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Fr, 18:44 Uhr
19.04.2013

Alle an einen Tisch

Auf nnz-Nachfrage äußerte sich am Morgen bereits die LINKE-Fraktionsvorsitzende im Nordhäuser Stadtrat, Barbara Schencke. Jetzt gibt es ein ausführliches Statement...


Wie bereits berichtet, zeigten sich in der Ausgestaltung der Einbindung der Himmelgartenbibliothek in den Neubau der Kulturbibliothek erhebliche Kostenrisiken. Dazu äußerten sich jetzt Stadtverband und Stadtratsfraktion der Linken.

Michael Mohr, Vorsitzender des Stadtverbandes betont: „Selbstverständlich steht unsere Partei zur Kulturbibliothek. Allen Unkenrufen zum Trotz wird sie die kulturelle Landschaft unserer Stadt bereichern, sei es als Raum für eine moderne Mediennutzung oder auch als Veranstaltungsort.“ Nichtsdestotrotz müsse natürlich die Haushaltslage bei der konkreten Ausgestaltung des Projektes Berücksichtigung finden, heißt es weiter.

Barbara Schencke, Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, betont die Bedeutung der Himmelgartenbibliothek: „Natürlich würden wir uns freuen dieses Kleinod nach Nordhausen zu holen.“ Dies solle aber nicht um jeden Preis geschehen und auch über andere Lösungen müsse nachgedacht werden. „Wir regen deshalb eine gemeinsame Kommission aus Vertretern der beteiligten Stadtratsausschüsse und der Verwaltung an, die auch am Projekt beteiligte Fachleute mit einbezieht“, so Schencke weiter.

Dieses Gremium solle zum einen ergebnisoffen nach Möglichkeiten für die angemessene Unterbringung der Sammlung suchen. Auch ein vorläufiger Verbleib in Wittenberg sei dabei denkbar. Zum anderen solle das Gremium die Historie aufarbeiten und ganz klar Verantwortlichkeiten für die Situation klären. „Wir müssen sehr kritisch hinterfragen wie die jetzigen Probleme entstanden und wo im Projektverlauf Fehler passierten. In der Vergangenheit wurden offensichtlich nicht alle Faktoren bedacht. Wir wollen jetzt genau wissen, warum“, äußert sich Barbara Schencke abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Max Freiheit
19.04.2013, 19:08 Uhr
Ah ja...
die vielen der Bürgerinitiative "positiv" im Gedächtnis gebliebene Frau Barbara Schencke - aus dem Hauptausschuss, sowie dem Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus der Stadt...

Was ist eigentlich mit einem Mietspiegel für Nordhausen, hmm Frau Schenke?
Thomas Fichtner
19.04.2013, 19:20 Uhr
Ich nicht! (das ist fürs Protokoll)
Während ich eine Bibliothek zwar auch weiterhin für sinnvoll erachte (besonders wegen Problematik der Langzeitspeicherung Digitaler Medien, des kulturellen Wertes von Büchern an sich und auch wegen diverser rechtlicher Probleme bei Digitaler Ausleihe), halte ich dieses Prunkprojekt schon die ganze Zeit für absolut überladen, fehlkonzipiert und überteuert!
Janko
20.04.2013, 00:47 Uhr
"mietspiegel" für nordhausen...
...ist ein tolles thema, wenn auch völlig unpassend zum threat-thema: mir ist seit januar meine miete um 40€ pro monat heraufgesetzt worden, mittels rechtsanwaltlicher gewalt und allem pipapo. das alles mit dem hinweis auf den mietspiegel in nordhausen.
ja, ähm - auf welchen denn?
hier sucht sich jeder, der meint, etwas zu sagen zu haben, das raus, was ihn unterstützt. völlig egal, ob das politiker oder vermieter sind. das ergebnis ist immer das gleiche: der niedere typ, der mit ohne geldrücklagen oder anwalt muss bluten.

jetzt frage ich ich: wer muss bluten für die kulturbibliothek? es kann doch nicht sein, dass grundlegende dinge und technisch wesentliche voraussetzungen in der ausschreibung "vergessen" wurden?
also, mir hat man während des studiums beigebracht, dass für eine überschreitung des kostenvoranschlages die architekten zur kasse gebeten werden würden.
jetzt sieht es so aus, als hätten die politischen befürworter versagt und pläne/entwürfe durchgewunken, die so gar nicht haltbar waren - und dies erkennbar von anfang an.
wer also zieht nun diese politiker zur kasse?

ich verrate es schonmal:
so, wie ich als kleiner bürger keine chance habe, um die mieterhöhung herumzukommen, die rechtlich auf höchst fragwürdig wackeligen füßen steht und deshalb zahlen muss, so haben die stadträte, die diesen mist mit der stadtbibliothek verbockt haben, rein gar nichts zu befürchten, finanziell zur rechenschaft gezogen zu werden und brauchen nicht zu befürchten, irgend eine ausgleich zahlen zu MÜSSEN.
ist nun mal so.

wie ist das in kunstgalerien: nur die kleinen bilder hängt man auf, von den großen lässt man lieber die finger.
Retupmoc
20.04.2013, 12:12 Uhr
Vorschlag
Alle Stadträte gehen in Pension. Die Geschicke der Stadt führt eine Person, die vom Volk in einfacger Mehrheit gewähllt wird. Das spart Geld und Nerven - und der Irsinn wird in jedem Fall weniger.
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