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Di, 12:01 Uhr
23.04.2013

Schicksalsdiagnose: Demenz

Der Pflegestützpunkt des Landkreises hat zu einer Tischrunde zum Thema Umgang mit Demenz im Landkreis Nordhausen eingeladen. Die Veranstaltung knüpfte an das Projekt „Würdevoll altern“ an, das die Robert-Bosch-Stiftung in 2010 und 2011 im Landratsamt gefördert hat...


„Diese Runde entstand aus Projektpartnern wie dem Mehrgenerationenhaus, dem Südharz Klinikum, der Nordthüringer Lebenshilfe, der Alzheimer Gesellschaft Thüringen sowie Betroffenen, die mit ihren Erfahrungen die Runde bereicherten“, sagte Susanna Riemann-Störr vom Pflegestützpunkt im Landratsamt. „Unser Ziel ist es, Informationen auszutauschen und unsere Netzwerksarbeit zu verstärken, damit Betroffene und ihre Angehörigen die bestmöglichste Hilfe und Unterstützung erhalten.“

Dabei gibt es bereits die verschiedensten Angebote, die sich auch speziell auf die Bedürfnisse Demenzerkrankter und deren oft pflegenden und betreuenden Angehörigen ausrichten. So bietet beispielsweise das Mehrgenerationenhaus, kurz Megeha, der Lift gGmbH jeden zweiten Mittwoch im Monat von 14 bis 16.30 Uhr das Café Sternstunde an, in dem sich Betroffene austauschen können. Im Südharz Klinikum Nordhausen gibt es einen Selbsthilfekreis für Betroffene und Angehörige.

Die Nordthüringer Lebenshilfe bietet im Familienentlastenden Dienst eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz an. Die Alzheimer Gesellschaft Thüringen organisiert u.a. Gesprächsrunden und begleitet Angehörige. Der Pflegestützpunkt bietet eine unabhängige, individuelle Beratung und Information an und hilft bei der Suche nach geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten.

In der Tischrunde berichtete Ilona Stork vom Pflegestützpunkt in einem Fachvortrag über neue Erkenntnisse in der Forschung zu den Ursachen der Krankheit Demenz, u.a. sind dabei eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf zwei Faktoren von vielen, auf die jedermann einwirken kann, um Demenz aufzuhalten bzw. zu verzögern. Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes gaben außerdem Anregungen zur visuellen Kommunikation für Menschen mit Demenz, zum Beispiel welche Schriftgröße möglichst verwendet werden sollte und welche Farben Demenzerkrankte besonders ansprechen.

Ebenso ging es um die Neuerungen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes, das seit Januar gilt. „Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass eine möglichst frühzeitige Beratung die Chance bietet, den Erkrankten und deren Angehörige auf die Krankheit vorzubereiten und dadurch die individuellste Hilfe gefunden werden kann, um den Alltag, die Betreuung und die Pflege abzusichern. Im Pflegestützpunkt haben wir Demenz-Mappen zusammengestellt, in denen Informationsbroschüren, Betreuungsangebote und Hilfen in jeglicher Form zum Thema aus dem Landkreis Nordhausen zusammengefasst sind“, so Susanna Riemann-Störr.

Erreichbar ist der Pflegestützpunkt im Neuen Landratsamt, Behringstraße 3 in Nordhausen, Telefon 03631 911-563 und -564. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag 9 bis 12 Uhr, Dienstagnachmittag von 13 bis 15 Uhr, Donnerstagnachmittag von 13 bis 17 Uhr, am Freitag Rufbereitschaft von 10 bis 12 Uhr sowie individuelle Termine nach Vereinbarung.
Autor: red

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