Do, 09:36 Uhr
04.03.2004
Relativ stabil
Nordhausen (nnz). Nach Aussagen der Agentur für Arbeit in Nordhausen hat es im Februar kaum Veränderungen gegenüber dem Januar gegeben. Das heißt jedoch nichts anderes, als das die Arbeitslosigkeit weiterhin auf einem hohen Sockel verharrt. Die aktuellen Zahlen mit einem Klick.
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordhausen hat sich im Februar geringfügig verringert, und zwar um 41 auf 10.432. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 165 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen abhängigen Erwerbspersonen, betrug im Februar 22,9 %. Vor einem Jahr stand die Quote bei 23,0 %. Im Februar meldeten sich 1.151 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 169 Personen oder 17 % mehr als vor einem Jahr.
Gleichzeitig beendeten 1.188 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 301 oder 34 % mehr als vor Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im Februar 380 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Rückgang von 57. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 127 Stellen weniger.
Der Überblick für Nordthüringen
Im Monat Februar meldeten sich in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nordhausen 3.882 Frauen und Männer arbeitslos, genau so viele konnten aber auch die Arbeitslosigkeit beenden. Damit hat sich insgesamt die Arbeitslosenzahl in Nordthüringen nicht verändert. Erstmals kam es seit der statistischen Erfassung im Bezirk der Agentur in einem Februar nicht zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Gleichzeitig hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert, so dass am Monatsende nur noch 274 Personen mehr arbeitslos waren als vor zwölf Monaten. Im Januar betrug dieser Abstand noch 818. Saisonal bedingt haben im Februar nochmals mehr Männer als Frauen ihren Arbeitsplatz verloren, so dass am Monatsende fast 100 mehr registriert waren. Ingesamt gab es 17.513 arbeitslose Männer, das bedeutet einen Anteil von 53,2 Prozent an allen Arbeitslosen. Bei den Frauen waren 15.433 betroffen, damit liegt die Arbeitslosenquote der Frauen um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert und beträgt 22,6 Prozent. Die Quote für die Männer errechnet sich in Höhe von 23,3 Prozent und ist damit so hoch wie vor einem Jahr.
35 Prozent der gemeldeten Personen waren am Monatsende länger als zwölf Monate arbeitslos. Das bedeutet, dass 11.614 Langzeitarbeitslose in den Geschäftsstellen der Agentur betreut werden müssen. Im Januar gab es rund 40 mehr, aber vor einem Jahr waren fast 790 weniger betroffen. Dieser Anstieg zum Vorjahresmonat resultiert zur Hälfte aus der Entwicklung im Landkreis Eichsfeld. Hier ist seit Jahresanfang 2003 festzustellen, dass mehr Arbeitnehmer mit gewerblichen Berufen arbeitslos wurden und die Angebote im Jahresverlauf den Arbeitsplatzabbau nicht ausgleichen konnten. Die meisten Handwerksbetriebe haben ihre Beschäftigtenzahl konstant gehalten oder sogar reduziert. Auch die Arbeitsangebote aus den Unternehmen der angrenzenden alten Bundesländer blieben verhaltener als im Vorjahr. Aus einer Erwerbstätigkeit meldeten sich im Berichtsmonat 2.172 Personen arbeitslos, rund 80 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und rund zwei Drittel weniger als im Vormonat. Besonders Arbeitnehmer mit Dienstleistungsberufen waren im Februar von Entlassungen betroffen.
Aus einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung mündeten erst einmal 271 junge Frauen und Männer in die Arbeitslosigkeit, weil sie nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz gefunden haben oder viele Ausbildungsbetriebe nicht ihre Auszubildenden übernehmen konnten. Seit Jahresbeginn gingen damit insgesamt 445 junge Menschen nach einer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit, fast 100 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen im Alter unter 25 Jahren ist von 3.550 im Januar auf 3.716 Ende Februar angestiegen, das sind insgesamt aber 153 weniger als vor einem Jahr. Hier greifen die besonderen Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsvermittlung für Jugendliche.
Einen neuen Arbeitsplatz im ersten und zweiten Arbeitsmarkt fanden 1.688 Frauen und Männer. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 244, ist aber noch kein Ausgleich für die entlassenen Arbeitnehmer im Monatsverlauf. Die Arbeitsaufnahme erfolgte in 558 Fällen durch Vermittlung der Arbeitsagentur, 527 Arbeitnehmer wurden vom gleichen Arbeitnehmer wieder eingestellt und 457 suchten sich selbst einen Job. Insgesamt wurde die Einstellung von 174 Personen mit Eingliederungszuschüssen gefördert. Den Schritt in die Selbständigkeit wagten im Februar 92 Arbeitslose, davon 34 mit der Gründung einer Ich-AG.
Die Beschäftigtenzahl in den Personal-Service-Agenturen beinhaltet im Februar noch die Zahl der über Maatwerk Deutschland vertraglich gebundenen Arbeitnehmer. Wegen der Kündigung der Verträge werden im März die Arbeitnehmer, die nicht in andere Unternehmen vermittelt werden konnten, in die Arbeitslosigkeit gehen.
Innerhalb der Geschäftsstellen wird nur in der Region Heiligenstadt eine Zunahme der Arbeitslosenzahl ausgewiesen. Die Ursache liegt in mehr Arbeitslosmeldungen von Männern mit handwerklichen Berufen als im Vorjahr, und die Zahl der Stellenangebote liegt unter dem Vorjahresniveau. Damit waren im Februar 57,6 Prozent der Arbeitslosen Männer. Ein so hoher Anteil ist in keiner anderen Geschäftsstelle festzustellen.
