Di, 14:21 Uhr
12.02.2013
Schwebend gearbeitet
In Nordthüringen hat E.ON Thüringer Energie heute mit Unterstützung eines Hubschraubers Reparaturen an 110-kV-Hochspannungsleitungen vorgenommen. Im Eichsfeld und im Landkreis Nordhausen...
Bei den Arbeiten an Freileitungen in der Nähe von Wolkramshausen und Bernterode wurden die Monteure in einer Hänge-Gondel an die Reparaturstellen geflogen. Da sich die die Schäden an den Erdseilen der Hochspannungsleitungen an nur schwer zugänglichen Orten befanden, wurde auf diese unübliche Transportmethode zurückgegriffen. Üblicherweise kommen bei derartigen Reparaturen an Hochspannungsfreileitungen Hubsteiger oder Hebebühnen zum Einsatz.
Die Spezialgondel mit den zwei Monteuren hing dabei an zwei Stahlseilen mehrere Meter unter dem Hubschrauber. Der Helikopterpilot hielt die Gondel im Schwebeflug für etwa 15 Minuten exakt an der Reparaturstelle in rund 35 Metern Höhe. In dieser Zeit konnten die Männer die Beschädigungen am Erdseil, die durch Blitzschlag entstanden waren, fachgerecht beseitigen.
An den Seilen (Foto: EON Thüringer Energie)
Die Schäden waren zuvor bei den turnusmäßigen Inspektionen der Hochspannungsleitungen aufgefallen. Alle zwei Jahre werden die Hochspannungsleitungen von E.ON Thüringer Energie im Freistaat mit dem Hubschrauber abgeflogen. Die Protokolle sind die Grundlage für die späteren Reparaturaufträge.
Die Reparaturflüge werden mit einem Hubschrauber vom Typ AS 355 N Ecouril absolviert, einer Maschine mit zwei Hauptturbinen. Bei Reparaturflügen an Hochspannungsleitungen sind zweimotorige Hubschrauber aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben. Zudem besitzt der Pilot der Maschine langjährige Flugerfahrung speziell im Bereich des Industriefluges. Dies ist unabdingbar, da die angehängte Gondel und die zur Gewichtsersparnis ausgebauten Türen die Flugeigenschaften der Maschine spürbar beeinflussen. Trotzdem muss der Hubschrauber vom Piloten ohne Wackler mehrere Minuten lang exakt an einer Stelle gehalten werden.
E.ON Thüringer Energie arbeitet seit 2006 mit der Firma Meravo-Luftreederei zusammen, die über jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich des Hubschrauberfluges verfügt.
Die Hubschrauberreparaturen an den Hochspannungsleitungen sind Bestandteil des umfangreichen Investitions- und Instandhaltungsprogramms der E.ON Thüringer Energie AG. Allein in diesem Jahr werden insgesamt rund 140 Millionen Euro für die Erneuerung und Instandhaltung von Erzeugungs- und Verteilungsanlagen sowie den Rückbau nicht mehr benötigter Leitungen und für neue Strom- und Erdgasanschlüsse ausgegeben. Mehr als 80 Prozent dieser Summe fließen direkt in die Auftragsbücher der Thüringer Wirtschaft.
Mehr dazu auch auf nnz-tv sowie in einer Bilder-Galerie.
Autor: nnzBei den Arbeiten an Freileitungen in der Nähe von Wolkramshausen und Bernterode wurden die Monteure in einer Hänge-Gondel an die Reparaturstellen geflogen. Da sich die die Schäden an den Erdseilen der Hochspannungsleitungen an nur schwer zugänglichen Orten befanden, wurde auf diese unübliche Transportmethode zurückgegriffen. Üblicherweise kommen bei derartigen Reparaturen an Hochspannungsfreileitungen Hubsteiger oder Hebebühnen zum Einsatz.
Die Spezialgondel mit den zwei Monteuren hing dabei an zwei Stahlseilen mehrere Meter unter dem Hubschrauber. Der Helikopterpilot hielt die Gondel im Schwebeflug für etwa 15 Minuten exakt an der Reparaturstelle in rund 35 Metern Höhe. In dieser Zeit konnten die Männer die Beschädigungen am Erdseil, die durch Blitzschlag entstanden waren, fachgerecht beseitigen.
An den Seilen (Foto: EON Thüringer Energie)
Die Schäden waren zuvor bei den turnusmäßigen Inspektionen der Hochspannungsleitungen aufgefallen. Alle zwei Jahre werden die Hochspannungsleitungen von E.ON Thüringer Energie im Freistaat mit dem Hubschrauber abgeflogen. Die Protokolle sind die Grundlage für die späteren Reparaturaufträge. Die Reparaturflüge werden mit einem Hubschrauber vom Typ AS 355 N Ecouril absolviert, einer Maschine mit zwei Hauptturbinen. Bei Reparaturflügen an Hochspannungsleitungen sind zweimotorige Hubschrauber aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben. Zudem besitzt der Pilot der Maschine langjährige Flugerfahrung speziell im Bereich des Industriefluges. Dies ist unabdingbar, da die angehängte Gondel und die zur Gewichtsersparnis ausgebauten Türen die Flugeigenschaften der Maschine spürbar beeinflussen. Trotzdem muss der Hubschrauber vom Piloten ohne Wackler mehrere Minuten lang exakt an einer Stelle gehalten werden.
E.ON Thüringer Energie arbeitet seit 2006 mit der Firma Meravo-Luftreederei zusammen, die über jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich des Hubschrauberfluges verfügt.
Die Hubschrauberreparaturen an den Hochspannungsleitungen sind Bestandteil des umfangreichen Investitions- und Instandhaltungsprogramms der E.ON Thüringer Energie AG. Allein in diesem Jahr werden insgesamt rund 140 Millionen Euro für die Erneuerung und Instandhaltung von Erzeugungs- und Verteilungsanlagen sowie den Rückbau nicht mehr benötigter Leitungen und für neue Strom- und Erdgasanschlüsse ausgegeben. Mehr als 80 Prozent dieser Summe fließen direkt in die Auftragsbücher der Thüringer Wirtschaft.
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