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Mo, 11:26 Uhr
25.02.2013

Lohnrückstand soll verschwinden

Keine „Zweiklassen“-Gesellschaft beim Putzen: Mehr als 800 Gebäudereiniger sind in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sowie im Kyffhäuserkreis aktiv und sorgen für blitzblanke Büros, Schulen, Kantinen und Altenheime – Tag für Tag. Allerdings wird ihr Job deutlich schlechter bezahlt als der ihrer Kolleginnen in den alten Bundesländern...

Knochenjob Gebäudereiniger (Foto: IG Bau) Knochenjob Gebäudereiniger (Foto: IG Bau)

Damit soll nach dem Willen der IG BAU in absehbarer Zeit Schluss sein: Deshalb fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen eine weitere Anpassung der Ostlöhne auf das Westlohn-Niveau – und zwar schrittweise. „Unser Ziel ist klar und das heißt: gleiche Löhne im Osten wie im Westen. Auch wenn es wünschenswert wäre, geht das nicht von heute auf morgen. Deshalb streben wir bei den aktuellen Verhandlungen ein Etappenziel an. Wir wollen in zunächst erreichen, dass das Lohnniveau im Osten auf 88 Prozent des Westlohns steigt. Im zweiten Schritt soll es auf 92 Prozent steigen“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordthüringen, Harry Winge. Hochgerechnet bedeute dies in der unteren Lohngruppe ein Plus von jeweils 98 Cent pro Stunde.

„Die Beschäftigten müssen von ihrer Arbeit vernünftig leben können. Und das geht nicht mit Niedriglöhnen“, sagt Winge. Nur mit einem angemessenen Lohn sei drohende Altersarmut bei Gebäudereinigern zu verhindern. „Das, was Putzkräfte leisten, ist ein richtiger Knochenjob. Sie sorgen – oft unter massivem Zeitdruck – dafür, dass in den drei Nordthüringer Landkreisen in Punkto Sauberkeit alles funktioniert. Und das völlig unauffällig, im Hintergrund. Da ist es nur recht und billig, wenn sie für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn wie ihre Kolleginnen im Westen haben wollen“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.
Autor: red

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Kommentare
Retupmoc
25.02.2013, 11:41 Uhr
Phrasendrescher
Sie haben Recht Herr Winge, das ist ein Knochenjob. Und deshalb muß es heißen: AB SOFORT gilt gleicher Lohn für alle. Alles andere ist Verarsche. Aber Sie sitzen in ihrem feinen Büro und wissen am Ende des Monats nicht, was Sie mit dem vielen Geld machen sollen, das auf Ihrem Gehaltszettel steht.

Wenn ich mit Gebäudereinigerinnen und Reinigern in das Gespräch komme, stelle ich immer wieder fest, das diese Menschen meist eine 60-Stunden-Woche haben, mit einem Lohn, der jeder Beschreibung spottet. Leider trauen sich diese Menschen ( NOCH ) nicht, ihre Arbeit niederzulegen. Fordern Sie gleichen Lohn für die gleiche Arbeit in Ost und West - oder lassen Sie ihren Job jemand anders machen. Hier steht die MAUER noch. Wie lange?
98maschr
25.02.2013, 11:53 Uhr
Freizeitdemagoge...
Wieviel soll denn eine Hygienefachkraft verdienen? Es ist nunmal ein Job für den man keinerlei großartige Qualifikation braucht. Ein angenehm leichter ist es mit Sicherheit nicht, das steht außer Frage. Aber bei entsprechender Qualifikation würde es eben für nen besseren Job mit mehr Geld reichen. Klingt hart und ungerecht, isses aber nicht. Alles Andere ist Augenwischerei und einfach verlogen.
Flitzpiepe
25.02.2013, 12:59 Uhr
Thema verfehlt
Ich glaube, da haben Sie, 98maschr, das Thema verfehlt.
Hier geht es um den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und nicht um den Zusammenhang von Höhe des Lohnes und Qualifikation.
Oder sind Sie der Meinung, dass eine Hygienefachkraft im Westen eine höhere Qualifikation hat (und deswegen mehr Lohn bekommt) als im Osten?
Harzer_Wolf
25.02.2013, 13:08 Uhr
Verdienen und Verdienst
Erstmal stimme ich Flitzpiepe zu. Thema verfehlt. Für mich allerdings auch beim generellen Thema Lohn. Dummerweise muß auch eine Reinigungskraft Miete zahlen, Kinder groß ziehen und den teuren Strom bezahlen. Und um auf die Arbeitsstelle zu kommen, ist oft ein PKW nötig. Und was die Qualifikation betrifft - ich möchte Sie (98maschr) gern einmal sehen, wie Sie für 14 Tage täglich 12 Stunden putzen. Ob Sie dafür die Qualifikation haben, das durchzuhalten? Aber dann natürlich auch für den Ostlohn.
98maschr
25.02.2013, 14:10 Uhr
Mißverständnis?
Mein Kommentar bezog sich nicht direkt auf den Artikel sondern auf den ersten Kommentar.
Retupmoc
25.02.2013, 14:26 Uhr
Kein Mißverständnis
Es hat jeder kapiert, wie geringschätzig Sie diese Tätigkeiten und die Personen beurteilen, die diese ausführen. Mit der Bezeichnung "Hygienefachkraft" haben Sie es ja genau ausgedrückt. Ich bin jedenfalls froh, das es diese Menschen gibt. Und ich würde Sie auch nicht mit einem Hungerlohn entlohnen. Ich würde aber gern sehen, wenn die ganzen Büroleute ihre Büros 6:10 Uhr vor Dienstbeginn selber sauber machen müssen.
Thomas Fichtner
25.02.2013, 14:28 Uhr
Der öffentliche Dienst...
und die Verwaltungen die putzen lassen, zahlen übrigens regelmäßig am schlechtesten und versuchen durch ihre relativ großen Aufträge nur zu gern die Preise zu drücken.

