Di, 10:25 Uhr
16.03.2004
Jetzt sind es 10.000
Nordhausen (nnz). Sechs Monate war Dieter Hennig arbeitslos. Der gelernte Instandhaltungsmechaniker hatte gute Arbeit geleistet und verlor trotzdem seinen Job. Dann griff er zum Telefon und konnte vermittelt werden. Er war der 10.000ste.
In den neun Jahren ihres Bestehens hatte die Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen (GeAT) mehr als 10.000 Frauen und Männer einstellen können. Der Eingestellte mit der statistischen Nummer 10.000 ist Dieter Hennig. Der 45jährige war seit Mai vorigen Jahres arbeitslos, dann wurde er von der GeAT eingestellt und konnte an eine Nordhäuser Maschinenbaufirma verliehen werden.
Über die Bilanz, die auch die GeAT-Niederlassung in Nordhausen ziehen konnte, ist deren Leiter Bernd Fritschler durchaus zufrieden. In Spitzenzeiten beschäftigt die GeAT in Nordhausen weit über 100 Mitarbeiter. Manch einer sagt dazu auch Leiharbeiter. Das ist wohl auch der richtige Begriff, denn die GeAT leiht anderen Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen definierten Zeitraum aus. So können diese Unternehmen Kosten sparen, einen niedrigen Personalstamm selbst beschäftigen und in Spitzenzeiten schnell und flexibel reagieren und aufstocken. Auch Krankheitsphasen im Winter oder Urlaubszeiten im Sommer können mit Hilfe der Leiharbeit ausgeglichen werden. Letztlich wird dadurch das unternehmerische Risiko minimiert.
Seit dem 1. Januar gelten auch für die Leiharbeitsfirmen Tarife. Die GeAT hält diese ein, sind doch nach Aussage von Bernd Fritschler die Mitarbeiter hoch motiviert, obwohl es auch ab und zu Probleme gibt, die der GeAT-Niederlassungsleiter nicht verschweigen will. Die GeAT-Mitarbeiter kämen schließlich freiwillig zum Unternehmen, manchmal auch auf Empfehlung von Verwandten und Freunden. Bei Dieter Hennig war es dessen Schwiegersohn. Und der Markt in und um Nordhausen herum ist zum Teil schon verrückt. So bezahlen Unternehmen schon mal deutlich weniger als die GeAT nach ihrem Tarif. Trotzdem soll es sich unter dem berühmten Strich rechnen. Für die Unternehmen, die ausleihen, für die GeAT und vielleicht auch ein wenig für die Leiharbeiter selbst. Bleibt ihnen doch kaum noch eine Alternative.
Autor: nnzIn den neun Jahren ihres Bestehens hatte die Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen (GeAT) mehr als 10.000 Frauen und Männer einstellen können. Der Eingestellte mit der statistischen Nummer 10.000 ist Dieter Hennig. Der 45jährige war seit Mai vorigen Jahres arbeitslos, dann wurde er von der GeAT eingestellt und konnte an eine Nordhäuser Maschinenbaufirma verliehen werden.
Über die Bilanz, die auch die GeAT-Niederlassung in Nordhausen ziehen konnte, ist deren Leiter Bernd Fritschler durchaus zufrieden. In Spitzenzeiten beschäftigt die GeAT in Nordhausen weit über 100 Mitarbeiter. Manch einer sagt dazu auch Leiharbeiter. Das ist wohl auch der richtige Begriff, denn die GeAT leiht anderen Unternehmen ihre Mitarbeiter für einen definierten Zeitraum aus. So können diese Unternehmen Kosten sparen, einen niedrigen Personalstamm selbst beschäftigen und in Spitzenzeiten schnell und flexibel reagieren und aufstocken. Auch Krankheitsphasen im Winter oder Urlaubszeiten im Sommer können mit Hilfe der Leiharbeit ausgeglichen werden. Letztlich wird dadurch das unternehmerische Risiko minimiert.
Seit dem 1. Januar gelten auch für die Leiharbeitsfirmen Tarife. Die GeAT hält diese ein, sind doch nach Aussage von Bernd Fritschler die Mitarbeiter hoch motiviert, obwohl es auch ab und zu Probleme gibt, die der GeAT-Niederlassungsleiter nicht verschweigen will. Die GeAT-Mitarbeiter kämen schließlich freiwillig zum Unternehmen, manchmal auch auf Empfehlung von Verwandten und Freunden. Bei Dieter Hennig war es dessen Schwiegersohn. Und der Markt in und um Nordhausen herum ist zum Teil schon verrückt. So bezahlen Unternehmen schon mal deutlich weniger als die GeAT nach ihrem Tarif. Trotzdem soll es sich unter dem berühmten Strich rechnen. Für die Unternehmen, die ausleihen, für die GeAT und vielleicht auch ein wenig für die Leiharbeiter selbst. Bleibt ihnen doch kaum noch eine Alternative.

