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Do, 19:01 Uhr
14.03.2013

Fachklinik mit Tradition

Pünktlich zum morgigen bundesweiten Tag der Rückengesundheit hat Landrätin Birgit Keller heute auf ihrer Info-Tour die Helios-Klinik in Bleicherode besucht. Rückenleiden gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern des Fachkrankenhauses für Orthopädie...


Die knapp 150 Mitarbeiter, darunter 23 Ärzte, kümmern sich jährlich um rund 6.500 Patienten ambulant und 4.200 stationär. „Davon behandeln wir im stationären Bereich 2.000 Patienten konservativ, also ohne Operation“, spielte Geschäftsführerin Gudrun Bartl auf den allgemeinen Vorwurf an, es würde zu viel operiert in deutschen Krankenhäusern. „Wir versuchen immer alles, um Operationen zu vermeiden.“

Die Orthopädische Fachklinik, die im vergangenen Jahr ihren 60. Geburtstag feierte, bietet ein breites Spektrum – von Traumatologie bis Rheumaorthopädie, ist Gelenk- und Wirbelsäulenzentrum und ein zertifiziertes Zentrum für Osteologie. Dr. Christian Meyer, Chefarzt der Inneren Medizin und Osteoporose-Fachmann, informierte über Risikofaktoren, die zu dieser Erkrankung führen können wie zum Beispiel zu wenig Bewegung, mangelhafte Ernährung oder Medikamente wie Kortison und erläuterte Birgit Keller, wie eine Knochendichtemessung funktioniert. Osteoporose-Patienten werden in Bleicherode u.a. mit Wassergymnastik im hauseigenen Bewegungsbecken behandelt.

Das Fachkrankenhaus steht auch in Kontakt mit den Osteoporose-Selbsthilfegruppen, von denen es allein im Landkreis Nordhausen vier gibt und bietet dazu regelmäßig Vorträge an. Die gibt es natürlich auch zu weiteren Themen – wie beispielsweise der Vortrag, den die Helios Klinik heute im Hörsaal gehalten hat: Anlässlich des Aktionstages ging es um Rückenschmerzen vorbeugen und behandeln.
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)
Landrätin unnterwegs (Foto: J. Piper)

Besuch der Lebenshilfe

„Wir kümmern uns insgesamt um 600 Menschen mit Behinderung, davon arbeiten 550 in unseren Werkstätten“, erläuterte Tilly Pape, Geschäftsführerin der Nordthüringer Lebenshilfe, deren Werkstätten Birgit Keller heute ebenfalls besichtigte. „Es ist erstaunlich, was Menschen mit Behinderung mit der entsprechenden Förderung alles leisten können“, so Tilly Pape.

Die Aufgaben in den Werkstätten reicht u.a. von der Aufbereitung antiker Möbel über einen Büroservice, eine Wäscherei und eine moderne Großküche bis hin zum Recycling, einer Metallwerkstatt und zum Bau von Zäunen – die Weiden dafür werden selbst angebaut. Die Lebenshilfe erledigt Aufträge verschiedenster Art für Firmen aus der Region und verkauft selbst angefertigte Produkte wie Kerzen und Keramik im eigenen Geschäft, Hinter der Steinmühle 6 in Nordhausen.

Die Arbeit mit Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen allein unter Kostengesichtspunkten zu betrachten, gehe am Kern dieser Aufgabe vorbei, sagte Landrätin Keller. Eine große Herausforderung für die kommenden Jahre sieht die Lebenshilfe-Chefin in dem Älterwerden der Menschen mit Behinderung. Denn hier werde der Bedarf zunehmen und die Sozialgesetzgebung habe darauf noch nicht entsprechend reagiert, so Tilly Pape. Ihr Ziel sei es, ein Angebot für Menschen mit Behinderung im Rentenalter zu schaffen. Gelinge dies, dann gebe es im Landkreis Nordhausen eine ununterbrochene Kette von Einrichtungen, die sich um Menschen mit Behinderung kümmern, von der integrativen Kita, über die interdisziplinäre Frühförderstelle, Schulen, Wohnheime und Werkstätten bis zu einem speziellen Seniorenangebot. „Dann hätten wir etwas Tolles für unseren Landkreis erreicht“, so Tilly Pape.
Autor: red

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Kommentare
-----7
14.03.2013, 19:35 Uhr
Lebenshilfe
Ich denke, sie hat einen eigenen Artikel verdient, nicht dass sie in diesem untergeht. Und Kontaktmöglichkeiten wären auch sinnvoll.
I.H.
14.03.2013, 19:58 Uhr
Kim Jong Keller?
An den zuständigen Fotoreporter: Was soll das hier sein? Kim Jong Keller guckt Gesundheitswesen? Oder gehts hier um die Klinik bzw. die Lebenshilfe?
katertiger
15.03.2013, 07:00 Uhr
Orthopädie oder Lebenshilfe
Ich denke, jeder Fachbereich hätte einen eigenen Artikel beansprucht, denn begrüßendswert sind beide.
Ganz besonders die Arbeit der Lebenshilfe ist zu erwähnen, die doch mehr oder weniger von Zuschüssen existieren muss.
Bei der Fotodokumentation weiß man nicht so richtig, was ist hier gemeint, an welchem Ort befinde ich mich?
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