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Mo, 07:26 Uhr
22.03.2004

Ausgeladen

Nordhausen (nnz). Theater in der Größenordnung, wie es in Nordhausen existiert, haben eine Presseabteilung. Die kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Theaters und lädt unter anderem Journalisten dazu ein, der nächsten Premiere im Theater beizuwohnen. So ist es auch in Nordhausen gute Tradition. Bis vor kurzem.


Die Einladungen sind mit „Einladung“ überschrieben, der standardisierte Eröffnungssatz lautet: „Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie recht herzlich zu unserer Premiere einladen:“ Dann folgen Titel und Datum der Aufführung und ein Pressetext, der den Inhalt erklärt sowie Regisseur, Hauptdarsteller und Bühnenbildner benennt.

Es folgt die Bitte, mit Hilfe des Antwortfaxes die Reservierungswünsche bekannt zu geben. Der eingeladene Journalist kreuzt an, ob er teilnimmt und wie viele Karten er benötigt (optional 1 oder 2). Das ist schon seit Jahren so und funktioniert prächtig. Wenn der Journalist am Abend ins Theater kommt, werden ihm seine Freikarte und ein Programmheft der Inszenierung überreicht, auf Wunsch auch ein Pressefoto der Inszenierung.

Zur aktuellen Neuproduktion „Die Affäre Rue de Lourcine“ gingen diese Einladungen wie immer auf die Reise und die Bestätigungen wurden zurückgefaxt. Neu ist jetzt, dass einzelne Journalisten, die ihr Kommen zugesagt haben, von der Pressesprecherin des Theaters Simone Uthleb angerufen werden und ihnen höchst offiziell mitgeteilt wird, dass für sie keine Freikarten bereit gelegt werden können. Wenn der Journalist damit Probleme hätte, würde sie ihm gern die Durchwahlnummer von der Intendantin Frau Dr. Pirklbauer geben. Nach Informationen der nnz sei jedoch das Kontingent an Pressekarten für die Premiere ausgeschöpft gewesen. Jedoch soll es zwei Freikarten bei der Intendanz gegeben haben.

Das klingt relativ grotesk, aber genau so ist es in der vergangenen Woche geschehen. Getroffen hatte es den Leiter des Offenen Kanals in Nordhausen. Er hatte den Samstagabend nun anderweitig verbracht.
Olaf Schulze

P.S.: Auch die nnz selbst hatte natürlich keine Einladung erhalten, wohl aber wird seitens des Theaters per Mail regelmäßig darum gebeten, auf Vorstellungen im Theater aufmerksam zu machen...
Autor: nnz

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