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Fr, 14:55 Uhr
25.01.2013

Chance für die Region

Mit einem symbolischen Begrüßungshandschlag vor der Kamera der Nordthüringer Online-Zeitungen begann ein Pressegespräch mit dem jetzigen und zukünftigen Kommandeur am Bundeswehrstandort Sondershausen. Wie geht es im Rahmen der Umstrukturierungen weiter, Persönliches und die Chancen für die Region, auch bis in die Nachbarkreise.

Es ist ja schon lange bekannt, dass es im Rahmen der Umstrukturierung der Bundeswehr auch in Sondershausen zu umfangreichen Veränderungen kommen wird. In einem waren sich der Kommandeur des Oberstleutnant Armin Schaus und der zukünftige Kommandeur Oberstleutnant Markus Kankeleit einig: Der Bundeswehr Standort Sondershausen wird zu einem Vorzeigeort des Deutschen Heeres.

Chance für die Region (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Chance für die Region (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Warum könnte besonders die Region profitieren? In Sondershausen wird eines von nur drei aufzubauenden Feldwebelanwärter/-Unteroffiziersanwärter- Bataillone in ganz Deutschland aufgestellt , dem einzigen im Ostteil des Landes. Die anderen beiden Bataillone werden in Celle (Niedersachsen) und Altenstadt (Bayern) aufgestellt. Die Ausbildung der jungen Soldatinnen und Soldaten wird ab Januar 2014 erfolgen. Wenn der Rhythmus gefunden ist, werden Quartalsweise bis zu 480 junge Menschen für ein halbes Jahr lang ausgebildet.

Und hier ergeben sich Chancen. Das sind junge Leute die nach dem Dienst etwas erleben wollen. Sicher ist die Ausbildung hart. Aber nicht jeden Tag wird man so kaputt sein, dass man nur die Füße hochlegen wöllte. Also was tun? Von der Karl-Günther-Kaserne bis in die Innenstadt von Sondershausen sind es gerade mal fünf Minuten! Und Nordhausen ist auch mal gerade 20 Kilometer entfernt. Und man kann sich ausrechnen, dass es sehr interessant sein kann, den jungen Leuten etwas in der Freizeit zu bieten.

Die jungen Leute werden aus ganz Deutschland kommen. Sie werden viele übers Wochenende in die Heimat reisen. Aber mit tollen Angeboten könnte man sie sicher auch am Wochenende in der Stadt oder der Region halten. Hier heißt es Angebote machen und neue Wege gehen, wie man den jungen Leuten verklickert, wo etwas los ist. Das Internet dürfte mit Sicherheit ein interessantes Medium sein.

Hier muss allerdings nicht die Stadt allein ran, sondern Handel und Gewerbe. Aber wie immer wird es an der Stadt hängen bleiben, wie man ankommt und das in doppelter Hinsicht! Wenn die jungen Leute in die Heimat fahren, müssen sie gute Kunde von Sondershausen mitnehmen und nicht nur dann. Wenn die die Ausbildung beendet sein wird, werden die jungen Leute in andere Standorte kommen. Auch dort sollen sie sagen, dass war ein Klasse Ausbildungsort. Eine echte Herausforderung für Stadt und Region.

Und wie geht es weiter? Von den sechs am Standort Sondershausen befindlichen Batterien des Raketenartilleriebataillon 132 werden drei an andere Standorte verlegt. Zwei Batterien ziehen an bereits bestehende Standorte in Munster und Idar-Oberstein und werden die dort bestehende "Rohrartillerie" verstärken. Aber rund 80 Soldatinnen und Soldaten werden am Standort in Sondershausen verbleiben, so Schaus, und andere Aufgaben am Standort übernehmen und nur ihr Türschild umdrehen, wie es der Kommandeur treffend formulierte. So werden Teile der 1. Batterie in die neuentstehende 1. Ausbildungskompanie wechseln und Teile der 6. Batterie in die 2. Ausbildungskompanie.

Und der Kommandeur selbst? Er wartet noch auf eine interessante Aufgabe. Er rechnet damit, dass er bis zum 3. Quartal noch in Sondershausen ist, längstens jedoch bis Jahresende, denn bis zum eigentlichen Ausbildungsstart am 1.1.14 gibt es noch einiges zu tun. Deshalb weilte Oberstleutnant Markus Kankeleit auch bereits schon mal in Sondershausen. Richtig "ernst" wird es für Kankeleit ab 1. April 8oder genauer gesagt wegen des Werktages der 2. April) denn dann beginnt die heiße Vorbereitungsphase und er tritt seinen Dienst offiziell in Sondershausen an.

Auf dem Dickkopf muss zum Beispiel noch eine neue Standortschießanlage aufgebaut werden. Die Unterkünfte für die Soldaten sind gut, da muss nur ein Gebäude nach "aufgearbeitet" werden. Arbeiten bei denen sicher wieder Aufgaben für die örtliche Industrie / Gewerbe abfallen wird.

Ständig neue Leute in der Ausbildung? Was wird dann aus den Vereinen von Sondershausen die in Schwimmhalle und Turnhalle bisher trainierten? Auch da kam Entwarnung von beiden Kommandeuren. Sicher muss die Ausbildung gewährleistet sein, aber wir werden noch genügend Öffnungszeiten für die Vereine lassen und denken nicht an Kürzungen, so die Aussage. Auch der Kreis muss nicht bangen, für die Berufsinfotage und den Neujahrsempfang steht auch die Turnhalle bereit.

Natürlich wurde bei so einem Gespräch auch mal die persönliche Seite angesprochen. Wo war der neue Kommandeur vorher? Oberstleutnant Markus Kankeleit war bei 1. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster und war dort für die multinationale Logistik verantwortlich. Mit Schmunzeln berichtete der Kommandeur, dass es bald eine richtige Dreiecksbeziehung geben wird. Wohnort ist Potsdam, Standort ist Sondershausen und die Lebensgefährtin wohnt in Dresden. Na, da freut sich doch der Finanzminister, wie das Benzin rinnt und die Steuern fließen. Aber Spass bei Seite auch für Sondershausen will sich der Kommandeur nach einer Wohnung umsehen.

Auch persönlich kennen sich die beiden Kommandeure schon von früher her, denn schließlich war man auf der gleichen Offiziersschule in Hannover. Und noch eine Gemeinsamkeit gab es, beide belegten in Hannover den gleich Tanzkurs. Mit Schmunzeln berichteten sie, die Gemeinsamkeiten gingen aber nicht so weit, dass man gar zusammen tanzte. Tanzen ist ein Stichwort, denn am 2. März startet in Sondershausen der Schlossball, vielleicht kann man die beiden dort auch sehen.

Natürlich wird kn weiter berichten, was sich so am Bundeswehrstandort in Sondershausen ereignet.
Autor: khh

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