Klingonisch - ist aber so.
98maschr
25.02.2013, 14:40 Uhr
Wer im Glashaus sitzt...
Ich habe niemanden gering geschätzt. Der Einzige der hier ständig Berufsgruppen und Personen diffamiert sind Sie Retupmoc.
Harzer_Wolf
25.02.2013, 15:02 Uhr
Diffamierungen
So wie das sehe Herr oder Frau maschr98 dürfte Ihre Bezeichnung in keinem Fall in einem Arbeitsvertrag stehen. Ich würde das auch als geringschätzig bezeichnen. Fakt ist, das die Damen und Herren, die in der Reinigung arbeiten viel mehr leisten, als ihr Abrechnungsstreifen am Monatsende aussagt.
98maschr
25.02.2013, 15:59 Uhr
Ach das ist Ihr Problem?
Sie regen sich über diese Bezeichnung auf? Aber wenn ein IG BAU-Bezirksvorsitzendee diese Leute als Putzkräfte tituliert ist das weniger schlimm? Ich habe diesen Begriff wahrlich nicht negativ gemeint. Man sollte sich nicht immer an einem Wort aufreizen ;)
suedharzer
25.02.2013, 16:28 Uhr
nicht aufregen 98maschr
manche Leute müssen einfach Andersdenkende prinzipiell diffamieren. Die können halt nicht anders. Traurig nur, dass ausgerechnet diese Leute sich hier sehr links geben.
Die arme Rosa Luxemburg wird sich heute Mal wieder drei Umdrehungen im Grab gegönnt haben.
Glaskugel
25.02.2013, 19:59 Uhr
Selbsternannte "Linke-Heilige"
Das Schema ist immer die gleiche arme Nummer. Als erstes wird der Beitragschreiber, hier der Gewerkschafter, als Büttel des Kapitales dargestellt. Sich selbst wird der Heiligenschein mit dem Ruf nach "Reichtum und Freibier für Alle" aufgesetzt.

Dann werden andersdenkenden Kommentatoren die geschriebenen Worte verdreht um sie als sozial inkompetent zu diffamieren. Wenn das noch nicht hilft tauchen die Zwillingsbrüder auf und diffamieren weiter. Armselig.

Links hat mit sowas herzlich wenig zu tun. Wirkliche Linke hetzen nicht gegen Europa oder die Griechen. Die schreien auch nicht nach Polizeistaaten. Links sind die selbsternannten "Heiligen" nur dann, wenn es passt und gegen andere geht. "Linke Scheinheilige" sind das nur.

Gut reagiert 98maschr und nicht unterkriegen lassen. ;)
Retupmoc
26.02.2013, 07:51 Uhr
Andersdenkende
Liebe Kommentatoren, Sie haben alle so einen großen Mund. Gehen Sie einfach einmal 4 Wochen für 4,50 die Stunde putzen und dann reißen Sie weiter große Reden. An Leuten wie Ihnen liegt es, das es in diesem Staat für ordentliche Arbeit ( auch wenn man in der Schule vll. nicht 10 x die Note 1 hatte )keinen ordentlichen Lohn gibt. Ich wünsche Ihnen ja nichts schlechtes, aber so ein paar Wochen gönne ich Ihnen schon.
I.H.
26.02.2013, 09:12 Uhr
Schlecht informiert
Sind Sie eigentlich immer so schlecht informiert Retupmoc? In der Reinigungsbranche, wie im Bau auch, gelten schon seit geraumer Zeit Mindestlöhne. Der Herr Winge, den Sie als Sesselpubser und Schwerverdiener verunglimpfen, ist mit seiner IG Bau schon viel weiter als Sie offensichtlich denken können.

Ohne das jetzt genau nachzugoogeln dürften die Mindestlöhne Ost so bei ca. 7,50 Innen und 9 Außen liegen. Also heben Sie mal ein klein wenig Ihr Niveau bevor Sie hier Leuten verbal ans Bein pi.... Aber bitte kaufen Sie dazu keine Creme.
Flitzpiepe
26.02.2013, 09:33 Uhr
Wieder am Thema vorbei
Wo hat der verdrehte Computer etwas von Mindestlöhnen geschrieben? Nirgends!
Hier geht es um 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit'.
Es müsste also EINEN Mindestlohn geben. Eine Unterscheidung nach Ost und West ist für mich heute nicht mehr vermittelbar. Bei Verbraucherpreisen, Steuern und Gebühren wird das doch auch nicht gemacht. Warum also bei Löhnen, Gehältern und Renten?

