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So, 08:04 Uhr
29.02.2004

nnz-Bücherkiste: Sog

Nordhausen (nnz). So ein Buch hat es in deutscher Sprache noch nicht gegeben: Matthias Wittekindts verblüffendes Debüt Sog -
ein Versuch über die Zeit und die Zerbrechlichkeit des Glücks. Mehr zu dieser Neuerscheinung, nicht nur für eingefleischte Leseratten mit dem bekannten Klick...


Selten hat den Eichborn-Verlag, bevor das Buch überhaupt erschienen ist, eine so begeisterte Leserreaktion erreicht, wie bei Matthias Wittekindts Debütroman Sog. Die Schauspielerin Doina Weber schrieb dem Autor nach der Lektüre enthusiastisch: "völlig einzigartig gelungen erscheint mir der Versuch, zeitlich parallel ablaufende Ereignisse gegeneinander zu schneiden."

In der Tat liegt das Faszinierende an Sog in der Weise, in der
Alltäglichkeit hier beobachtet und inszeniert wird. Wie ein Regisseur und
Kameramann verfolgt der Erzähler die Szenerie, die Bewegungen, Handlungen und Gedanken der Figuren, deckt die unsichtbaren Verbindungslinien zwischen ihnen auf, beobachtet, fragt nach und interpretiert. Mit einer einzigartigen Erzähltechnik gelingt es ihm, zu seinen Figuren gleichzeitig Nähe und Distanz herzustellen und sie in Umbruchsituationen zu treiben, in denen der Glanz des Daseins sowie die Zerbrechlichkeit des Glücks aufscheinen.

Im Zentrum des Romans Sog stehen Stephan Seiters, Therese Kotowski, Elsa Steinert und Thomas Stimmann - Menschen wie du und ich. Sie fahren in einem Zug von Berlin nach Hannover oder von Köln nach Paris. Sie haben kleine Probleme und große. Große Dramen gehen spurlos an ihnen vorüber, winzige Ereignisse lösen bei ihnen große Erschütterungen aus. Therese z.B. ist schwanger. Von Seiters. Der weiß das noch nicht und wird in Köln eine andere Frau kennen lernen. Während Therese von ihrem Chef umgarnt wird und vor einer schweren Entscheidung steht ...

In einem konsequenten Roman des Nebeneinanders wirbelt Matthias Wittekindt seine Figuren umeinander. Alltägliches wird spannend wie ein Krimi und zieht den Leser in einen unwiderstehlichen Sog.
Autor: nnz

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