflaute in wichtigen Eurostaaten immer stärker zu spüren. Es verwundert dann natürlich kaum, dass aus dem rezessionsgeplagten Südeuropa weniger Bestellungen eingehen, so der IHK-Chef. Der Rückgang bei den Auftragsbeständen sei aber noch moderat.
Im weiteren Jahresverlauf erwartet Grusser sogar wieder ein leichtes Wachstum. Die wirtschaftliche Entwicklung werde aber sehr stark davon abhängen, ob die Firmenchefs neue Zuversicht fassen. In den vergangenen Monaten habe die Skepsis in den Unternehmen zugenommen. Nötige Investitionen seien auf die lange Bank geschoben worden.
Die Furcht vor der Staatsschuldenkrise mag in der Öffentlichkeit etwas abgeklungen sein, aus den Köpfen der Manager ist sie jedoch noch nicht gewichen. Erst, wenn auch die Unternehmer die Krise abgehakt haben, werden die Firmen die niedrigen Zinsen nutzen und wieder mehr investieren, ist sich Grusser sicher. Neben den ungelösten Problemen im Euroraum sorge auch die bevorstehende Bundestagswahl für ein Vakuum. Keiner wisse, wie die neue Bundesregierung mit der Energiewende oder Steuerfragen umgehe.