Mich würde auch mal von den Betroffenen interessieren, ob dieser Mindestlohn Ost auch wirklich gezahlt wird.
Harzer_Wolf
26.02.2013, 10:18 Uhr
Da sind Sie aber schlecht informiert...Spambot
oder schreiben Sie nur Spam? Also ich kenne Reinigungskräfte, die unter ihren 7,50 Euro verdienen. Und da diese Leute statt 8 Stunden am Tag auch schon mal 12 Stunden arbeiten ( und die Flächen werden auch immer größer ) ist da auch noch eine versteckte Lohnsenkung.

Unabhängig davon, das es in diesem Beitrag nicht um Mindestlöhne ging, sondern um gleichen Lohn in Ost und West, politisch korrekt ausgedrückt: Um den gleichen Lohn in der Bundesrepublik Deutschland. Es kann nicht sein, das man über Löhne und Renten die Mauer wieder aufbaut.
Retupmoc
26.02.2013, 10:30 Uhr
Keine Argumente, dann gibts Unwahrheiten
Das ist typisch Spambot. Sie haben keine Argumente und verbreiten Unwahrheiten. Ich habe niemanden als "Sesselpubser" bezeichnet. Und wenn ich das täte - würde ich " Pupser" mit p schreiben. Das ich der Meinung bin, das Herr Winge in seinem Büro nichts von der Basis mitbekommt ( Lohndumping, längere Arbeitszeiten als bezahlt werden usw. - dazu stehe ich. Sonst könnte man solche Aussagen nicht treffen. Ihr Problem ist - das Sie irgendwo etwas nachgooglen. Das ist leider nicht die Realität. Aber googlen Sie nur weiter...
Eckenblitz
26.02.2013, 10:54 Uhr
Gewerkschaften
Ich frage einmal, wer von den Kommentatoren ist denn überhaupt in einer Gewerkschaft? Jeder möchte zwar die Lohnerhöhungen die durch die Gewerkschaften erstritten werden, aber selber in die Gewerkschaft eintreten will man nicht.

Es ist ja auch viel einfacher die Gewerkschaft zu diffamieren. Da maßt sich „Retupmoc“ an über Herr Winge zu urteilen. Ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass Retupmoc nicht das Geringste über Herrn Winge weiß. Hauptsache die Person wird diffamiert, dass macht sich ja auch viel besser.
Zur Person Harry Winge ist zu sagen, dass er einer Arbeit nachgeht und die Gewerkschaftsarbeit Ehrenamtlich ausführt. Ja es gibt noch Personen die sich Ehrenamtlich um die Belange anderer kümmern.
Ich glaube das kann man von den Wenigsten Schreiberlingen hier verlangen.
Flitzpiepe
26.02.2013, 11:31 Uhr
Stimmt, bin in keiner Gewerkschaft
Doch vor der Wende, aber halt zwangsweise... Warum sind denn so wenig gewerkschaftlich organisiert?

Ich kann da nur von mir ausgehen. Ich wüsste nicht was mir das bringen sollte.
Ich weiß erstmal gar nicht, welche Gewerkschaft das für mich wäre. Arbeitgeber ist nicht groß genug. Tarife gibt es nicht. Betriebsrat auch nicht. Gehälter regeln sich nach Angebot und Nachfrage. Die Grundlage der Zusammenarbeit ist mein Arbeitsvertrag und sonst nichts.

Streiken - was ist das? Also wozu ist eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft für mich sinnvoll? Gar nicht. Und wie vielen Arbeitnehmern geht es genauso?
Retupmoc
26.02.2013, 11:50 Uhr
Gewerkschaftler
Um auf Ihre Frage zu antworten ... ich bin in einer Gewerkschaft @ ogni - allerdings nicht in dieser. Und lassen Sie doch ihre Schlagworte weg ... wenn eine Meinung nicht passt, ist es Diffamierung, Rassismus oder sonst was.

Ich habe lediglich kritisiiert, das Herr Winge nicht für gleichen Lohn im gesamten Land kämpft, sondern um 88 Prozent des Westlohnes im Osten. Und das ist für einen Gewerkschaftler die falsche Forderung. Die Forderung kann nur lauten - gleicher Lohn für gleiche Arbeit - egal in welchem Landesteil. Alles andere baut bei den Menschen eine Mauer auf die man eigentlich abgerissen hatte. Mit welcher Begründung wollen Sie denn einer Reinigungskraft in Bückeburg mehr geben als einer Reinigungskraft in Leinefelde?

Oder wenn die Reinigungskraft von Leinefelde nach Duderstadt fährt bekommt Sie dann mehr. Wundern wir uns dann über Abwanderung? Die Forderung von Herrn Winge ist meines Erachtens nach falsch. Das ist keine Diffamierung, sondern eine Feststellung. Wetten das dies tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im "Osten" auch so sehen?
Eckenblitz
26.02.2013, 13:15 Uhr
@Flitzpiepe,
genau solche Arbeitnehmer wünscht sich der So genannte Arbeitgeber.Leute die sich ohne zu murren ausbeuten lassen. Die auf die Gewerkschaften schimpfen, wen wundert es dann, dass die Regierenden mit dem Volk machen was sie wollen.

