Mi, 15:05 Uhr
27.02.2013
Forderungen bekräftigt
Gegen 14 Uhr füllte sich der Platz vor dem Nordhäuser Rathaus zusehends. Rasseln wurden ebenso verteilt wie weiße Westen mit roten Buchstaben: GEW. Die Gewerkschaft machte heute mobil...
Bevor die Kundgebung begann, wärmte Liedermacher Ronald Gäßlein die rund 50 Frauen und Männer mit seinen Songs auf. Im Mittelpunkt der Reden, unter anderen von Dr. Eckhardt Wildgrube von der FH Nordhausen, standen die zentralen Forderungen der Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen mit den Länderarbeitgebern.
Hintergrund für den Warnstreik ist die ergebnislos verlaufene zweite Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Diese hatte am 14. Februar 2013 noch immer kein eigenes Verhandlungsangebot unterbreitet. Die Forderungen lauten im Einzelnen:
Die Forderung nach der Entgelterhöhung soll die Lohnschere im öffentlichen Dienst schließen. Im letzten Jahr konnten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 6,4 Prozent aushandeln. Diese Lohnspreizung ist nicht hinnehmbar.
Alle Lehrkräfte sollen durch die tarifliche Eingruppierung vor Arbeitgeberwillkür geschützt werden. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der Staat einer großen Gruppe von Beschäftigten den tariflichen Schutz vorenthält und Lehrkräfte in den 16 Bundesländern trotz gleicher Qualifikation unterschiedlich eingruppiert.
Besonders an den Hochschulen hat die Zahl der befristeten Beschäftigung zugenommen. So sind an den Thüringer Hochschulen fast 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen befristet beschäftigt. Diesem unhaltbaren Zustand soll durch eine Begrenzung Einhalt geboten werden. Daueraufgaben der Hochschulen müssen auch auf festen Stellen erledigt werden.
In Thüringen sind etwa 19.640 Tarifbeschäftigte in Schulen und Hochschulen betroffen. Wird der Tarifabschluss wie gefordert zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, so geht es im Thüringer Bildungsbereich um insgesamt etwa 32.550 Beschäftigte im Bildungsbereich.
Autor: redBevor die Kundgebung begann, wärmte Liedermacher Ronald Gäßlein die rund 50 Frauen und Männer mit seinen Songs auf. Im Mittelpunkt der Reden, unter anderen von Dr. Eckhardt Wildgrube von der FH Nordhausen, standen die zentralen Forderungen der Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen mit den Länderarbeitgebern.
Hintergrund für den Warnstreik ist die ergebnislos verlaufene zweite Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Diese hatte am 14. Februar 2013 noch immer kein eigenes Verhandlungsangebot unterbreitet. Die Forderungen lauten im Einzelnen:
- Anhebung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent
- Tarifliche Eingruppierung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen
- Begrenzung befristeter Arbeitsverträge.
- Zudem haben die Arbeitgeber die Urlaubsregelung gekündigt und verlangen nunmehr, den Urlaubsanspruch auf 26 Tage zu verkürzen. Das sind vier Tage weniger Urlaub für die Beschäftigten.
Die Forderung nach der Entgelterhöhung soll die Lohnschere im öffentlichen Dienst schließen. Im letzten Jahr konnten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 6,4 Prozent aushandeln. Diese Lohnspreizung ist nicht hinnehmbar.
Alle Lehrkräfte sollen durch die tarifliche Eingruppierung vor Arbeitgeberwillkür geschützt werden. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der Staat einer großen Gruppe von Beschäftigten den tariflichen Schutz vorenthält und Lehrkräfte in den 16 Bundesländern trotz gleicher Qualifikation unterschiedlich eingruppiert.
Besonders an den Hochschulen hat die Zahl der befristeten Beschäftigung zugenommen. So sind an den Thüringer Hochschulen fast 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen befristet beschäftigt. Diesem unhaltbaren Zustand soll durch eine Begrenzung Einhalt geboten werden. Daueraufgaben der Hochschulen müssen auch auf festen Stellen erledigt werden.
In Thüringen sind etwa 19.640 Tarifbeschäftigte in Schulen und Hochschulen betroffen. Wird der Tarifabschluss wie gefordert zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, so geht es im Thüringer Bildungsbereich um insgesamt etwa 32.550 Beschäftigte im Bildungsbereich.










