eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 07:29 Uhr
18.03.2004

nnz-Forum: Warum?

Nordhausen (nnz). Ein Jahr nach dem Beginn des Irak-Krieges machen sich in und um Nordhausen viele Menschen Gedanken. Seine persönlichen Empfindungen hat ein nnz-Leser aufgeschrieben.


Allzu gern schreiben sich die ach so Großen dieser Welt die Gerechtigkeit auf die Fahnen um sie zu verbessern oder vor einer übermächtigen Bedrohung zu retten. So wohl auch der kleine George Walker Bush. Spätestens nachdem er es geschafft hatte - wie sein Vater - den Karren Wirtschaft in den Dreck zu fahren, als ihn sein Amtsvorgänger Bill Clinton in nur zwei Amtsperioden gerade erst herausgezogen hatte. Zeigt sich mal wieder das außenpoltische Manöver schon immer eine gute Ablenkung von innenpolitischen Problemen waren. Und nachdem ihn noch eine, im Vergleich zu dem sterben tausender Menschen auf der Welt in Elend, Hunger und Armut eher lächerliche aber dennoch wesentlich medienwirksamere Katastrophe, als verwertbare Grundlage in die Hände spielte, war es an der Zeit den Krieg gegen den Terror auszurufen.

An dieser Stelle sei an schon weit vor dieser Zeit entstandene Doktrin eines gewissen Paul Wolvowitz erinnert, in dem die US Amerikanische Regierung darauf hingewiesen wird, nach einer zur Rechtfertigung verwertbaren Katastrophe für eine militärische Intervention im Nahen Osten Ausschau zu halten. Und so begann man alsbald mit einem Vergeltungsfeldzug während man im inneren im Namen von Patriotismus die Beschneidung wesentlicher Bürgerrechte der US Amerikanischen Bevölkerung vornahm und es wäre nicht verwunderlich wenn der zweite Teil dieses so genannten Patriot Acts die Verfassungsrechtlich festgeschriebene Amtszeitbegrenzung des Amerikanischen Präsidenten in einer Art Notstandsgesetz außer Kraft setzen würde.

Aber lassen wir uns doch mal überraschen. Eine Verweigerung der Anerkennung eines internationalen Gerichtshofes für Kriegsverbrecher ist ja für die „Weltpolizei“ schon etwas Selbstverständliches. Man behält sich sogar vor sollte ein amerikanischer Soldat vor ein solches gestellt werden ihn mit militärischen Mitteln zu befreien, ganz nach der guten alten texanischen Haudrauf- Methodik. Schon der Amtsantritt des Herren Bush zeigt das man es neuerdings mit den Gesetzen und der Demokratie nicht so genau nimmt, da er der erste Präsident ist der nicht durch das Volk gewählt, sondern vom Supreme Court dazu bestimmt wurde. Diese Leute wollten also eine Diktatur von Terroristen im Irak beenden und den dort lebenden Menschen ihre Demokratie Verkaufen.

Natürlich muss man ihnen erst dafür das letzte bisschen was ihnen nach dem ersten Golfkrieg und einem rigorosen Handelsembargo geblieben ist noch unter dem Hintern Weckbomben, solche Chirurgischen Schachzüge sind ja dank modernster Waffentechnik möglich. Zumindest behauptet man das seit dem ersten Golfkrieg. Man hat es sogar geschafft eine solch hohe Präzision zu erreichen dass man Lebensmittel zielsicher über Minenfeldern abwirft. Aber schieben wir doch mal die ganzen kleinen Ungereimtheiten bei Seite und stellen uns mal eine wesentliche Frage: Wie bekämpft man eigentlich aus dem Untergrund arbeitende Terrornetzwerke, etwa mit groß angelegten Bombardements?

Vor einem Jahr - am 20. März 2003 - begannen die USA und ihre Verbündeten einen Krieg gegen den Irak der bis heute, nach internationalem Recht, nicht gerechtfertigt ist und aus menschlicher sicht nie gerechtfertigt werden kann.
Dennis Hauptmann, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)