Aber es gibt ja die NNZ, da kann man seinen Frust los werden.
Flitzpiepe
26.02.2013, 13:28 Uhr
Genau darauf habe ich gewartet
Ich werde weder ausgebeutet noch bin ich frustriert.
Woher nehmen Sie das?
Ich bin sogar sehr zufrieden.
Ok, das habe ich nicht geschrieben.
Darum ging es auch gar nicht.
Ich wollte nur zeigen, dass Gewerkschaften größere Teile der Arbeitnehmer nicht erreichen.
Flitzpiepe
26.02.2013, 15:22 Uhr
Passend auch zum Thuja Thema
aber ich schreibe es mal hier rein.
Ich habe gerade auf Spiegel Online einen interessanten Artikel zur Leiharbeit gelesen.
Es ging darum, wie die Leiharbeitsfirmen die festgelegten Mindestlöhne unterlaufen.
Nämlich durch Werkverträge. D.h. man bekommt keinen Stundenlohn mehr und somit keinen Mindestlohn.
Und das passiert MIT Duldung der Gewerkschaft! Und diese Gewerkschaft hat so gar ein C in ihrem Namen.
Und jetzt bin ich doch frustriert, auch wenn es mich nicht betrifft.
Glaskugel
26.02.2013, 16:04 Uhr
Die böse Gewerkschaft
Ja, Ja, die Gewerkschaft ist an allem Schuld. Wie gut das es den Kommentatoren gibt, der das alles in Zeitungen ließt und darüber berichtet.

Ogni, den Zusammenhang zwischen hohen Löhnen und Arbeitnehmervertretung versteht er nicht. Er versteht auch nicht, dass selbst eine Gewerkschaft nicht Löhne von München auch für sein Dörfchen aushandeln kann. Er glaubt wirklich daran, dass hohe Löhne aufgrund seiner vielen Kommentare in Zeitungen vom Himmel fallen. Da kann man leider nichts machen.

Lisa
I.H.
26.02.2013, 20:48 Uhr
Was, ich habe das Thema verfehlt?
Themenhüter Flitzpiepe: "Passend auch zum Thuja Thema - ...Es ging darum, wie die Leiharbeitsfirmen die festgelegten Mindestlöhne unterlaufen."

Ach wirklich? Na guck mal einer an, was es nicht alles so gibt. Jetzt gibts auf einmal doch Mindestlöhne? Und sogar festgelegte. Warum bin ich dann angeblich ein Themen verfehlender Spammer?

@"Schlaue": Mindestlohnverstöße sind heute kein Kavaliersdelikt mehr. Das geht heutzutage nicht mehr mit Bußgeld, sondern von saftiger Geldstrafe bis Freiheitsstrafe. Wer soviel über "Putzkräfte" für 4,50 weiß wie Sie, sollte sich schnellstmöglich vertrauensvoll an den Zoll wenden. Die freuen sich über soviel vorbildliches staatsbürgerliches Handeln und gehen dem gerne nach.

Nach dem Unterschied zwischen 4,50 und 7,50 oder 9 fragen Sie am besten ihren freundlichen Bankberater. Hab da momentan keine Lust zu, Ihnen das im Detail zu erklären.
Retupmoc
27.02.2013, 11:20 Uhr
Für die ewig Nörgelnden
@ Spambot ... Noch einmal für Sie : Da oben - ganz oben steht in der Überschrift: " Lohnrückstand soll verschwinden ". Es geht also nicht um Mindestlöhne, sondern darum das im Ostteil des Landes weniger Geld für gleiche Arbeit gezahlt wird als im Westen, Süden oder Norden. Von mir aus kann man ja mal versuchen in München oder Bückeburg eine Reinigungskraft nach Osttarif zu bezahlen. Mal sehen, was dann passiert...

Und liebe Lisa H ... natürlich sind auch die Gewerkschaften schuldig. In erster Linie allerdings die Bundesregierung mit ihren arbeitnehmerfeindlichen Gesetzen. Natürlich muß auch ein Mindestlohn her. Aber wie gesagt, das war nicht das Thema.
Ich finde das die Gewwerkschaftler, die nach diskutieren, ob im Osten 88 Prozent oder doch nur 76 % gezahlt werden fehl am Platze sind. Eine Gewerkschaft sollte sofort zum Streik rufen, bis überall gleicher Lohn gezahlt wird. Und genau das kritisiere ich an Herrn Winge. Er ist ängstlich. Mal sehen was passiert wenn die Reinigungskräfte in ganz Thüringen 14 Tage streiken? Nur es muß sich jemand finden, der das lenkt und leitet. Und hier sind ja wohl die Gewerkschaften gefragt.
Glaskugel
27.02.2013, 12:01 Uhr
Lohnrückstand zwischen Mindestlöhnen
Im Artikel geht es um den Lohnrückstand zwischen den Mindestlöhnen Ost und West. Herr Winge weißt ausdrücklich darauf hin, dass der Mindestlohn Ost im nächsten Schritt um mindestens 0,98 €/h angehoben werden muss. Alle verstehen das, nur einer nicht!

Und weil Herr Winge hier mit seinem Namen für höhere Löhne ehrenamtlich eintritt wird er jetzt auch noch penetrant von einem sich hinter Accounts versteckten umgedrehten Computer als feiner Bürositzer, Geldraffer und Angsthase bezeichnet. Das ist Gewerkschafterbashing in Endlosschleife.

