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Di, 18:09 Uhr
26.02.2013

Forderungen durchsetzen

Die GEW Thüringen hat die Tarifbeschäftigten an den Schulen und Hochschulen für morgen zu regionalen Warnstreiks aufgerufen. Auch in Nordhausen soll morgen für die Gewerkschaftsforderungen demonstriert werden...


Ab 13 Uhr werden sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf dem Platz vor dem Nordhäuser Rathaus versammeln. Hintergrund für den Warnstreik ist die ergebnislos verlaufene zweite Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Diese hatte am 14. Februar 2013 noch immer kein eigenes Verhandlungsangebot unterbreitet.

Die Tarifbeschäftigten sind aufgerufen, die Gewerkschaftsforderungen in der laufenden Tarif- und Besoldungsrunde mit ihren Warnstreiks zu unterstützen. Die Forderungen lauten im Einzelnen:
  • Anhebung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent
  • Tarifliche Eingruppierung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen
  • Begrenzung befristeter Arbeitsverträge.
  • Zudem haben die Arbeitgeber die Urlaubsregelung gekündigt und verlangen nunmehr, den Urlaubsanspruch auf 26 Tage zu verkürzen. Das sind vier Tage weniger Urlaub für die Beschäftigten.
Die Forderung nach der Entgelterhöhung soll die Lohnschere im öffentlichen Dienst schließen. Im letzten Jahr konnten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 6,4 Prozent aushandeln. Diese Lohnspreizung ist nicht hinnehmbar.

Alle Lehrkräfte sollen durch die tarifliche Eingruppierung vor Arbeitgeberwillkür geschützt werden. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der Staat einer großen Gruppe von Beschäftigten den tariflichen Schutz vorenthält und Lehrkräfte in den 16 Bundesländern trotz gleicher Qualifikation unterschiedlich eingruppiert.

Besonders an den Hochschulen hat die Zahl der befristeten Beschäftigung zugenommen. So sind an den Thüringer Hochschulen fast 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen befristet beschäftigt. Diesem unhaltbaren Zustand soll durch eine Begrenzung Einhalt geboten werden. Daueraufgaben der Hochschulen müssen auch auf festen Stellen erledigt werden.

In Thüringen sind etwa 19.640 Tarifbeschäftigte in Schulen und Hochschulen betroffen. Wird der Tarifabschluss wie gefordert zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, so geht es im Thüringer Bildungsbereich um insgesamt etwa 32.550 Beschäftigte im Bildungsbereich.

Die letzte Verhandlungsrunde findet am 7./8. März 2013 in Potsdam statt. Bis dahin werden die Beschäftigten auch weiter Druck in der Öffentlichkeit ausüben.
Autor: red

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Kommentare
Albert
27.02.2013, 08:16 Uhr
Zeit zum Streiken
Sicherlich sind gerade keine Ferien. Wegen des schlechten Wetters sind die Lehrer ausnahmsweise gerade nicht zur Kur. Weiterbildungen werden wohl auch nicht gleich nach den Ferien, sondern in der Mitte der überlangen Zeiten zwischen den Ferien veranstaltet. Ach, der Samstag ist auch kein Schultag mehr?

Also, da haben wir es doch: Alles spricht für Lehrerstreik!
Retupmoc
27.02.2013, 11:25 Uhr
Zeit zum Streiken
Sie haben das Entscheidende vergessen, @ Albert. Bei den Gehaltssummen die die Lehrer bekommen, gebe es fast keinen Grund zum Streiken. Da sehe ich andere Berufszweige, die etwas mehr Kohle nötig haben.
suedharzer
27.02.2013, 11:50 Uhr
Sozialneid geht weiter
hier gehts doch nicht nur um Lehrer sondern um alle Landesbediensteten wie Polizisten, Kitabedienstete (zumindest die nach TVL), Forstamtsarbeiter usw. Deren Gehaltszuwächse sind seit Jahren unter der Inflationsrate = Reallohnverlust.

Aber die bösen Lehrer taugen natürlich wieder für die von Ihnen bekannte Sozalneidsmasche.
Passt schon retupmoc. Was anderes hätte ich auch gar nicht erwartet.
Flitzpiepe
27.02.2013, 12:07 Uhr
Zeit zum Streiken
Doch doch die Lehrer sollten streiken. Aber nicht für mehr Geld sondern dafür,

-dass mehr Lehrer eingestellt werden.

-dass dadurch nicht mehr soviel Unterrichtsausfall ist.

-dass dadurch ausgebildete Lehrer nicht in andere Bundesländer abwandern müssen, obwohl sie hier bleiben wollen.

-dass sich dadurch der Altersdurchschnitt der Lehrerschaft verringert.

-dass sich dadurch der Männeranteil bei den Lehrern erhöht.

-dass Matschie nicht noch mehr herum experimentiert.

-dass Bildung nicht mehr Ländersache ist.

Dafür hätten die Lehrer meine Unterstützung und sicher von anderen auch.

Mehr Gehalt für die Lehrer bedeutet nur, dass die Gesamtzahl der Lehrer noch weniger wird und damit die Bildung noch schlechter.
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