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Di, 19:08 Uhr
12.03.2013

Das offizielle Schweigen

Journalisten müssen neugierige Menschen sein. Deshalb stellen sie ab und an Fragen. Zum Beispiel an die Verwaltungen. An die Stadtverwaltung hatten wir einige Fragen zum gegenwärtigen Stand der Haushaltsdiskussion....


Zuerst wollten wir wissen, wie sich derzeit der Stand der Planungen darstellt? Antwort aus dem Rathaus: In allen Ämtern hatte es Gespräche gegeben, an denen auch die ehrenamtlichen Beigeordneten teilnahmen. Das mit Verlaub ist hinlänglich bekannt.

Wo sollen Einsparungen vorgenommen werden und in welcher Höhe, lautete die nächste Frage? Die Kürzungen belaufen sich auf drei Millionen Euro, ließ man mitteilen. Eine pauschale Antwort, deren Inhalt auch bereits nachzulesen ist. Konkrete Zahlen? Fehlanzeige, man hüllt sich in Schweigen.

Noch interessanter wird es mit der Frage nach einer eventuellen Erhöhung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuern. Jetzt wollen wir zitieren: "Seitens der Finanzverwaltung wurde auch die Erhöhung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer diskutiert." Das ist alles, was da an Brocken hingeworfen wird.

Man diskutiert, dabei gab und gibt es schon Zahlen zur Diskussion. Nur die will man nicht nennen. Zum Beispiel die Erhöhung der Hebesätze von derzeit 400 Prozent auf 470 Prozent, wie es aus dem Finanzressort des Rathauses einst vorgeschlagen worden sein soll. Das war schließlich nicht verhandelbar mit Teilen der Politspitze. Also wurde gedealt und heraus kam: 450 Prozent. Das soll die neue Richtschnur sein. Soll 1,3 Millionen Euro mehr an Gewerbe- und eine halbe Million Euro mehr an Grundsteuer in die Kassen spülen. Zum Vergleich: München soll einen Gewerbesteuersatz von 490 Prozent haben. Ob da alle Fraktionen mitspielen, bleibt fraglich, wie man so hört.

Das - wie gesagt - sind inoffizielle Angaben, denn mit den offiziellen Zahlen rückt man nicht raus. Warum nicht - auch das hätte die nnz gern einmal beantwortet bekommen? Auch hätten wir gern mal nachgesehen, um wie viele Euro denn nun die Hundesteuer erhöht werden und ob sich so mancher alleinstehende Rentner lieber von seinem geliebten Vierbeiner verabschieden soll.

Einst konnten die Beschlussvorlagen der jeweiligen Hauptausschusssitzung im sogenannten Ratsinformationssystem für Bürger nachgelesen werden. Für die morgige Sitzung des Gremiums allerdings wurde darüber das offizielle Schweigen ausgebreitet. Kein Zugang für den unbefugten Bürger und erst recht nicht für neugierige Journalisten. Warum wohl?
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
-Insider-
12.03.2013, 19:37 Uhr
man
kann nur darauf hoffen, dass dr. zeh standhaft ist und nicht dem rat der steuererhöhungspartei nr. 1 in nordhausen folgt! die antwort auf schlechtes bzw. übermäßiges haushalten bestand in den letzten 18 jahren schließlich nur aus einem wort: Steuererhöhung (und Steuererfindung, wenn man an die Studentensteuer denkt!)!

was der bürger davon hält, hat er allerdings 2009 zur kommunalwahl gezeigt: 33% ! daran sieht man, wie vergesslich die wähler sind.
Wolfi65
13.03.2013, 01:05 Uhr
Nienand muss schweigen
Denn jetzt ist noch die Meinungsfreiheit angesagt. Schamlos sollte jeder diese Gesetzeslücke ausnutzen. Wofür ist das Neue Forum 1989 auf die Strasse gegangen?
Für Nichts!? Shame on You Germany!
W.Roßmell
13.03.2013, 08:47 Uhr
Warum wohl Herr Greiner?
Ich denke mal, dass Sie als Journalist gern öffentlich berichten wollen und oftmals es "journalistisch" so schreiben, dass nicht immer die komplette Wahrheit herauskommt, wenn ich nur an das Energieforum oder an die sehr "spezielle Kenntnis" der Unterschriftenlisten denke, wo sich auch Bürger der Stadt gegen den Standort einer Biogasanlage in der Nähe von Wohngebieten ausgesprochen bzw. symphatisiert haben.