Lisa
Harzer_Wolf
27.02.2013, 14:07 Uhr
Verstehen?
Geehrte Lisa, ich verstehe auch nicht, warum man etwas schrittweise angleichen muß, was nach gesundem Menschenverstand eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich gleicher Lohn in allen Teilen des Landes für gleiche Arbeit. Möchten Sie nicht dasselbe Geld verdienen, wie Ihre Kollegin im Westen? Wie der User @ Retupmoc richtig ausführte, trennt ja sonst wieder eine imaginäre Mauer das Land. Ich kenne auch Herrn Winge nicht persönlich, wie Sie ja anscheinend. Für mich steht allerdings fest, das die Gewerkschaften in diesem Land meist Helfer der Unternehmer sind. Es gibt natürlich auch positive Ausnahmen, keine Frage.

Zum guten Schluß hoffe ich, das ich nun nicht auch persönlich von Ihnen angegriffen werde, nur weil ich eine andere - ihnen nicht genehme Meinung - vertrete? Mein Nick ist übrigens genauso versteckt, wie der Ihre. Ob jemand nun " Computer" heißt oder "LisaH" finde ich persönlich völlig egal. Ich würde der NNZ ja vorschlagen nur noch Kommentare mit Klarnamen zu veröffentlichen ( allerdings erst, nachdem derjenige sich auch durch den Perso legitimiert hat). Allerdings würde die Anzahl der Kommentare dann sehr überschaubar.

Mit freundlichen Grüßen
I.H.
27.02.2013, 15:57 Uhr
Einfach zu hoch
so kann man auch die Zeit totschlagen. Einfach nur grausam.
gosalianer
04.03.2013, 11:24 Uhr
Ost/West Löhne
Der Grund für die unterschiedlichen Löhne/Gehälter zwischen Ost und West, ist die abweichende Wirtschaftskraft zwischen den neuen und alten Bundesländern. Auch wenn die Mauer vor über 20 Jahren gefallen ist, gibt es einen Nachholbedarf von ca. 40 Jahren wirtschaftlicher Entwicklung, die auf der Ostseite schlichtweg fehlen. Ist leider so...

Dass ein Putzfrau die gleiche Arbeit in Ost verrichtet als in West in unbestritten. Das gilt aber auch für eine Putzfrau in Portugal, Griechenland oder Spanien. Dort wird eine Putzkraft - trotz gleicher Währung - weniger verdienen als in der BRD. Der Grund dafür ist die geringere Wirtschaftsleistung in den einzelnen Regionen. Bedingt, bzw. geregelt, wird das ganze durch eine sog. Marktwirtschaft - vielleicht schonmal gehört?! Alles "gleich machen" gab es schonmal und möchte sicherlich keiner mehr zurück haben.
gosalianer
04.03.2013, 11:29 Uhr
Ost/West Löhne
Der Grund für die unterschiedlichen Löhne/Gehälter zwischen Ost und West, ist die abweichende Wirtschaftskraft zwischen den neuen und alten Bundesländern. Auch wenn die Mauer vor über 20 Jahren gefallen ist, gibt es einen Nachholbedarf von ca. 40 Jahren wirtschaftlicher Entwicklung, die auf der Ostseite schlichtweg fehlen. Ist leider so...

Dass ein Putzfrau die gleiche Arbeit in Ost verrichtet als in West in unbestritten. Das gilt aber auch für eine Putzfrau in Portugal, Griechenland oder Spanien. Dort wird eine Putzkraft - trotz gleicher Währung - weniger verdienen als in der BRD. Der Grund dafür ist die geringere Wirtschaftsleistung in den einzelnen Regionen. Bedingt, bzw. geregelt, wird das ganze durch eine sog. Marktwirtschaft - vielleicht schonmal gehört?! Alles "gleich machen" gab es schonmal und möchte sicherlich keiner mehr zurück haben.
Retupmoc
04.03.2013, 13:21 Uhr
Das ist das Argument der Unternehmer
@ Gosalianerund stimmt so nicht. Denn wenn man dieses Argument anführt, dann führe ich an, das man nach 1949 von Seiten des Westens die besten Arbeitskräfte in den goldenen Westen geholt hat. Der Russe hat nur im Ostteil Wiedergutmachung gefordert, während auf der anderen Seite den Westdeutschen geholfen wurde. Nach 1990 hat dann der Westen ( ich sage nur Breuel, Treuhand und Co. ) nachweislich intakte Betriebe kaputt gemacht, die bestehende industrielle Infrastruktur dem Erdboden gleich gemacht. Mit ihrer Argumentation dürfte dann übrigens ein KFZ - Mechatroniker in Bad Sachsa ( ist nämlich auch strukturschwach und wirtschaftlich nicht entwickelt ) nicht 600 Euro mehr verdienen als der Gleichaltrige und gleich Ausgebildete hier. Und glauben Sie mir, das ist so, denn ich kenne jemanden der den Wohnort gewechselt hat und auf den das jetzt zutrifft. Bin mal ganz provokant - dann müssten die Menschen aus den alten BL in unseren Hotels mehr bezahlen oder zwei Euro Aufschlag auf den Bad - oder Museumsbesuch.

Es kann nur so gehen, das gleiches Recht für alle gilt - sonst wird die Mauer nie eingerissen.
gosalianer
04.03.2013, 15:15 Uhr
@ Retupmoc
Ihre „intakten Betriebe“ wären sowieso kaputt gegangen, da es für den Überhang des Angebotes – bundesweit – überhaupt keine Nachfrage gegeben hätte. Wäre das so, dann gäbe es nach dieser Marktkorrektur, blühende Gewerbe- und Industriegebiete in Ostdeutschland um dem unbändigen Nachfragedruck gerecht zu werden. Wo sind all die Fahrräder, Radios, Holzstiele, Bier- und Tabaksorten aus Nordhausen? Anscheinend ist die Nachfrage extrem hoch, nur warum erbarmt sich keiner für die Schaffung eines Angebotes? Warum wohl…

Ihr Bsp. „Bad Sachsa“ hinkt. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Bad Sachsa – kumulativ – die bilanzstärkste Sparkasse in Deutschland. Diese ist sogar besser aufgestellt als die HASPA in Hamburg, die zu einer der größten Sparkassen in Deutschland zählt. Das Geld kommt hierbei nicht etwa aus dem Interbankenhandel oder aus dem Investment sondern - Sparkassen-typisch - aus den Einlagen der regionalen Geschäfts- und Privatkunden der Bank. Bad Sachsa als eine strukturschwache Gegend zu bezeichnen halte ich für absurd. Sicherlich wird das Geld nicht ausschließlich im Ort Bad Sachsa verdient, aber auch dort ist man von der Außenwelt nicht abgeschnitten und besitzt entweder ein Fahrzeug oder benutzt öffentliche Verkehrsmittel. Und 1 KFZ-Mechatroniker, den Sie kennen, steht nicht gerade stellvertretend für die ganze Region. Außerdem werden die Löhne in kleinen regionalen Betrieben meistens der eigenen wirtschaftliche Lage angepasst und nicht nach den Tarifen der Gewerkschaften. Wobei wir wieder beim Thema wären, was die Lohn- und Gehaltsbestimmung in DE betrifft. Nicht alles funktioniert nach irgendwelchen Vorgaben und Statistiken.

Wenn Sie genügend Bürger aus den alten BL finden, die in Scharen Bad- und Museumsbesuche in Nordhausen bevorzugen, dann steht Ihrem Wessi-Ablasshandel nichts im Wege. Sie sollten sich grundsätzlich einmal Gedanken über die Funktion des Marktes machen und wie Sie selbst – ganz unbewusst – tag-täglich nach diesen Mechanismen funktionieren. Siehe diesem letzten Beispiel mit Ihrem 2 Euro-Aufschlag.
Retupmoc
04.03.2013, 16:10 Uhr
Das hat nun aber einen Pferdefuß
Ob die intakten Betriebe kaputt gegangen wären steht in den Sternen. Ich behaupte - wie viele andere auch - die Mehrzahl dieser betriebe ist kaputt gemacht worden. Genauso eine Mär übrigens, wie die das das Land pleite war. Die Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner ist heute 8fach höher, als in der DDR 1989. Nach Umrechnung übrigens. Bad Sachsa, war fiktiv, ich hätte auch Zorge, Wieda, Neuhof, Barbis usw. nennen können. Die Region ist strukturschwach und ehrlich gesagt: ist dort der Hund verfroren. Trotzdem bekommt auch eine Reinigungskraft in Barbis das Doppelte als in Ellrich. Und nicht nur der KFZ-Mechaniker. Diese ganzen Argumente sind eigentlich nur dazu da, den Menschen zu verschleiern, warum Sie nicht gleichen Lohn kriegen sollen oder noch besser einen gesetzlichen Mindestlohn.Wenn der bundesdeutsche Staat und seine reichen Unternehmer nicht dazu in der Lage sind, kann man ja gern wieder die Mauer aufbauen. Dann aber bitte im Ostteil ohne Euro. Und ich denke die Ostregierung lässt ihre Bürger dann auch reisen.
altmeister
04.03.2013, 16:28 Uhr
Denkfehler
Sehr geehrter @gosalianer, da ist aber bei Ihnen ein arger Fehler in der Argumentation. Selbst, wenn in anderen Ländern der EU der Euro Zahlungsmittel ist, so ist der Unterschied in den Lebenshaltungskosten ein wichtiger, nicht zu verachtender Punkt.
Im Vergleich Alt- zu Neubundesland sind aber die gleichen Kosten (mit natürlich regionalen Unterschieden) vorhanden, sei es Energie egal welcher Art, Waren aller Art u.s.w.
Es ist mir nicht bekannt, dass ein bundesweit agierender Einzelhandelskonzern in den neuen Ländern einen "Ossibonus" gibt.
Im Verhältnis der Wirtschaftskraft ist seit einiger Zeit sogar die Diskussion im Gange, dass ja selbst Regionen in den Altländern als Struktur- und Wirtschaftsschwach bezeichnet werden. Bekommen die dann auch weniger Lohn oder ist dort auch der in die Rentenkasse eingezahlte Euro weniger wert bei der Rentenberechnung, so wie es im neuen Teil Deutschlands leider ist?
gosalianer
04.03.2013, 17:07 Uhr
Über welches Jahrzehnt sprechen wir eigentlich?
Natürlich war die Pro-Kopf-Verschuldung in der DDR geringer. Was wollten Sie denn von ihrem Geld kaufen? Ich kann Ihnen ein belegbares Beispiel nennen, dass ein einfacher Produktionsmitarbeiter im Stilwerk Nordhausen pro Sonderschicht 1.000 Mark zusätzlich erhielt (pro Schicht!). Wie sollte das auf einem Markt, auch innerhalb der DDR, funktionieren (wenn es denn einen ordentlichen Markt gegeben hätte)? Das Land war pleite, weil seine Devisen keinen müden Pfennig mehr wert waren. Sie sollten sich mal eingängig mit diesem Thema beschäftigen, bevor Sie solch einen Humbug stets und ständig verbreiten.

