Fr, 14:09 Uhr
15.03.2013
Falsch ausgesagt
Weil sie bei der Polizei einen 48-jährigen Eichsfelder zu Unrecht belastet hat, muss eine Heiligenstädterin die Kosten eines Strafverfahrens und den Anwalt des zu Unrecht angeklagten Mannes - schätzungsweise 1000 Euro - zahlen...
Das Amtsgericht Mühlhausen hat den wegen sexuellen Missbrauchs Angeklagten heute (Freitag) vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen mangels Tatnachweis freigesprochen. Die 29-Jährige hatte als Zeugin heute geschwiegen, um sich nicht weiter zu belasten.
Aber in einem Brief ans Gericht kurz vor der Verhandlung die Vorwürfe zurückgenommen. "Da fühlt sich die Justiz verarscht und als Mittel zum Zweck" , sagte Richter Rüdiger Richel in der Urteilsbegründung. Die Frau muss nun mit einem Verfahren wegen falscher Verdächtigung rechnen. Die Kosten fürs Polizei-Taxi, das sie von Heiligenstadt zum Gerichtsort brachte, muss sie ebenfalls zahlen.
Autor: redDas Amtsgericht Mühlhausen hat den wegen sexuellen Missbrauchs Angeklagten heute (Freitag) vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen mangels Tatnachweis freigesprochen. Die 29-Jährige hatte als Zeugin heute geschwiegen, um sich nicht weiter zu belasten.
Aber in einem Brief ans Gericht kurz vor der Verhandlung die Vorwürfe zurückgenommen. "Da fühlt sich die Justiz verarscht und als Mittel zum Zweck" , sagte Richter Rüdiger Richel in der Urteilsbegründung. Die Frau muss nun mit einem Verfahren wegen falscher Verdächtigung rechnen. Die Kosten fürs Polizei-Taxi, das sie von Heiligenstadt zum Gerichtsort brachte, muss sie ebenfalls zahlen.


