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Fr, 07:08 Uhr
25.01.2013

Runter mit den Schneehauben

Freie Fahrt nur bei freier Sicht, das ist für die meisten Autofahrer selbstverständlich. Allerdings reicht es nicht aus, nur die Scheiben von Schnee und Eis zu befreien. Torsten Hesse vom TÜV Thüringen rät vor Fahrtantritt, das gesamte Fahrzeug von den Schneemassen zu befreien...


Der Winter ist zurückgekehrt. Was für den einen schon zur Routine zählt, ist für andere eine Last: das morgendliche Freikratzen und Freischaufeln des Fahrzeugs. Manch eiliger Fahrzeugführer glaubt ein Sehschlitz in der Frontscheibe reicht aus zum Losfahren, den Rest übernimmt dann Heizung und Gebläse. Aber, falsch gedacht, denn laut StVO ist jeder Fahrzeugführer verpflichtet, sein Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien und eine vollständige Rundumsicht zu gewährleisten.

„Das Fahrzeuggebläse kann lediglich etwas gegen beschlagene Scheiben ausrichten. Bei Eis und Schnee hilft nur Eiskratzer und Schneebesen. Die gehören wie eine Decke im Winter immer an Bord“, erklärt Torsten Hesse vom TÜV Thüringen.

Schneemassen auf Fahrzeugdächern, Motorhauben und Kofferraumdeckeln sind nicht nur lästig für den Nachfolgeverkehr, sie können auch zur Gefahr werden. „Beim Bremsen kann der nach vorn rutschende Schnee, die Sicht zum vorausfahrenden Verkehr behindern, was im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen kann. Die Scheibenwischer sind für das Beseitigen größerer Schneemengen absolut ungeeignet.“

Abgesehen von drohenden Bußgeldern ist Schnee auf dem Autodach schlecht für den Geldbeutel. „Durch den zusätzlichen Ballast erhöht sich der winterbedingte Mehrverbrauch des Fahrzeugs nochmals. Ein zu geschneiter Wagen mit einer zehn Zentimeter dicken Schneeschicht führt je nach Fahrzeuggröße und Schneeart ein Zusatzgewicht von 40 bis 150 Kilogramm mit sich“, so Hesse.

Gerade im Winter kommt es auf sehen und gesehen werden an. Der Verkehrsexperte Hesse empfiehlt daher auch die Scheinwerfer sowie Blink- und Rückleuchten stets sauber sowie schnee- und eisfrei zu halten. „Ein mit einer Eis- oder Schneeschicht bedeckter beziehungsweise verschmutzter Scheinwerfer hat nicht die vorgesehene Leuchtkraft und stellt so ein Verkehrsrisiko dar“, warnt Hesse.

Zudem empfiehlt Hesse im Winter den Tank nie ganz auf Reserve (unter viertel Füllung) leer zu fahren. „Wer bei Minusgraden im Winter in einen Stau gerät, sollte immer ausreichend Sprit im Tank haben. Längere Standzeiten bei laufendem Motor treiben den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Ein leer gefahrener PKW muss am Ende abgeschleppt werden“, so Hesse.
Autor: red

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