Sie können Löhne und Gehälter nicht gesetzlich vorschreiben. Nehmen wir das Bsp. mit der Putzkraft: Diese verdient bspw. 5 Euro. Jetzt führen wir einen Mindestlohn ein und geben Ihr bspw. 10 Euro. Da es sozial Gerecht zugehen soll, müssen wir natürlich auch in anderen Bereichen den Mindestlohn einführen (bspw. Friseur, Pflegekraft etc.). Bald darauf wird in Deutschland niemand mehr für unter 10 EUR arbeiten müssen. Aber was sind die 10 EUR jetzt noch wert, wenn diese die unterste Einkommensstufe darstellen? Nichts! 10 Euro werden auf Kurz oder Lang so viel Wert sein wie vorher 5 EUR. Der Grund dafür ist die Teuerungsrate, die den Mehrwert der 10 EUR einfach auffressen wird. Denn was vorher für 5 Euro erbracht wurde, wird nun flächendeckend für 10 Euro erbracht, also sind 10 Euro irgendwann nur noch 5 Euro wert. Sie schaffen damit keinen Wohlstand sondern einfach eine breite Armut im Wert von 10 EUR - Armut lässt sich dann nämlich sehr genau beziffern. So und nicht anders funktioniert ein künstlich gesteuertes Einkommen - es sorgt einfach für eine armutsfördernde Preisanpassung oder für eine Inflationsrate jenseits von gut und böse. Die einzige Möglichkeit ist ein Bürgergeld, das jedem die Möglichkeit gibt, die Notwendigkeit für einen Niedriglohn arbeiten zu gehen, selbst entscheiden zu können.

Um wieder das Bspw. Ost/West anzuführen: Wenn Sie hier in die Preisentwicklung künstlich eingreifen, wird nichts anderes passieren, als dass der Markt es auf lange Sicht wieder selbst regelt. Das Ergebnis sind einfach nur höhere Verbraucherpreise, die den Einkommensanstieg deckeln.
Unbestritten ist nun mal, dass die alten Bundesländer wirtschaftlich stärker dastehen. Aus diesem Grund wird es bis auf weiteres eine unterschiedliche Preisentwicklung geben. Da hilft es nichts ein paar Provinznester im ehemaligen Grenzgebiet aufzuzeigen. Sie müssen schon die gesamte Region in Deutschland bewerten sonst ist es einfach nur Erbsenzählerei.
Retupmoc
04.03.2013, 17:23 Uhr
Zweiklassengesellschaft
Mit diesen Argumentationen werden Sie bei den Niedriglohnempängern aber nicht gut ankommen. Was bitte soll man sich denn von 3,50 die Stunde leisten? Und nicht vergessen - der Staat zahlt dann mit Hatschi4 noch dazu. In diesme Fall Sie als Steuerzahler.

Wissen Sie was meine Befürchtung ist? Das igendwann mal die "Braunen" auf guten Stimmenfang gehen bei den Leuten, die ihre Familie nicht ernähren können. Und dann haben wir den Salat. Fruchtbar ist der Nährboden.
Wolfi65
04.03.2013, 17:27 Uhr
So muss man es jetzt hinnehmen
Die damalige BRD hat alles richtig gemacht und in der DDR war alles bescheiden. Für das erarbeitete Geld gab es ja wohl nichts und deswegen ist man jeden Tag pünktlich auf die Arbeit gegangen.

So oder in etwa beginnen die Bonn-Berliner Lügenmärchen. Kurze Beine bekommen die Märchen-Erzähler noch früh genug und mit diesen können sie nicht mehr rechtzeitig entkommen.
Das beruhigt doch irgendwie..
Doerfler
04.03.2013, 20:58 Uhr
Lohnrückstand ist Willkür,
denn die ewige Produktivitätslüge in Verbindung mit dem DDR-Pleiten-Märchen benutzt hier offensichtlich auch @gosalianer um die ungerechtfertigten Unterschiede in der Bezahlung in Ost und West zu "begründen".

Was ist Produktivität? Laut betriebswirtschaftlichem Selbstverständnis (das ja die Wessis gepachtet haben) ist es das Verhältnis von eingesetzten Ressourcen zum Ergebnis - mit einfachen Worten: Wer billig hergestellte Waren zum Wucherpreis verkauft hat die höhere Produktivität!

So gesehen wundert es nicht, daß zu DDR-Zeiten der Westen die höhere "Produktivität" hatte. Die langlebigeren DDR-Produkte wurden ja im Westen bei Quelle, Neckermann & Co zu (diktierten) Schleuderpreisen verscherbelt. Außerdem kann mir niemand erzählen, daß eine vollautomatische Maschine des gleichen Herstellers oder ein Gebäudereiniger oder was auch immer in einem Betrieb im Osten langsamer oder schlechter arbeitet...

