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Mi, 16:37 Uhr
24.04.2013

Adams fordert runden Tisch

In einer Pressekonferenz des Wirtschaftsministeriums wurden heute zwei neue Pumpspeicherprojekte für Thüringen präsentiert. Dazu ein Statement von Dirk Adams, dem energiepolitischen Sprecher derbündnisgrünen Landtagsfraktion...


„Das Engagement des österreichischen Baukonzerns Strabag macht deutlich, dass die Energiewende Menschen und Unternehmen beflügelt, sich in neuen Projekten zu engagieren. Das freut uns Grüne natürlich besonders.“

Für Adams blieben heute allerdings wesentliche Fragen zur Realisierung der vorgestellten Projekte noch offen: „Fakt ist: Auf dem Weg zu einer unabhängigen und klimaschonenden Energieversorgung durch 100 Prozent Erneuerbare Energien brauchen wir weitere Speicherkapazitäten. Für uns als Umwelt- und Bürgerrechtspartei gibt es dabei jedoch keinen Automatismus. Bei aller Euphorie des Wirtschaftsministers, muss jedes Projekt einzeln sorgfältig auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls auch wieder aufgegeben werden.

So gilt es beispielsweise abzuwägen, ob die mit dem Bau der Pumpspeicherwerke verbundenen Eingriffe in die Natur vertretbar sind. Das ist für uns nur der Fall, wenn zusammenhängende Lebensräume erhalten bleiben und es zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region kommt.“

Besonders wichtig ist aus bündnisgrüner Sicht die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an solchen Projekten. „Für uns steht fest“, so Adams weiter, „dass der Infrastrukturausbau im Zuge der Energiewende die Akzeptanz der Menschen braucht. Wir fordern daher für jedes der beiden Großprojekte weitere Möglichkeiten zur Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung, zum Beispiel durch einen Runden Tisch, an dem konstruktiv zwischen den Interessen des Projektplaners bzw. Investors und den Kommunen, Umwelt-, Naturschutz- und Tourismusverbänden sowie den Bürgerinnen und Bürgern vermittelt wird.“

Auch finanzielle Aspekte dürfen nach Ansicht des Energiepolitikers nicht außen vor bleiben: „Wir setzen uns aktiv dafür ein, Anwohnerinnen und Anwohner materiell an den Gewinnen aus Groß- und Infrastrukturprojekten zu beteiligen. So wird das Gefühl vermieden, dass den Bürgerinnen und Bürgern zwar viele Nachteile entstehen, das erwirtschaftete Geld jedoch nur anderen zu Gute kommt.“
Autor: red

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Kommentare
Bodo Bagger
24.04.2013, 18:02 Uhr
Prüfstand....
für die Grünen wäre auch mal ne Maßnahme oder?

Sorry, aber so viel Scheinheiligkeit habe ich noch nicht gehört. Erst boxt man die sogenannte Energiewende in Regierungsverantwortung und dann in parlamentarischer Opposition durch und wenn es dann an die Umsetzung geht, kommen Floskeln wie prüfen und Umweltverträglichkeit etc.

Liebe Grüne, gesteht Euch doch endlich ein, dass Eure Energiewende ein Fass ohne Boden ist. Bisher kann keiner von Euch die Kosten abschätzen, die auf den Stromkunden zukommen.

Eure 100.000senden Arbeitsplätze in der EE Industrie platzen gerade wie eine Seifenblase. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hängt am Strompreisfaden und konzeptionell zuende gedacht ist Eure Energiewende mit nichten. Vielmehr werden mit Milliarden von Strompreisgeldern, die nichts anderes als versteckte Subventionen für ein paar von Euren Günstlingen sind, immer neue Baustellen aufgemacht um Löcher wie Netzstabilität, Grundlastabsicherung etc. zu stopfen.

Was kommt als nächstes? Stromkpontingentierung für den Privatverbraucher?
Bodo Schwarzberg
24.04.2013, 22:34 Uhr
Jörg Thümmel denkt zu kurz
Diesem Herrn dürfte wohl bekannt sein, dass wir angesichts endlicher Ressourcen um eine Energiewende nicht herumkommen. Atomstrom hat keine Akzeptanz, das Endlagerproblem ist ungelöst. Fossile Energieträger gehen zur Neige und heizen das Klima an. Bleiben noch die so genannten alternativen Energien. Sie und keine anderen, weil ihre Nutzung logisch zwingend ist. Wer die derzeitigen Unsicherheiten bei Energie-Speicherung und Strompreisen zum Anlass nimmt, die gesamte Energiewende in Frage zu stellen, handelt fahrlässig und kurzsichtig. Mit der Farbe der Partei hat das überhaupt nichts zu tun.

Es geht viel mehr um die Frage, WIE die Energiewende vollzogen wird. Es sollte nicht so sein, dass umweltschonende Technologien einerseits mit Umweltzerstörung andererseits erkauft werden. Ein Pumpspeicherwerk in einem der naturbelassendsten und schönsten Täler des Südharzes wäre ein katastrophaler Schritt in eben diese falsche, nicht nachhaltuge Richtung. Man kann ein Umweltproblem nicht mit Umweltzerstörung lösen.
Das Wichtigste wäre in meinen Augen Energieeinsparung und die Nutzung aller verfügbaren Flächen in Gewerbegebieten für Solarmodule. Das wäre die effektivste Flächennutzung ohne Zerstörung naturbelassener Flächen.
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