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Mi, 07:28 Uhr
03.03.2004

Nicht umsonst – aber günstig

Nordhausen (nnz). Immer wenn es ums Geld geht, gibt es Interesse. Auch das Interesse am „Thüringen Kapital“ ist bereits groß. Offiziell soll das Projekt am 15. März gestartet werden. Gestern gab es in Nordhausen schon Vorab-Infos – auch für die nnz.


Mit Rucksack verabschiedet: Wierlacher, Scholz, Claus (von rechts) Es war kein Geringerer als der Vorstand der Thüringer Aufbaubank (TAB), Matthias Wierlacher, der rund 50 Unternehmern aus dem Landkreis Nordhausen das Projekt „Thüringen Kapital“ erläuterte. Möglich gemacht hatten das das Regionalmanagement des Landkreises Nordhausen und die Unternehmensberatung Beuthel und Scholz.

Wierlacher stellte in der Wallrothstraße zunächst kurz „seine“ Bank vor. Sie sei vor allem ein Partner der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat. So seien rund 99 Prozent aller bewilligten Anträge von dieser Unternehmensgruppe gestellt worden. Um jedoch noch besser auf deren Bedürfnisse reagieren zu können, habe man die TAB jetzt klarer strukturiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium nach Finanzierungs-Alternativen gesucht.

Eine davon ist das „Thüringen Kapital“. Mit dem Geld, das ab Mitte März beantragt werden kann, soll in erster Linie die Eigenkapitaldecke der Unternehmen gestärkt werden. Gerade in dieser Position habe man die eigentlichen Schwächen der Unternehmen gesehen, die nach der Wende in Thüringen „an den Start“ gegangen seien. Und genau diese dünne Decke sei es, die den Unternehmer zunehmend Schwierigkeiten bei der Kreditierung mache. Schließlich sei das Eigenkapital ein starkes Bewertungskriterium beim Ranking.

Wierlacher nannte zudem lange Laufzeiten des „Thüringen Kapital“ sowie den Verzicht der TAB auf bankähnliche Sicherheiten als die Vorteile für die Antragsteller. Freilich, kostenlos können auch die 20.000 bis 100.000 Euro nicht vergeben werden, schließlich müsse sich auch die TAB das Geld am Kapitalmarkt besorgen. Der Zinssatz werde sich zwischen 7,5 und 11,5 Prozent bewegen. Sechs bis zehn Millionen Euro sollen in diesem Jahr aufgelegt werden und Matthias Wierlacher versprach eine Bearbeitungszeit von etwa vier Wochen. Die anwesenden Unternehmen hatte viele konkrete Fragen, die nach Auffassung von Landrat Joachim Claus (CDU) auch ein Signal für das künftige Interesse am „Thüringen Kapital“ seien.
Autor: nnz

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