Di, 10:59 Uhr
14.05.2013
nnz-Radio-Tipp: Weltall Erde Mensch
Nordhausen ist ein kleiner Punkt im Weltall. Er bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit auf einer Kreisbahn - sofern man die Ellipsengesetze nicht kennt. Die exakte Geschwindigkeit von Nordhausen lässt sich allerdings nicht feststellen, außer man könnte von einem festen Bezugspunkt im All ausgehen. Doch den gibt es im Grunde genommen nicht...
"Nordhausen in Thüringen ist ein kleiner Punkt im Weltall. Er bewegt sich mit rasender
Geschwindigkeit auf einer Kreisbahn – sofern man die Ellipsengesetze nicht kennt. Hier, mitten in
Deutschland – und doch am Rande der medialen Aufmerksamkeit – gibt es Menschen, die hier
weiterhin leben und auch unter Perspektivlosigkeit leiden.
Das Land, in dem sie heute leben, hat die Gesetze nicht für sie gemacht. Das Land, in dem sie vorher lebten, tat das ebenso wenig. In diesem Niemandsland, meiner Heimatstadt Nordhausen, begebe ich mich gemeinsam mit den Menschen, die dort leben, auf ihre Umlaufbahnen ohne Bezugspunkt. Bereits 2005 widmete ich mich in einem Kurzhörspiel dem Leben der Menschen in Nordhausen. Heute, sechs Jahre später, besuche ich sie erneut."
Luise Voigts Langzeitprojekt ist ein Glücksfall in Zeiten schnellen Produzierens. Sie greift eine Tradition im Hörspiel auf, die den Originalton grenzüberschreitend zum Feature als eine Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks nutzt und ihn in eine Kunstwirklichkeit überführt.
Luise Voigt, geb. 1985 in Nordhausen/Thüringen, Theatermacherin, Film- und Medienkünstlerin. Stipendiatin an der Akademie der Künste Berlin. Inszenierungen: "an meiner statt (Musiktheaterperformance, ZKM Karlsruhe 2009), "Exit Lear" (Treibstoff Basel 2011)
Heute, um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk zu hören
Autor: red"Nordhausen in Thüringen ist ein kleiner Punkt im Weltall. Er bewegt sich mit rasender
Geschwindigkeit auf einer Kreisbahn – sofern man die Ellipsengesetze nicht kennt. Hier, mitten in
Deutschland – und doch am Rande der medialen Aufmerksamkeit – gibt es Menschen, die hier
weiterhin leben und auch unter Perspektivlosigkeit leiden.
Das Land, in dem sie heute leben, hat die Gesetze nicht für sie gemacht. Das Land, in dem sie vorher lebten, tat das ebenso wenig. In diesem Niemandsland, meiner Heimatstadt Nordhausen, begebe ich mich gemeinsam mit den Menschen, die dort leben, auf ihre Umlaufbahnen ohne Bezugspunkt. Bereits 2005 widmete ich mich in einem Kurzhörspiel dem Leben der Menschen in Nordhausen. Heute, sechs Jahre später, besuche ich sie erneut."
Luise Voigts Langzeitprojekt ist ein Glücksfall in Zeiten schnellen Produzierens. Sie greift eine Tradition im Hörspiel auf, die den Originalton grenzüberschreitend zum Feature als eine Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks nutzt und ihn in eine Kunstwirklichkeit überführt.
Luise Voigt, geb. 1985 in Nordhausen/Thüringen, Theatermacherin, Film- und Medienkünstlerin. Stipendiatin an der Akademie der Künste Berlin. Inszenierungen: "an meiner statt (Musiktheaterperformance, ZKM Karlsruhe 2009), "Exit Lear" (Treibstoff Basel 2011)
Heute, um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk zu hören

