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Mo, 18:41 Uhr
01.03.2004

Freiwillig, kostenlos aber nicht umsonst

Nordhausen (nnz). Da gibt es Leute, die opfern ihre Freizeit für andere und kriegen nicht mal Geld dafür. Warum machen die das? nnz konnte dieser Frage heute nachmittag im Landratsamt nachgehen, denn da wurden zahlreiche Freiwillige ausgezeichnet.


Ausgezeichnete Johanniter

Der Landrat hatte zum Runden Tisch geladen, diesmal nicht um Probleme zu wälzen, sondern um verdienstvolle Jugendgruppenleiter auszuzeichnen. Diese Veranstaltung im Großen Plenarsaal hat Tradition, 12 Mal wurden junge und nicht mehr so junge Menschen für ihre Verdienste geehrt. Es gab eine Urkunde und Blumen, nur eine kleine Anerkennung für die meist jahrelange Tätigkeit in der Jugendarbeit.

Ganz unterschiedliche Gründe sprachen für die Nominierung der Freiwilligen. Aus allen Organisationen kamen sie, Parteien, Kirchen, Gemeindeverwaltungen. Geehrt wurden diesmal: Alexander Gauer und Christoph Stephan von der Johanniter Unfall Hilfe. Sie kümmern sich um den Jugendtreff JoJo in Niedersalza oder die medizinische Versorgung von Veranstaltungen, zum Beispiel in der KZ- Gedenkstätte Lager Dora.

Die Junge Union schlug Manuel Thume vor. Er ist seit 2001 Kreisvorsitzender und organisiert unter anderem Proberäume für Bands.
Katrin Dilefeld und Göran Müller wurden von der Gemeidneverwaltung Lipprechterode und Kleinbodungen vorgeschlagen. Sie sind aktiv im Jugendklub in Lipprechterode. Der Kinder Kirchen Laden der evangelischen Kirche nominierte Kristin Könitzer und Theresia Ertauer. Die beiden 16jährigen leiten seit drei Jahren die Kindergruppe "Goldfischlis".

Ronny von Glahn und Sebastian Friedrichs von der SJD Falken kümmern sich um das Internetcafè in der Villa Kunterbunt und um die Onlinepräsenz des Jugendverbands. Sie waren auch bei der Organisation der Anne Frank Ausstellung im letzten Jahr beteiligt und wollen sich diesjahr bei der Aktion "Spur der Steine" einbringen.
Das Christliche Begegnungszentrum in der Grimmelallee lobte die Arbeit von Astrid Fährich und Franziska Schmidt, die mit der Jugendband proben und Themenabende organisieren.

Der Kreisjugendring Nordhausen schlug Kilian Ball vor, der sich um den Aufbau eines Jugendklubs in Großwechsungen verdient gemacht hat. Landrat Joachim Claus (CDU) lobte das Engagement der freiwilligen Helfer und sprach ihnen seinen Dank aus. Er bedauerte, daß dies nur symbolisch geschehen könnte. Jugendarbeit sei aber immer bitter nötig, deswegen seien Menschen, die mit dem Herzen dabei sind so wichtig. Ohne eine innere Überzeugung wären die vielen Stunden Arbeit gar nicht zu leisten. Der Landrat möchte auch weiterhin Kinder- und Jugendarbeit mit den möglichen Mitteln unterstützen.

Zum Thema, warum machen die das eigentlich so ohne Geld, kann es keine abschließende Antwort geben, denn die Motivationen sind so vielfältig wie die Geehrten. Für den einen ist es wie ein Hobby, eine andere sieht es als Akt der Nächstenliebe. Eigentlich ist es auch nicht wichtig eine Antwort zu finden, Hauptsache ist doch, daß Kinder und Jugendliche Freizeitangebote und Ansprechpartner für ihre Probleme gefunden haben.
Autor: wf

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