Autor: nnz
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordhausen hat sich im Februar geringfügig verringert, und zwar um 41 auf 10.432. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 165 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen abhängigen Erwerbspersonen, betrug im Februar 22,9 %. Vor einem Jahr stand die Quote bei 23,0 %. Im Februar meldeten sich 1.151 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 169 Personen oder 17 % mehr als vor einem Jahr.
Gleichzeitig beendeten 1.188 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 301 oder 34 % mehr als vor Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im Februar 380 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar ist das ein Rückgang von 57. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 127 Stellen weniger.
Der Überblick für Nordthüringen
Im Monat Februar meldeten sich in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nordhausen 3.882 Frauen und Männer arbeitslos, genau so viele konnten aber auch die Arbeitslosigkeit beenden. Damit hat sich insgesamt die Arbeitslosenzahl in Nordthüringen nicht verändert. Erstmals kam es seit der statistischen Erfassung im Bezirk der Agentur in einem Februar nicht zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Gleichzeitig hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert, so dass am Monatsende nur noch 274 Personen mehr arbeitslos waren als vor zwölf Monaten. Im Januar betrug dieser Abstand noch 818. Saisonal bedingt haben im Februar nochmals mehr Männer als Frauen ihren Arbeitsplatz verloren, so dass am Monatsende fast 100 mehr registriert waren. Ingesamt gab es 17.513 arbeitslose Männer, das bedeutet einen Anteil von 53,2 Prozent an allen Arbeitslosen. Bei den Frauen waren 15.433 betroffen, damit liegt die Arbeitslosenquote der Frauen um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert und beträgt 22,6 Prozent. Die Quote für die Männer errechnet sich in Höhe von 23,3 Prozent und ist damit so hoch wie vor einem Jahr.
35 Prozent der gemeldeten Personen waren am Monatsende länger als zwölf Monate arbeitslos. Das bedeutet, dass 11.614 Langzeitarbeitslose in den Geschäftsstellen der Agentur betreut werden müssen. Im Januar gab es rund 40 mehr, aber vor einem Jahr waren fast 790 weniger betroffen. Dieser Anstieg zum Vorjahresmonat resultiert zur Hälfte aus der Entwicklung im Landkreis Eichsfeld. Hier ist seit Jahresanfang 2003 festzustellen, dass mehr Arbeitnehmer mit gewerblichen Berufen arbeitslos wurden und die Angebote im Jahresverlauf den Arbeitsplatzabbau nicht ausgleichen konnten. Die meisten Handwerksbetriebe haben ihre Beschäftigtenzahl konstant gehalten oder sogar reduziert. Auch die Arbeitsangebote aus den Unternehmen der angrenzenden alten Bundesländer blieben verhaltener als im Vorjahr. Aus einer Erwerbstätigkeit meldeten sich im Berichtsmonat 2.172 Personen arbeitslos, rund 80 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und rund zwei Drittel weniger als im Vormonat. Besonders Arbeitnehmer mit Dienstleistungsberufen waren im Februar von Entlassungen betroffen.
Aus einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung mündeten erst einmal 271 junge Frauen und Männer in die Arbeitslosigkeit, weil sie nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz gefunden haben oder viele Ausbildungsbetriebe nicht ihre Auszubildenden übernehmen konnten. Seit Jahresbeginn gingen damit insgesamt 445 junge Menschen nach einer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit, fast 100 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen im Alter unter 25 Jahren ist von 3.550 im Januar auf 3.716 Ende Februar angestiegen, das sind insgesamt aber 153 weniger als vor einem Jahr. Hier greifen die besonderen Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsvermittlung für Jugendliche.
Einen neuen Arbeitsplatz im ersten und zweiten Arbeitsmarkt fanden 1.688 Frauen und Männer. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 244, ist aber noch kein Ausgleich für die entlassenen Arbeitnehmer im Monatsverlauf. Die Arbeitsaufnahme erfolgte in 558 Fällen durch Vermittlung der Arbeitsagentur, 527 Arbeitnehmer wurden vom gleichen Arbeitnehmer wieder eingestellt und 457 suchten sich selbst einen Job. Insgesamt wurde die Einstellung von 174 Personen mit Eingliederungszuschüssen gefördert. Den Schritt in die Selbständigkeit wagten im Februar 92 Arbeitslose, davon 34 mit der Gründung einer Ich-AG.
Die Beschäftigtenzahl in den Personal-Service-Agenturen beinhaltet im Februar noch die Zahl der über Maatwerk Deutschland vertraglich gebundenen Arbeitnehmer. Wegen der Kündigung der Verträge werden im März die Arbeitnehmer, die nicht in andere Unternehmen vermittelt werden konnten, in die Arbeitslosigkeit gehen.
Innerhalb der Geschäftsstellen wird nur in der Region Heiligenstadt eine Zunahme der Arbeitslosenzahl ausgewiesen. Die Ursache liegt in mehr Arbeitslosmeldungen von Männern mit handwerklichen Berufen als im Vorjahr, und die Zahl der Stellenangebote liegt unter dem Vorjahresniveau. Damit waren im Februar 57,6 Prozent der Arbeitslosen Männer. Ein so hoher Anteil ist in keiner anderen Geschäftsstelle festzustellen.


