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Mo, 10:23 Uhr
08.03.2004

Kahlschlag oder normale Rodung?

Nordhausen (nnz). Im Südharz soll die Landesregierung nach Informationen der nnz wichtige Bereiche als FFH-Gebiete nachgemeldet haben. Doch ist damit die Gefahr eines Rohstoffabbaus gebannt? Umweltschützer befürchten einen Abbau durch die Hintertür.


Harzfelder Holz/nnz-Foto: Wiethoff Ein Argument für die FFH-Nachmeldung soll nach Recherchen der nnz der prioritäre Buchenwaldbestand sein. Nun befürchten Naturschützer, dass dieses Argument „beseitigt“ werden könnte. Hintergrund der Annahme sind Beobachtungen, denen zufolge weite Bestände des Buchenwaldes angeholzt werden sollen. Dadurch könnte quasi der FFH-Nachmeldung die Begründung genommen werden.

Im Bereich des Harzfelder Holzes ist in den zurückliegenden Tagen tatsächlich die Kettensäge zum Einsatz gekommen. Wie der Leiter des Ilfelder Forstamtes jedoch der nnz sagte, sei das jedoch ein normaler Einschlag, um den Wald in Form zu bringen. Vor allem würde zu alte und morsche Bäume gefällt werden, damit der junge Wald eine Chance zum Nachwachsen habe, so Klaus Wilhelm Brüggemann.

Der Wald in diesem Areal gehört zum großen Teil der Forstgemeinschaft Günzdorf, Teile des Giebichenhagens gehören aber auch dem Bundesforst. Die Forstgemeinschaft Günzdorf ist jedoch im Landkreis Nordhausen für eine nachhaltige Nutzung des Waldbestandes bekannt, hier werde auf keinen Fall komplett abgeholzt, bestätigte Steffen Meyer aus dem Umweltamt der Stadt Nordhausen der nnz. Meyer gab aus seiner Sicht auch Entwarnung für das Gebiet. Hier seien alle Voraussetzungen gegeben, um als FFH-Gebiet Bestand zu haben.

Bleibt der Winkelberg. Der soll von der Landesregierung nicht vor einem Rohstoffabbau geschützt werden, der BUND sprach in der nnz von einem „Bauernopfer“. Doch die zentrale Lage des Winkelberges würde sich verheerend auf alle anderen Areale in der Rüdigsdorfer Schweiz auswirken, meinen die Naturschützer und wollen mit weiteren Protestaktionen auf den unbedingten Erhalt dieses Reviers aufmerksam machen.
Autor: nnz

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