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Do, 09:23 Uhr
24.01.2013

Fast nie empfehlenswert

In den Werbeanzeigen ist sie immer gut vertreten: die Elektroheizung. Die Anbieter versprechen neben niedrigen Heizkosten auch hohen Komfort und sogar ein gutes Gewissen dank CO2-Reduktion. Gerade bei den derzeitigen niedrigen Außentemperaturen kann es jedoch böse Überraschungen geben...


„Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten oft in ungeahnte Höhen, besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist“, erklärt Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Thüringen. „Immer wieder“, so die Energieexpertin, „sitzen in unseren Beratungen Verbraucher, die sich ihre astronomische Stromrechnung nicht erklären können.“

Besonders teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, wie z.B. die massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen. Im Gegensatz zum etwas günstigeren Nachtstrom, für ca. 17 Cent pro Kilowattstunde (kWh), kostet Strom tagsüber durchschnittlich nämlich 27 Cent pro kWh. Zum Vergleich: Für Gas fallen für jede kWh rund sieben, für Heizöl umgerechnet etwa neun und für Holzpellets fünf Cent an.

Damit sind die Energiekosten einer Elektroheizung zwei- bis dreimal so hoch wie bei anderen Energieträgern. „Einsparungen, die Anbieter auf Grund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprechen, sind damit in kurzer Zeit wieder aufgezehrt“, erklärt die Expertin.

Und auch für den Klimaschutz ist die Elektroheizung lediglich unter bestimmten Voraussetzungen ein Gewinn: Emissionen können nur gesenkt werden, wenn der Strom konsequent über einen zertifizierten Ökostromtarif bezogen wird. Den gibt es allerdings nicht als Nachtstromtarif. Bei den meisten Angeboten verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport also deutlich höhere CO2-Emissionen als andere Energieträger.

Verbraucher, die eine größere Investition planen, sollten sich deshalb unbedingt anbieterunabhängigen Rat einholen, empfiehlt Ramona Ballod. „Bei einer neutralen Bewertung der individuellen Situation wird meist schnell klar, welches Heizsystem für den jeweiligen Verbraucher das Beste ist.“

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen bei allen Fragen zum Energieverbrauch: in einem persönlichen Gespräch in der nächstgelegenen Beratungsstelle oder bei Ihnen zu Hause. Beratung und Termine gibt es unter 0800 809 802 400 (kostenfrei). Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 555140.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Autor: red

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Kommentare
-----7
24.01.2013, 14:37 Uhr
Für mich auch ein Grund...
... den Heizstrahler im Bad, wie er in den meisten Plattenbauten installiert ist, nicht zu benutzen! Wenn ich duschen oder baden möchte, lasse ich eine Zeit vorher die Tür offen und habe dann die gleiche Temperatur wie in der restlichen Wohnung.

Fatal finde ich auch die, in meinen Augen, Fehlkonstruktion dieser Heizstrahler. Bei mir ist dieser in der Nähe und auf gleicher Höhe wie der Lüfter. Betreibt man beides, was sich selten vermeiden lässt, da der Lüfter über die Lichtschalter eingeschaltet wird, saugt dieser die vom Strahler erzeugte Wärme auch gleich wieder ab.
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