Nur durch Schüsse zu stoppen?
Ein Autodieb hat am Abend die Polizei in Nordthüringen in Atem gehalten, indem er immer wieder vor den Streifenwagen flüchtete. Wir haben die Einzelheiten für Sie aufbereitet...
Ausgangspunkt für die Flucht durch den Südharz war die Gemeinde Woffleben im Landkreis Nordhausen. Nachdem einem Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Starthilfe gegeben worden war stand das Auto mit laufendem Motor vor dem Feuerwehrgerätehaus. Kurz nach 18 Uhr bemerkte der Besitzer, dass sein Opel Combo verschwunden ist. Er alarmierte sofort die Polizei. Das Auto wurde zur Fahndung ausgeschrieben und Polizeistreifen in den Bereich verlegt, um nach dem Wagen zu fahnden.
Gegen 20.30 Uhr wurde das Auto entdeckt, als es in Richtung Ellrich fuhr. Dem Haltezeichen einer entgegenkommenden Streife schenkte der flüchtende Fahrer keine Beachtung und setzte die Fahrt über mehrere Nebenstraßen in Richtung B 243 fort. In Günzerode entzog sich der Fahrer einem weiteren Anhalteversuch.
Polizeibeamte aus Niedersachsen hatten inzwischen an der Landesgrenze zwischen Mackenrode und Nüxei mit einem Streifenwagen eine Straßensperre errichtet. Gemeinsam mit Thüringer Beamten sollte die Weiterfahrt verhindert werden. Der Flüchtende fuhr mehrfach auf Polizeibeamte zu und rammte dabei auch einen Streifenwagen.
Ein Polizeibeamter schoss daraufhin auf das Vorderrad des Wagens, verfehlte allerdings den Reifen. Der bis dahin noch unbekannte Mann setzte seine Flucht wieder über die B 243 in Richtung Nordhausen fort. Kurz vor 21 Uhr konnte das Auto schließlich in Holbach gestoppt werden.
Der Mann am Steuer machte einen völlig verwirrten Eindruck. Er stand offensichtlich unter Drogeneinfluss. Nach einer Blutprobe im Südharzklinikum wurde der aus dem Landkreis Nordhausen stammende 22-Jährige aufgrund der Drogeneinwirkung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt.
Autor: red
Kommentare
Retupmoc
25.01.2013, 09:57 Uhr
Und wieder
Glauben Sie mir nun, das hier nur lebenslanger Führerscheinentzug und eine längere Haftstrafe hilft? Gestern am Taschenberg heute im Landkreis. Und morgen. Sperrt diese Idioten weg!
sawo1504
25.01.2013, 12:08 Uhr
naja führerscheinentzung...
als ob das was bringt...weil auch ohne den kann man autos klauen und fahren...also gefängnis ist das schon ehr die lösung...auch drogen sind da keine ausrede...weil schlimm genug das er das gemacht hat...aber zum glück ist keiner verletzt wurden...einfach nur krank solche menschen...
Wolfi65
25.01.2013, 12:22 Uhr
Brauch ich nicht
Ich brauche keinen Führenschein zum Autofahren im Landkreis NDH.@Retupmoc
Ein Zündschlüssel mit passenden Auto und eine Weste der SK 2 reichen vollkommen aus.
PS:
Selbstverständlich klaut man keine Autos.
Totaldemokrat
25.01.2013, 13:43 Uhr
Schlusspunkt San Francisco
Kennt jemand noch den 1971er US Film: "Schlusspunkt San Francisco" mit Barry Newman (spielte auch den Anwalt Petrocelli)??
Kowalski (Newman) soll einen Dodge Challenger V8 innerhalb von 15 Sunden von Denver nach Frisco fahren... Unterwegs hat er jede Menge Ärger mit schießwütigen US Sheriffs die ihn wegen seiner Fahrweise aufhalten wollen. Er bekommt aber auch unterwegs Hilfe. Ein Radiomoderator (Super Super Soul) hört den P-Funk ab und hilft ihm den Polizeisperren zu entkommen. Hippies und Biker helfen ihm ebenfalls. Zum Schluss knallt er jedoch,
voll gepumpt mit Amphetaminen, in 2 Planierraupen. Der letzte amerikanische Held ist nicht mehr...
