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Mi, 18:46 Uhr
27.02.2013

Macht der Letzte das Licht aus?

Es war die nunmehr schon zweite Ausgabe der aktuellen Stunde des Landkreises Nordhausen. In Neustadt sollte der demografische Wandel und dessen Folgen, vor allem für die Dörfer, im Mittelpunkt...


Optisch drehte sich im Saal Hohnstein alles um Ellrich und den Kampf der Ellricher für eine Zweifelder-Halle. Viele von Ihnen zweifeln an der notwendigen Unterstützung der Landrätin für den Bau eines solchen Gebäudes. „Ich unterstütze jegliches Engagement für einen Ort und für eine Institution“, sagte Landrätin Birgit Keller mit Blick auf die vielen Ellricher, die mit Spruchbändern für den Bau einer „Südharzhalle“ in Ellrich warben. Doch erst einmal sollte es um die weitere Entwicklung des ländlichen Raums gehen – oder macht der Letzte das Licht aus?Man traf sich bewusst in Neustadt, einem der schönsten Dörfer des Landes Thüringen. So zusagen ein Vorzeigedorf für den Landkreis Nordhausen. Doch auch im dieses Dorf wird die demografische Entwicklung keinen Bogen machen.

Cornelia Gießler von der Thüringer Serviceagentur Demografischer Wandel referierte zunächst über genau diesen Wandel für den Landkreis Nordhausen. Bis zum Jahr 2030 werden die Menschen immer noch weniger – es sterben mehr Menschen als geboren werden. Und zwar genauso viel wie nach der Wende plötzlich ausblieben. Gießler sprach von einer kompletten ausgebliebenen Generation. Im Landkreis Nordhausen wird sich der Bevölkerungsrückgang lediglich auf den ländlichen Raum auswirken, Nordhausen als Stadt wird leicht an Bevölkerung hinzugewinnen.

Das waren die noch guten Nachrichten, die schlechten: es werden einige Dörfer aussterben, vor allem die, die kein oder ein wenig ausgeprägten Zusammengehörigkeitsgefühl innehaben. Kommunen, die wie Neustadt zum Beispiel gut aufgestellt sind, die haben durchaus eine Überlebenschance. Unterm Strich wird es einen Wettbewerb der Regionen geben. Dabei liegt der Fokus vor allem auf der infrastrukturellen Aufstellung, vom Zustand der Straße und Gehwege bis hin zur Kinderbetreuung und der medizinischen Grundversorgung.

Über den weiteren Verlauf der aktuellen Stunde werden wir morgen noch ausführlich berichten.
Peter-Stefan Greiner
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Cornelia Gießler (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Aktuelle Stunde in Neustadt (Foto: nnz)
Cornelia Gießler (rechts), Beate Kunnen (Foto: nnz)
Moderierte den Abend: Jessica Piper (Foto: nnz)
Autor: red

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Kommentare
Harzer_Wolf
28.02.2013, 08:44 Uhr
Glaube nur einer Statistik.
die Du selbst frisiert hast! Vor einigen Tagen wurde in der Sendung FAKT ( MDR ) auch über den demografischen Wandel diskutiert. Dort hatten vor 15 Jahren Experten in Sachsen einen Bevölkerungsrückgang vorausgesagt. Und siehe da, diese Experten irrten sich. Es sind wieder mehr Sachsen als vor 15 Jahren. Warum? Ganz einfach - u.a. der Zuzug ausländischer Mitbürger hält weiter an und verstärkt sich. Dadurch kommen mehr Bürger ins Land , als abwandern. Auch in Thüringen wird das in den nächsten Jahren ein Thema, denn auch der Zuzug nach Thüringen wird sich verstärken, wenn andere Bundesländer nicht mehr so viele Menschen aufnehmen können. Ein weiteres Argument liefern sogenannte Experten selbst. So sollen ja die Menschen immer älter werden. Für heute 40jährige sagt man eine Lebenserwartung von 100 Jahren voraus.

Stimmt also diese Voraussage werden in den nächsten Jahren weniger Menschen früher sterben. Was richtig ist, ist die Tatsache das der Altersdurchschnitt immer höher wird. Meines Erachtens nach muß man hier ansetzen. Kostengünstige Pflegeplätze schaffen, Personal schulen usw.. Das ist wichtiger, als Expertenkommissionen. "Service-Agentur für demokrafischen Wandel" - was es alles für Berufe gibt!
Nordhäuserin
28.02.2013, 09:50 Uhr
Älter?
Die Menschen werden immer älter, Dank der Medizin. Doch welche Menschengruppen sind es die immer älter werden? Sind es doch die, die noch mit 60 Jahren in Rente gehen konnten oder die,die Altersteilzeit in Anspruch nehmen durften. Die Generation mittleren Alters und die Jüngeren werden "Dank" einer immer flexibleren Gestaltung des Arbeitsmarktes und einer längeren Arbeitsphase, bis 67, sicher nicht so alt. Die haben weniger Zeit dauernd den Arzt aufzusuchen, es sei denn, man ist Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst.
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