Die unterschiedliche Bezahlung ist immer noch weiter nichts als pure Willkür und Verar... gegenüber den "Ostdeutschen" und gehört SOFORT ausgemerzt und nicht in kleinen appetitlichen Prozent-Häppchen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag!

Und zum Thema "DDR-Pleite" empfehle ich das Buch "Die Schulden des Westens - Was hat die DDR zum Wohlstand der BRD beigetragen?" von Klaus Blessing...
h3631
05.03.2013, 09:11 Uhr
@gosalianer,Märchenerzähler
Warum habe ich in der damaligen Zeit nicht im Harzer Stielwerk gearbeitet.1000 Mark pro Sonderschicht.Wer soll denn das Märchen glauben?Habe ein Produktionsarbeiter von damals gefragt,die Antwort war Münchhausen der Märchenerzähler.
detti
05.03.2013, 18:18 Uhr
98maschr
Meine Frau arbeitet als Gebäudereiniger.Deshalb weiß ich,wovon ich rede.Das ist ein Knochenjob,der völlig unterbezahlt wird.Nun stellen Sie diese Arbeiter so hin,als seihen sie selber Schuld an ihrer Lage.Das ist einfach unverfroren.Viele dieser Frauen und Männer habendiesen Job,da der Arbeismarkt nichts anderes hergibt.Meine Frau war jahrelang im Einzelhandel tätig.Leider ist sie nicht jünger geworden,so das sie gekündigt wurde und mal nebenbei bemerkt,es muß auch noch Leute geben,die sauber machen.Das da kein Geld wie in der Wissenschaft gezahlt wird,ist aber auch verständlich
gosalianer
05.03.2013, 18:45 Uhr
@H3631
Mein Vater hat bei Harzer Stielwerke gearbeitet. Kurz vor der Wende wurden solche "Sonderzahlungen" getätigt. Da es keinen mehr gab, der für die Ost-Mark Sonderschichten einlegen wollte, musste man sich was einfallen lassen. Ich erzähle hier keine Märchen, und außerdem ist dies auch keine bahnbrechende Neuikeit oder Enthüllungsstory. Viele ehemalige Mitarbeiter sind sich dieser Praktiken sehr wohl bewusst. Auch dass viele der Mitarbeiter mit "Westgeld" in die Partei gelockt wurden. Das sind Dinge, die unter der Hand passierten, aber heutzutage sehr wohl bekannt sind. Die Leute, die hier erzählen, die DDR sei produktiv und wirtschaftlich gewesen, sind ja wohl die einzig wahren Märchenerzähler.
gosalianer
05.03.2013, 18:56 Uhr
@H3631
Mein Vater hat bei Harzer Stielwerke gearbeitet. Kurz vor der Wende wurden solche "Sonderzahlungen" getätigt. Da es keinen mehr gab, der für die Ost-Mark Sonderschichten einlegen wollte, musste man sich was einfallen lassen. Ich erzähle hier keine Märchen, und außerdem ist dies auch keine bahnbrechende Neuikeit oder Enthüllungsstory. Viele ehemalige Mitarbeiter sind sich dieser Praktiken sehr wohl bewusst. Auch dass viele der Mitarbeiter mit "Westgeld" in die Partei gelockt wurden. Das sind Dinge, die unter der Hand passierten, aber heutzutage sehr wohl bekannt sind. Die Leute, die hier erzählen, die DDR sei produktiv und wirtschaftlich gewesen, sind ja wohl die einzig wahren Märchenerzähler.
vogelfrei
06.03.2013, 10:28 Uhr
An all diejenigen
All denen die hier geschrieben haben, nur so viel: die Arbeit die ein Gebäudereiniger (Innenreiniger) ausübt sollte wirklich mit gleichen Lohn für gleiche Arbeit abgegolten werden. Denn ich möchte diejenigen sehen die in eine Arztpraxis oder Krankenhaus müssen, wo nur unqualifizierte Reinigungskräfte tätig sind. Denn heute kann sich doch jeder schon Gebäudereiniger nennen, der zu Hause einen Besen und Staubsauger stehen hat. Wie viel Firmen gibt es nur allein in NDH die sich alle Gebäudereinigung nennen. Vom Hausmeisterdienst bis zum Reinigen nach Hausfrauenart, wird heute alles in einen Topf mit der Gebäudereinigung geworfen. Es gab Zeiten da war der Beruf des Gebäudereiniger noch ein Handwerk, aber leider wurde dieser Beruf ja aus der Handwerksrolle gestrichen.

Also brauch ich heutzutage kein Meister mehr zu sein, wenn ich eine Gebäudereinigungsfirma gründen möchte. Selbst eine Innenreinigerin muss heutzutage genau wissen was sie für Arbeitsabläufe zu tun hat. Denn diese Frauen sollten eine Desinfektion in öffentlicher Einrichtung (Schule, Kindergarten, Arztpraxen usw.) beherrschen.
Retupmoc
06.03.2013, 12:14 Uhr
@ Gosalianer
Also mich hat keiner mit Westgeld in die Partei gelockt. Und 1000 Ostmark hätte ich gern als Lohn gehabt. Lassen Sie diese Märchen.

Sollte ich mich jedoch irren und es war so wirklich, stellt sich bei mir die Frage: Lebt der ehem. Direktor noch und kann man noch Strafanzeige wegen Veruntreuung stellen?
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