Do, 14:45 Uhr
14.03.2013
Gekurbelt
Viel wurde an dieser Stelle bereits über das Nordhäuser Unternehmen Feuer Powertrain berichtet. Die nnz hat dessen Entwicklung von Werk 1 im Jahr 2003 bis zum Werk 5 im vergangenen Jahr begleitet. Jetzt verlassen die Nordhäuser die heimatlichen Gefilde...
Nach den fünf Werken, die in den vergangenen zehn Jahren an der Nordhäuser Rothenburgstraße gebaut wurden, soll in diesem Jahr ein sechstes Werk folgen. Ein richtiges Werk ist es nicht, was da entstehen wird, sondern ein Lager- und Logistikzentrum. Mit dem Neubau wird das Unternehmen in die Lage versetzt, mehr vertraglich gebundene Kurbelwellen nicht nur herzustellen, sondern den Kundenbedarf für drei bis vier Monate auch zu lagern. Der Kunden-Bedarf für einen Monat wird nach wie vor in den vorhandenen Logistikbereichen der Werke gelagert und dort abgeholt.
Angekurbelt (Foto: Feuer Powertrain)
Geschäftsführer Oliver Wönnmann sagte im Gespräch mit der nnz, dass das Unternehmen bereits jetzt eine Fläche bei der Landesentwicklugsgesellschaft (LEG) reserviert habe, auf der ein siebtes großes Werk errichtet werden könnte.
Während von diesem Vorhaben noch im Konjunktiv gegenüber der nnz gesprochen wird, ist der Schritt über den "großen Teich" bereits Realität. Schon im nächsten Jahr wird Feuer Powertrain in den USA ein Werk bauen. Momentan haben die Nordhäuser drei Standorte in drei verschiedenen Bundesstaaten im Blick. "Dort werden wir - wie alle anderen Investoren auch - mit offenen Armen empfangen. Bauteile für Verbrennungsmotore haben seit dem Thema Fracking in den USA wieder Hochkonjunktur. Die Preise für Benzin und Diesel fallen und die Amerikaner kaufen am liebsten Fahrzeuge mit V8-Motoren", sagt Wönnmann schmunzelnd mit dem dem Blick auf einen immer lukrativer werdenden Mark.
Schon jetzt produziert Powertrain für namhafte US-Hersteller, die dann aus dem Werk in den "Staaten" bedient werden können, in dem in der Anfangsphase 100 Frauen und Männer beschäftigt werden sollen. Logistikkosten minimieren sich. Die in Nordhausen frei werdenden Kapazitäten können dann für Aufträge aus Deutschland oder Europa genutzt werden, die eigentlich schon fest in der "Pipeline" sind.
Das aber wird in punkto Internationalisierung nicht alles sein, denn auch Feuer Powertrain kann sich dem Wachstumsmarkt Nummer 1 nicht entziehen. China. Neben den vorhandenen Aufträgen für einen chinesischen Autobauer (SAIC) liefert das Nordhäuser Werk Kurbelwellen an VW und GM in China. Aber diese Kapazitäten reichen nicht, um den Anschluss in Asien nicht zu verschlafen.
Ab dem Jahr 2016 wird also in Fernost ein Werk gebaut, das sich als erster Schritt als reines Montagewerk versteht. Ein Joint Venture lehnen die Nordhäuser ab, für den ersten Schritt des Vorhabens bringen sie das nötige Kapital selbst mit.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redNach den fünf Werken, die in den vergangenen zehn Jahren an der Nordhäuser Rothenburgstraße gebaut wurden, soll in diesem Jahr ein sechstes Werk folgen. Ein richtiges Werk ist es nicht, was da entstehen wird, sondern ein Lager- und Logistikzentrum. Mit dem Neubau wird das Unternehmen in die Lage versetzt, mehr vertraglich gebundene Kurbelwellen nicht nur herzustellen, sondern den Kundenbedarf für drei bis vier Monate auch zu lagern. Der Kunden-Bedarf für einen Monat wird nach wie vor in den vorhandenen Logistikbereichen der Werke gelagert und dort abgeholt.
Angekurbelt (Foto: Feuer Powertrain)
Geschäftsführer Oliver Wönnmann sagte im Gespräch mit der nnz, dass das Unternehmen bereits jetzt eine Fläche bei der Landesentwicklugsgesellschaft (LEG) reserviert habe, auf der ein siebtes großes Werk errichtet werden könnte.
Während von diesem Vorhaben noch im Konjunktiv gegenüber der nnz gesprochen wird, ist der Schritt über den "großen Teich" bereits Realität. Schon im nächsten Jahr wird Feuer Powertrain in den USA ein Werk bauen. Momentan haben die Nordhäuser drei Standorte in drei verschiedenen Bundesstaaten im Blick. "Dort werden wir - wie alle anderen Investoren auch - mit offenen Armen empfangen. Bauteile für Verbrennungsmotore haben seit dem Thema Fracking in den USA wieder Hochkonjunktur. Die Preise für Benzin und Diesel fallen und die Amerikaner kaufen am liebsten Fahrzeuge mit V8-Motoren", sagt Wönnmann schmunzelnd mit dem dem Blick auf einen immer lukrativer werdenden Mark.
Schon jetzt produziert Powertrain für namhafte US-Hersteller, die dann aus dem Werk in den "Staaten" bedient werden können, in dem in der Anfangsphase 100 Frauen und Männer beschäftigt werden sollen. Logistikkosten minimieren sich. Die in Nordhausen frei werdenden Kapazitäten können dann für Aufträge aus Deutschland oder Europa genutzt werden, die eigentlich schon fest in der "Pipeline" sind.
Das aber wird in punkto Internationalisierung nicht alles sein, denn auch Feuer Powertrain kann sich dem Wachstumsmarkt Nummer 1 nicht entziehen. China. Neben den vorhandenen Aufträgen für einen chinesischen Autobauer (SAIC) liefert das Nordhäuser Werk Kurbelwellen an VW und GM in China. Aber diese Kapazitäten reichen nicht, um den Anschluss in Asien nicht zu verschlafen.
Ab dem Jahr 2016 wird also in Fernost ein Werk gebaut, das sich als erster Schritt als reines Montagewerk versteht. Ein Joint Venture lehnen die Nordhäuser ab, für den ersten Schritt des Vorhabens bringen sie das nötige Kapital selbst mit.
Peter-Stefan Greiner


