Mo, 13:08 Uhr
21.01.2013
Revolution, Vampire und Kameliendame
Das Theater Nordhausen hatte heute wieder zum Pressefrühstück geladen, um die anstehenden Premieren mit kleinen Appetitshäppchen schmackhaft zu machen. Und am Mittwoch gibt es um 15 Uhr ein "Besucherkaffeetrinken" mit ersten Szenen aus dem neuen Ballett im "Café Sahne".
Großes Aufatmen bei der Veranstalterin Birgit Susemihl, dass alle Beteiligten trotz heftigen Schneefalls unfallfrei den Weg ins "Da Capo" fanden. Hier saßen den versammelten Journalisten mit O(p)berspielleiter Toni Burkhardt, Ballettchefin Jutta Ebnother und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Riege geballter Kompetenz gegenüber. Alle drei erzählten locker und gelöst von ihren Projekten. Den Spaß, den sie an ihrer Arbeit haben, sah man den dreien förmlich an.
Der Oberspielleiter Toni Burkhardt beschrieb die am Freitag anstenden Opernpremiere "André Chenier" als herzzerreißende Dreiecks-Liebesgeschichte vor revolutionärem Hintergrund. Mit den Protagonisten Hugo Mallet, Sabine Mucke und Kai Günther weiß Burkhardt die Hauptpartien glänzend besetzt und freut sich, in Nordhausen ein so oppulentes Werk auf die Bühne zu bringen. In den Wirren der Französischen Revolution zwischen Freiheit und Terror geraten der Dichter Chenier, die adlige Maddalena und ihr Diener Carlo Gerard in Ausnahmesituationen, die von Intrigen und Machtspielen geprägt sind. Burkhardt lobte die wenig gespielte italienische Oper von Umberto Giordano als großes Theater, in dem "die Liebe ausbricht". Ob und für wen es ein happy end gibt, erfahren die Nordhäuser Theaterfreunde ab Freitag, 25. Januar.
Die Pianistin Silke Avenhaus gastiert in Sondershausen und Nordhausen
Im 4. Sinfoniekonzert wird es dagegen eher phantastisch zugehen. "Romantische Fantasien" ist der Abend überschrieben und präsentiert die Ouvertüre aus Heinrich Marschners romantischer Oper "Der Vampir", Robert Schumanns Klavierkonzert in a-moll und die Komposition des damals jungen Hector Berlioz "Symphonie fantastique". Als Solistin ist die international erfahrene Pianistin Silke Avenhaus verpflichtet worden, GMD Markus L. Frank steht höchstpersönlich am Pult. Am 16. Februar in Sondershausen und am 17. Februar in Nordhausen erklingen diese Werke aus dem frühen 19. Jahrhundert, der Hochzeit der europäischen Romantik.
Ein klassisches und immer wieder beliebtes Thema ist jenes der "Kameliendame" von Alexandre Dumas, die später als Oper "La Traviata" einen phänomenalen Siegeszug um die Welt antrat. Nordhausens Ballettchefin und Choreografin Jutta Ebnother wurde durch ihren Auftritt als Phantom der Kamleindame in der Nordhäuser "Traviata"-Inszenierung dazu inspiriert, die Geschichte nun auf dem Tanzboden umzusetzen. Sie bedient sich dabei der Musik von Chopin und Liszt, beide Zeitgenossen Dumas'. Auch diese Ballettproduktion wird von Livemusik begleitet. Alexandra Sostmann, eine gefeierte Konzertpianistin wird aber nicht nur am Flügel sitzen, sondern auch aktiv ins Geschehen auf der Bühne eigreifen. