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Fr, 10:53 Uhr
19.04.2013

nnz-Forum: Fragwürdiges Müllsammeln

Mit einem ganz besonderen Müllproblem beschäftigt sich jetzt ein Leser der nnz in unserem Forum und stellt einige Fragen...


Ich selbst kenne den Park Hohenrode ganz gut und bin dort mit ehrenamtlich tätig. Herumliegender Müll fällt mir dort eigentlich nicht oder nur selten auf. Auf Grund dessen, dass fast ständig Mitglieder des sehr aktiven Fördevereins dort tätig sind, dürfte dieser auch kaum toleriert werden. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, was die für Sonnabend anberaumte Aktion der Geocacher im Park Hohenrode überhaupt soll (die nnz berichtete).

Draußen in der Landschaft wächst uns das Müllproblem über dem Kopf, weil sich niemand kümmert. Ich erinnere an die Reihe "Schwarzbergs Wegwerfgesellschaft" in der nnz. Ich würde mir von den erfreulich einsatzbereiten Geocachern daher wünschen, dort Müll zu sammeln, wo er von Behörden und Bürgern ignoriert und toleriert wird, zum Beispiel an der Straße von Nordhausen nach Petersdorf, wo sich gegenwärtig die wandernden Kröten durch den Müll im Straßengraben wühlen.

Nicht zuletzt haben wir in der Landschaft draußen fast überall Pflegedefizite. Wie oft stehen wir vom BUND mit wenigen Hanseln bei solchen Einsätzen da. Auch dort könnten sich die Geocacher wirksam mit einbringen und nicht unbedingt im Park Hohenrode, wo nun wirklich erfreulicherweise schon sehr viel getan wird.
Bodo Schwarzberg

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Autor: red

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Kommentare
Fabian Blanke
19.04.2013, 15:45 Uhr
Danke für die Hinweise
Sehr geehrter Herr Schwarzberg,

es ist schön wieder von Ihnen zu hören und dass sie auch zu unserem Artikel ein Statement abgeben.

Die Aktion ist bestimmt nicht sinnlos und das weiß auch jeder, der sich richtig informiert.
Als ehrenamtliches Mitglied des Fördervereins wissen Sie aber bestimmt mehr als die Vorsitzende Frau Hartmann. Sie ist nämlich von unserem kleinen Arbeitseinsatz begeistert.
Unser Aufgabenfeld ist nicht nur das Müllsammeln, sondern auch das beseitigen von Totholz, die Bekämpfung des Knöterichs und diverse Arbeiten in und an der Villa.

Der Vorschlag mit dem Straßenrand ist zwar ganz schön aber nicht so einfach umzusetzen, da hier die Gefahren nicht zu unterschätzen sind.
Wer haftet zum Beispiel wenn sich jemand verletzt. Der Organisator ist nämlich immer verantwortlich und wenn es um Geld geht hört bestimmt die Freundschaft auf.
Auch gibt es Zuständigkeiten, die vorher abgeklärt werden sollten.

Wenn wir einmal beim Geld sind. Die Entsorgung des Mülls kostet und wenn wir Müll sammeln dann wollen wir den bestimmt nicht mit nach Hause nehmen und dort in der privaten Mülltonne entsorgen.

Es kam leider schon in der Vergangenheit dazu, dass Geocacher Ärger bekommen haben, weil sie den Müll stehen ließen. Sie hatten sich auf das Wort eines Mitarbeiters der Stadt verlassen, dass der Müll abgeholt wird. Am Ende sollten sie die Rechung dafür zahlen.

Vielleicht ist Ihnen auch bekannt, dass freiwillige Müllsammler vom Landratsamt an Orte geschickt wurden an denen vorher schon ABM-Kräfte Müll gesammelt hatten.
Die Sinnlosgkeit dieser Aktion steht wohl außer Frage.

Sie können uns aber gerne weitere Orte nennen und wir sammeln dann dort Müll.
Als einzige Bedingung setzen wir aber dass sie sich vorher darum kümmern wer den Müll entsorgt.

Mit freundlichen Grüßen,
Fabian Blanke
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