Die heutige Ausschusssitzung ist mal wieder so geheim, weil es dort ganz sicher zu Entscheidungen kommen wird, die die Bürger entweder beruhigen oder aber so in Aufruhr bringen werden, dass man lieber hinter verschlossenen Türen entscheiden wird. Was interessiert die Verantwortlichen denn die Bürger und eben auch die Journalisten? Sie entscheiden über den Willen hinweg und Herr Greiner, dann haben Sie wieder so viel "Futter" zum Schreiben, dass Sie Tag und Nacht viel zu tun haben, um das alles bewältigen zu können... Ich bin kein Prophet und kein Hellseher, aber ich kenne die fürchterliche Politik, die in dieser Stadt z. Zt. betrieben wird und das reicht für diese "Spekulation"!

Keine Angst, Sie bekommen noch so viele Klicks und Antworten und ich bin ehrlich, ich werde mit dabei sein...
Viel Erfolg!
Pe_rle
13.03.2013, 12:11 Uhr
Hundesteuer
ich würde mal vorschlagen ,das jeder der seine Hundesteuer nicht mehr finanzieren kann seinen Hund am Tierheim ab giebt.Das gehört ja der Stadt. Irgendwo haben die Erhöhungen auch eine Grenze. Für mich steht fest,unsere beiden Hunde sind definitiv die letzten die wir haben.

Ich finanziere nicht weiter die sinnlosen Ausgaben der Stadt Nordhausen. Hätten Herr Jendricke und sein Rathaus nicht die letzen Jahre über Ihre Verhältnisse gelebt, müßten solche Erhöhungen nicht statt finden .
Paulinchen
13.03.2013, 17:23 Uhr
Der Herr OB Dr. Zeh müsste doch…
… noch beste Beziehungen zum Thüringer Landtag haben. Hier kann er es doch mal versuchen, es auf den Weg bringen zu lassen, dass endlich die Wahnsinnseinkommen für die schlimmsten Parasiten an unserer Gesellschaft, die EU-Abgeordneten, eingeschränkt werden.

Wenn man bedenkt, dass die bis zu 22.0000,- € Gehalt (brutto) im Monat bekommen und noch nach einer Erhöhung(!) von 3,9 % rufen (858,- €), da fehlen mir die Worte. Das haben leider(!) manche Arbeitnehmer als Bruttolohn und die müssen dafür noch arbeiten!

Da ist es doch kein Wunder, dass irgendwo das Geld knapp wird. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da nicht nur in unserer Stadt Finanzlöcher gibt.

Wann wird dieser "Bande" (EU- Abgeordnete) endlich der Geldhahn zugedreht? Deren Gehälter haben doch nichts mit der derzeitigen wirtschaftlichen Lager der EU zu tun. Den Arbeitern wird der Lohn, den Ruheständlern die Rente gekürzt und allen wird die Steuer- und Abgabelast erhöht.
Nur die EU-Abgeordneten haben das Paradies auf Erden, aber den Kontakt dahin, längst verloren.
I.H.
13.03.2013, 17:58 Uhr
Das mit Stadthaushalt
und EU Haushalt müssen wir noch ein bisschen üben Paulinchen. Nicht das ich das ganze EU Gedönse gut finde, aber es ist absolut nicht zielführend bei maroden städtischen Haushalten darauf hinzuweisen, dass EU Abgeordnete den Kontakt zum Paradies auf Erden verloren haben. War wohl eh nicht so gemeint, stimmts?

Machen wir uns doch nichts vor, EU Abgeordnete fallen nicht vom Himmel. Bis die da landen durchlaufen die alle Stufen des kommunalpolitischen Geschäfts! Und was sagt uns Kaizen und die 5S Methode? Richtig, wer Spinner in der Kommune wählt hat sie irgendwann an der Spitze der Pyramide in der EU!
Paulinchen
13.03.2013, 21:11 Uhr
Statler Waldorf ...
in der Hoffnung, dass ich SIE hier nicht enttäusche, aber auf Ihren Nachhilfeunterricht kann ich durchaus verichten.
Paulinchen
14.03.2013, 09:33 Uhr
Für mich war es schon spät,
deshalb fehlt das "Z". Denken Sie es sich einfach oben mit rein.
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