Fr, 05:00 Uhr
19.04.2013
Manfred Schütze wird 70
Einen Teil Nordhäuser Fußballgeschichte hat Manfred Schütze, unter Insidern auch als Heppel bekannt, schon mitgeschrieben. In Salza am 19.04 1943 geboren, war der dortige Dorfplatz in der Kindheit sein täglicher Trainingsplatz, bevor er von Empor Salza 1950 zu Motor Nordhausen West kam und dort unter August Lehmann und Willi Schönleiter sein Talent gefördert wurde...
1975: Schütze wurde Fußballer des Jahres (Foto: Archiv Verkouter)
Während seines Armeedienstes stieß er von Weißenfels zum ASK (später FC) Vorwärts Berlin, wo er bis 1967 zum Oberligaaufgebot zählte, Das war zugleich die erfolgreichste Zeit seiner Fußballerlaufbahn. Zweimal errang Schütze mit solchen bekannten Nationalspielern wie Fräßdorf, Nöldner, Körner den DDR-Meistertitel und kam wiederholt zu Auslandseinsätzen. In diese Zeit fällt auch seine Berufung in die DDR-Nachwuchsauswahl zum Länderspiel gegen Ungarn in Budapest (0:1) und in die Armeeauswahl, mit der er in Vietnam weilte.
Trotz zweier Meniskusoperationen gelangte der inzwischen 25-Jährige nach seinem Wechsel zum Halleschen FC Chemie zu 20 DDR-Oberligaspielen (1968 – 1970). Seine Verletzungen verhinderten jedoch mehr Einsätze im Leistungszentrum und so wurde seine Sehnsucht zum Nordhäuser Heimatverein Motor West immer größer. Am 1. Juni 1970 war er wieder in der Heimatstadt und hier wurde er bald zu einem torhungrigen und spielintelligenten Pfeiler der Ligaelf und 1972 ihr Kapitän.
Schlagzeilen in der Sportpresse wie Bombenschuss von Schütze, Dreimal Schütze, 20-Meter-Rakete brach den Bann, Prachttor von Schütze oder Schütze schoss goldenes Tor zeigen seine Stürmerqualitäten. Später war er dann mehr der Mittelfeldregisseur und Ratgeber für jüngere Fußballer. Bis 1978 schoss er in 166 Liga-Pflichtspielen 77 Tore und ist somit fünftbester Nordhäuser Schütze aller Zeiten.
Danach hat er bis 1985 als Trainer Nachwuchsmannschaften betreut und schaffte mit der 2. Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga.
1979 schloss er ein 5-jähriges Studium als Ing.-Ökonom erfolgreich ab, arbeitete viele Jahre im IFA-Motorenwerk als Angestellter. Ende der Achtzigerjahre führte er die FSG Salza in die Bezirksliga und in die Landesklasse. 1991 – 1993 fungierte Schütze bei Wacker als Geschäftsführer. Verdienste um den Nachwuchs erwarb er sich auch ab 1975 als Stützpunkttrainer des DTSB und Talentförderer des DFB bis 2012 sowie seit über fünfzehn Jahren als Kreislehrwart. Heute spielt der Ehemann und zweifache Familienvater hin und wieder, wenn es seine Kniebeschwerden zulassen, noch im Wacker-Traditionsteam von Arndt Forberger.
Inzwischen hält ihn auch sein neues Hobby – das Golfen – hoffentlich noch lange bei Laune und guter Gesundheit.
