Di, 12:32 Uhr
12.03.2013
Sensible Arbeit
Wir bieten unseren Gästen eine letzte Heimat, bringt es Hans-Christoph Wisch auf den Punkt. Wichtig sei es, in erster Linie das Leben zu gestalten, nicht den Tod. Wisch leitet das Christliche Hospiz Haus Geborgenheit in Neustadt und zeigte Landrätin Birgit Keller gestern das Haus...
Hospizarbeit besteht zu mindestens 40 Prozent aus Reden, meinte Wisch. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter ähnlich wie eine Mutter für ihre Kinder ein Gespür für die Gäste mitbringen. Landrätin Keller, die sich in dieser Woche im Rahmen einer Info-Tour in verschiedenen Einrichtungen des Landkreises informiert, zeigte sich begeistert von der hellen, offenen und freundlichen Atmosphäre des Hospizes.
Auf ihrem Rundgang kam sie auch mit Bewohnern ins Gespräch und lernte ehrenamtliche Helfer wie Karl-Heinz Hahnemann kennen, der sich im Hospiz engagiert. Die Arbeit hier im Hospiz beeindruckt mich. Hier ist nichts zu spüren von einer traurigen Stimmung. Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen gehen sehr respektvoll mit den Gästen und ihren Angehörigen um, sagte Landrätin Keller. Dieses auch über die Landesgrenzen hinaus bekannte Haus ist wirklich eine Bereicherung für unseren Landkreis.
Träger des Hospizes, das 2009 eröffnete, ist die Diakonie in Elbingerode. Es bietet Platz für zwölf Gäste. Die Einrichtung arbeitet eng mit dem benachbarten Evangelischen Krankenhaus zusammen, ebenso mit dem Nordhäuser Hospizverein, den niedergelassen Palliativ- und Hausärzten und der Palliativstation des Südharz Klinikums. Uns ist es ganz wichtig, präsent in der Region zu sein, sagte Hans-Christoph Wisch.
Es hätte gerade am Anfang Berührungsängste gegeben, aber inzwischen sei es gelungen, beispielsweise durch Auftritte des Kindergartens bei eigenen Festen auch die Einwohner der Gegend ins Hospiz zu holen. Ein weiteres Beispiel ist das Apfelfest, das am 18. Oktober schon zum dritten Mal stattfindet. Für die Gäste ist der Aufenthalt im Hospiz zuzahlungsfrei, die Kosten tragen zu 90 Prozent die Kranken- und Pflegekassen. Den Rest muss der Träger als Eigenanteil leisten.
Deshalb ist das Hospiz auch auf Spenden angewiesen, ebenso wie für Erweiterungspläne des Hauses. Ein Wunsch ist beispielsweise, für die oberen Zimmer Balkone anzubauen, damit die Gäste einfacher ins Freie können, wenn sie nicht mehr mobil sind. Ohne Spenden, auch von Unternehmen, sei eine solche Investition nicht zu stemmen, so der Hospizleiter. Dabei unterstützt der eigene Förderverein das Hospiz. Landrätin Keller sagte zu, das Hospiz gern bei der Spendensuche zu unterstützen.
Einen weiteren Besuch stattete Birgit Keller der Agrargesellschaft Harzungen ab. In der landwirtschaftlichen Gesellschaft findet derzeit einen Generationswechsel statt. Helmut Peix gibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Steffen weiter. Der Betrieb bewirtschaftet 1.100 Hektar, auf denen u.a. das Futter für die 350 Rinder und 180 Schweine angebaut wird. Durch die eigene Landfleischerei Harzungen, die zur GmbH gehört und die eigenen Tiere verarbeitet, entstehe ein betriebsinterner Kreislauf, so Steffen Peix.
Die Dächer der Ställe hat die Agrargesellschaft vermietet, dort produzieren jetzt Fotovoltaikanlagen Strom. "Wir müssen unser Unternehmen auf die Zeit nach dieser Förderperiode vorbereiten, die beginnt schon 2014. Um unseren Betrieb auf diese Zeit einzustellen, war es mir sehr wichtig, vorher in Modernisierungen zu investieren", sagte Helmut Peix.