Der Film lief übrigens in unseren DDR Kinos unter dem Namen: "Grenzpunkt Null".
Wollte der Driver..äh ich meinte der Fahrer, eventuell auch nach Frisco???
G. Meskalowski
25.01.2013, 18:24 Uhr
der mann am steuer
ist die eine sache, aber wie sieht's denn mit dem opelbesitzer aus ?
der bleibt erstmal auf seinem demolierten auto sitzen, denn die versicherung wird sagen, grobe fahlässigkeit. wenn der "driver" noch jemanden umgefahren hätte, wie würde es dann für den fahrzeughalter aussehen ?
ich war gerade noch im getränkemarkt, als ich wieder rauskomme steht neben mir ein audi, laufender motor, keiner drin. ich hab mal probiert, türen offen. ohne worte !
p.s. den film habe ich damals auch gesehen, aber in der hauptsache wegen des choppers ;o)
schönes we g. meskalowski
@nur durch Schüsse ...
Machen wir uns mal nichts vor ... der Typ hat schön in der Psychiatrie geschlafen, gefrühstückt und heute sicher schon wieder draussen, weil wieder zurechnungsfähig und kann für sich selber entscheiden. Evtl.im Anschluss noch zur Wache wegen einer Aussage - für eine Tat unter Drogeneinfluss - was wird da die Staatsanwaltschaft sagen, richtig: er kann nichts dafür und ist nicht schuldfähig. Das er sehr wohl fähig war ein Auto zu führen, Sperren auszuweichen usw. zählt nicht.
Wenn man am Abend von der Arbeit, der Sportgruppe oder dem Kino kommt und dann von so einem ... zum Krüppel oder deine Kinder zu Waisen werden, waren Schüsse auf die Reifen zu tief angesetzt.
TeeEff
26.01.2013, 00:50 Uhr
Wie bitte?
"Ein Polizeibeamter schoss daraufhin auf das Vorderrad des Wagens, verfehlte allerdings den Reifen."
Ja bitte geht's noch?
Die Wahrscheinlichkeit das ein sich drehender Reifen an sich bewegenden Objekt gescheit getroffen wird ist arg gering - und Reifen sind auch relativ robust gegen Handfeuerwaffen!
Dazu sind abgelenkte Projektile unberechenbar und das Fahrzeug kann zudem bei (dem seltenen) Erfolg völlig unkontrollierbar werden.
Nicht ohne Grund untersagen die Dienstanweisungen in den USA in solchen Fällen genau diese Praxis! Diese Vorgehensweise ist einfach unverantwortlich!
@TeeEff
Typisch für unsere Gesellschaft, die Polizei muss sich rechtfertigen und der Straftäter wird in Schutz genommen. Der Junkie liegt schön im warmen Bett, während die Polizei die Kugel suchen muss und Berichte zu schreiben hat. Ich denke vor dem Schuss hat der Polizist gründlich überlegt, weil er die Folgen sehr gut kennt.
xxx87
26.01.2013, 10:43 Uhr
@egw
Genau Ihrer Meinung bin ich auch, der Beamte hat einfach in dieser Situation versucht andere Menschen zu schützen und den irren Fahrer zu stoppen,und den Beamten bleibt meist weniger als ein Bruchteil einer Sekunde um richtig und verantwortungsvoll zu handeln!Respekt vor der Polizei,die an allen Ecken und Enden sein muss und wehe es passiert was, dann gibts noch eine auf den Deckel!Ich denke die wenigsten können sich ein Bild davon machen was die Polizei Tag für Tag leistet,stattdessen wird lieber an allem rum gemeckert.
