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Di, 12:43 Uhr
26.03.2013

Erinnerungen gesucht

Im Mehrgenerationenhaus (Megeha) in Nordhausen soll ein so genanntes “Einnerungszimmer” eingerichtet werden. Hintergrund ist die ständig stärker nachgefragte Betreuung von an Demenz erkrankten Frauen und Männern in und um Nordhausen...


“Wissenschaftliche Erhebungen haben ergeben, dass demente Menschen sich teilweise einen Teil ihres Gedächtnisses, ihrer Erinnerungen zurückholen können, wenn sie Gerüche oder Gegenstände wahrnehmen können, die weit in ihrer Lebensbiographie zu finden sind”, erläutert Franca Bergmann von LIFT.

Und genau für den Aufbau eines solchen Erinnerungszimmers suchen die Megeha-Macher nun Einrichtungsgegenstände (Mobilar), die den Charme und den Charakter der 50er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wiedergeben. Wer solche Möbelstücke ungenutzt im Haus oder im Keller zu stehen hat, kann sich gern an Erika Tschirr (03631/694415) wenden. Die Möbelstücke werden dann besichtigt und abgeholt.

Das Erinnerungszimmer ist jedoch nur eine Facette im umfangreichen Angebot, das sich nicht nur den Erkrankten zuwendet, sondern vor allem den Familienangehörigen, die mit der Betreuung und der Pflege mitunter an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Belastbarkeit stoßen. Ihnen einen Teil dieser Last abnehmen - das ist das Ziel des Megeha-Projekts “Alter und Pflege”. Für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Projektes “Alter und Pflege” war die Beschäftigung mit dementen Menschen und deren Betreuung noch vor einem Jahr absolutes Neuland. Nun ist das Mehrgenerationenhaus in Nordhausen nicht nur zertifiziert, sondern kann Angebote machen, die eine willkommene Ergänzung zur eigentlichen Pflege darstellen.

Da ist unter anderen die “Betreuungsgruppe” im Megeha. Immer donnerstags beschäftigen sich die ehrenamtlichen Helferinnen mit den Erkrankten. Sie spielen mit ihnen, trinken in Gemeinschaft Kaffee oder essen Kuchen. Zusammen mit dem Patenkindergarten wurde vor einigen Tagen der Osterbaum in der Freiherr-vom-Stein-Straße geschmückt.

Ein weiteres Angebot, vor allem zur ersten Kontaktaufnahme - ist das Café “Sternschnuppe”. Hier können erste Gespräche geführt werden, hier gibt es auch die Sprechstunde einer erfahrenden Krankenschwester, hier gibt es Hinweise und Unterstützung bei Formalien oder Behördengängen.Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat hat das Café geöffnet. Die Kontaktsuchenden können ihren erkrankten Angehörigen gern auch zu dieser Zeit mitbringen, der Helferinnenkreis kümmert sich um sie.

Apropos Helferinnen. Da das Angebot des Nordhäuser Mehrgenerationenhauses auf eine immer größere Resonanz stößt, können sich Frauen und Männer als ehrenamtliche Helfer bei LIFT bewerben. Nach einem ersten Gespräch und bei bestehendem Interesse wird eine Schulung angeboten. Aber, auch das stellt Franca Bergmann klar: Die Angebote des Mehrgenrationenhauses sind immer nur eine Ergänzung, sie können niemals die Pflege durch die Angehörigen oder durch Pflegedienste ersetzen.
Autor: red

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