Autor: redHospizarbeit besteht zu mindestens 40 Prozent aus Reden, meinte Wisch. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter ähnlich wie eine Mutter für ihre Kinder ein Gespür für die Gäste mitbringen. Landrätin Keller, die sich in dieser Woche im Rahmen einer Info-Tour in verschiedenen Einrichtungen des Landkreises informiert, zeigte sich begeistert von der hellen, offenen und freundlichen Atmosphäre des Hospizes.
Auf ihrem Rundgang kam sie auch mit Bewohnern ins Gespräch und lernte ehrenamtliche Helfer wie Karl-Heinz Hahnemann kennen, der sich im Hospiz engagiert. Die Arbeit hier im Hospiz beeindruckt mich. Hier ist nichts zu spüren von einer traurigen Stimmung. Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen gehen sehr respektvoll mit den Gästen und ihren Angehörigen um, sagte Landrätin Keller. Dieses auch über die Landesgrenzen hinaus bekannte Haus ist wirklich eine Bereicherung für unseren Landkreis.
Träger des Hospizes, das 2009 eröffnete, ist die Diakonie in Elbingerode. Es bietet Platz für zwölf Gäste. Die Einrichtung arbeitet eng mit dem benachbarten Evangelischen Krankenhaus zusammen, ebenso mit dem Nordhäuser Hospizverein, den niedergelassen Palliativ- und Hausärzten und der Palliativstation des Südharz Klinikums. Uns ist es ganz wichtig, präsent in der Region zu sein, sagte Hans-Christoph Wisch.
Es hätte gerade am Anfang Berührungsängste gegeben, aber inzwischen sei es gelungen, beispielsweise durch Auftritte des Kindergartens bei eigenen Festen auch die Einwohner der Gegend ins Hospiz zu holen. Ein weiteres Beispiel ist das Apfelfest, das am 18. Oktober schon zum dritten Mal stattfindet. Für die Gäste ist der Aufenthalt im Hospiz zuzahlungsfrei, die Kosten tragen zu 90 Prozent die Kranken- und Pflegekassen. Den Rest muss der Träger als Eigenanteil leisten.
Deshalb ist das Hospiz auch auf Spenden angewiesen, ebenso wie für Erweiterungspläne des Hauses. Ein Wunsch ist beispielsweise, für die oberen Zimmer Balkone anzubauen, damit die Gäste einfacher ins Freie können, wenn sie nicht mehr mobil sind. Ohne Spenden, auch von Unternehmen, sei eine solche Investition nicht zu stemmen, so der Hospizleiter. Dabei unterstützt der eigene Förderverein das Hospiz. Landrätin Keller sagte zu, das Hospiz gern bei der Spendensuche zu unterstützen.
Einen weiteren Besuch stattete Birgit Keller der Agrargesellschaft Harzungen ab. In der landwirtschaftlichen Gesellschaft findet derzeit einen Generationswechsel statt. Helmut Peix gibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Steffen weiter. Der Betrieb bewirtschaftet 1.100 Hektar, auf denen u.a. das Futter für die 350 Rinder und 180 Schweine angebaut wird. Durch die eigene Landfleischerei Harzungen, die zur GmbH gehört und die eigenen Tiere verarbeitet, entstehe ein betriebsinterner Kreislauf, so Steffen Peix.
Die Dächer der Ställe hat die Agrargesellschaft vermietet, dort produzieren jetzt Fotovoltaikanlagen Strom. "Wir müssen unser Unternehmen auf die Zeit nach dieser Förderperiode vorbereiten, die beginnt schon 2014. Um unseren Betrieb auf diese Zeit einzustellen, war es mir sehr wichtig, vorher in Modernisierungen zu investieren", sagte Helmut Peix.