Klaus Verkouter
Hier noch ein paar Bilder aus meinem Archiv
Mannschaftsfoto von 1970/71
Folgende Spieler/Trainer sind zu sehen:
Hinten v.l.n.r.: Düben, U. Hoffmann, Willing, Grübner, J. Weißhaupt, Setzepfand, MANFRED SCHÜTZE, Grafe, Trainer Knaust
Vorn: G. Hoffmann, Strehler, Gröper, Kronenberg, Lindemann, H. Weißhaupt
LKW von 1974 ist beschriftet
HFC-Bild aus Das Volk
Willing und Schütze – Privatfoto zur internen MNW-Auszeichnung für Schütze (leider sehr klein)
Autor: red
1975: Schütze wurde Fußballer des Jahres (Foto: Archiv Verkouter)
Während seines Armeedienstes stieß er von Weißenfels zum ASK (später FC) Vorwärts Berlin, wo er bis 1967 zum Oberligaaufgebot zählte, Das war zugleich die erfolgreichste Zeit seiner Fußballerlaufbahn. Zweimal errang Schütze mit solchen bekannten Nationalspielern wie Fräßdorf, Nöldner, Körner den DDR-Meistertitel und kam wiederholt zu Auslandseinsätzen. In diese Zeit fällt auch seine Berufung in die DDR-Nachwuchsauswahl zum Länderspiel gegen Ungarn in Budapest (0:1) und in die Armeeauswahl, mit der er in Vietnam weilte.Trotz zweier Meniskusoperationen gelangte der inzwischen 25-Jährige nach seinem Wechsel zum Halleschen FC Chemie zu 20 DDR-Oberligaspielen (1968 – 1970). Seine Verletzungen verhinderten jedoch mehr Einsätze im Leistungszentrum und so wurde seine Sehnsucht zum Nordhäuser Heimatverein Motor West immer größer. Am 1. Juni 1970 war er wieder in der Heimatstadt und hier wurde er bald zu einem torhungrigen und spielintelligenten Pfeiler der Ligaelf und 1972 ihr Kapitän.
Schlagzeilen in der Sportpresse wie Bombenschuss von Schütze, Dreimal Schütze, 20-Meter-Rakete brach den Bann, Prachttor von Schütze oder Schütze schoss goldenes Tor zeigen seine Stürmerqualitäten. Später war er dann mehr der Mittelfeldregisseur und Ratgeber für jüngere Fußballer. Bis 1978 schoss er in 166 Liga-Pflichtspielen 77 Tore und ist somit fünftbester Nordhäuser Schütze aller Zeiten.
Danach hat er bis 1985 als Trainer Nachwuchsmannschaften betreut und schaffte mit der 2. Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga.
1979 schloss er ein 5-jähriges Studium als Ing.-Ökonom erfolgreich ab, arbeitete viele Jahre im IFA-Motorenwerk als Angestellter. Ende der Achtzigerjahre führte er die FSG Salza in die Bezirksliga und in die Landesklasse. 1991 – 1993 fungierte Schütze bei Wacker als Geschäftsführer. Verdienste um den Nachwuchs erwarb er sich auch ab 1975 als Stützpunkttrainer des DTSB und Talentförderer des DFB bis 2012 sowie seit über fünfzehn Jahren als Kreislehrwart. Heute spielt der Ehemann und zweifache Familienvater hin und wieder, wenn es seine Kniebeschwerden zulassen, noch im Wacker-Traditionsteam von Arndt Forberger.
Inzwischen hält ihn auch sein neues Hobby – das Golfen – hoffentlich noch lange bei Laune und guter Gesundheit.
Klaus Verkouter
Hier noch ein paar Bilder aus meinem Archiv
Mannschaftsfoto von 1970/71
Folgende Spieler/Trainer sind zu sehen:
Hinten v.l.n.r.: Düben, U. Hoffmann, Willing, Grübner, J. Weißhaupt, Setzepfand, MANFRED SCHÜTZE, Grafe, Trainer Knaust
Vorn: G. Hoffmann, Strehler, Gröper, Kronenberg, Lindemann, H. Weißhaupt
LKW von 1974 ist beschriftet
HFC-Bild aus Das Volk
Willing und Schütze – Privatfoto zur internen MNW-Auszeichnung für Schütze (leider sehr klein)