Wolfi65
26.01.2013, 16:39 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehoert nicht zum Thema des Beitrags
Paulinchen
26.01.2013, 18:33 Uhr
Tu nichts Böses...
...dann widerfährt die nichts Böses, oder wer sich in Gefahr begibt, muss damit rechnen, darin umzukommen.
Mich ko... es an, wenn man der Polizei stets vorhält, die hätten so, oder so nicht handenl dürfen. Für mich ist entscheident, dass unsere Polizisten eine sehr gute Ausbildung erhalten und auf keinen Fall dumme Beamte sind, wie so oft versucht wird zu unterstellen. Leider sind sie all zu oft die Prügelknaben der Nation und müssen sich nicht selten auch noch vor Gericht verantworten, nur weil sie einem Straftäter aus Versehen, ein Haar gekrümmt haben. Ich denke da nur und ich bin mir bewusst, dass ich jetzt eine Wahnsinnsdiskussion los trete, an die Einsätze der Polizei in den Fußballstadien. Hier müssen sich die Beamten jede Woche einer Horde Menschen gegenüberstellen, die möglicher Weise nicht Herr ihrer Sinne sind. Deshalb fordere ich hier, die Eintrittskartenpreise auf ein Niveau anzuheben, dass sich jeder Verein ein eigenes Sicherheitsheer anschaffen kann und unsere Steuergelder künftig sinnvoller ausgegeben werden können. Mir ist bekannt, das die Polizeieinsätze in Stadien jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Mir liegt es aber fern, hier alle Fußballfreunde über einen kamm zu scheren! Nur die Rowdies sind eben keine Fußballfreunde! Es gibt viel zu wenig Stadionverbote auf Lebenszeit.
TeeEff
26.01.2013, 21:18 Uhr
Falsch egw!
Der Beamte hat mit dem Schuss in dieser Situation sein Leben, das seiner Kollegen, das etwaiger Unbeteiligter im Umkreis von bis zu 1 km und natürlich letztlich auch das Leben des Fahrers leichtfertig und ohne Aussicht auf Verwirklichung seines Vorhabens aufs Spiel gesetzt.
Das ist unter den Umständen nicht zu rechtfertigen und sollte dringend Konsequenzen haben - mindestens in Ausbildungsinhalten, Dienstvorschriften und Ausrüstung.
Oder finden sie das einer der Beteiligten, oder gegf. in der Nähe befindlichen Unbeteiligten den Tod verdient hätte?
Oder selbst, dass das Verhalten des Fahrers die Todesstrafe rechtfertigt?
Im übrigen können sie ja mal den Angehörigen des Wanderers (Friedhelm Beate) erklären warum er damals im Hotel erschossen wurde und besonders warum die Polizei es für nötig hielt und sich keiner Verantworten mußte
(Ja die Berichte drumherum sind sehr sehr "interessant")
normal denker
26.01.2013, 22:57 Uhr
@egw
würdest du so reden wenn das geschoss dein kind getroffen hätte.
h3631
27.01.2013, 09:53 Uhr
Geschoss Auto @unzufrieden
Würden sie auch so reden wenn das GESCHOSS Auto dein Kind,Frau oder dein Freund getroffen hätte.Sie könnten ja selbst betroffen sein.Das gleiche gilt für Tee Eff.
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Die Diskussion ist hiermit beendet - nnz-Redaktion.
Okieh
31.01.2013, 18:05 Uhr
Straftat unter Drogen - warum Strafminderung
Warum werden Straftaten, welche unter Drogeneinfluss begangen werden nicht gleich hart oder sogar noch härter bestraft. Wer Dogen konsumiert ist sich der Wirkungsweise dieser Droge bewusst, handelt also im Vorsatz. Wenn er unter Einfluss dieser Drogen eine Straftat begeht, bekommt er jedoch in der Regel Strafminderung oder eben einen Kurzaufenthalt in der Klinik.
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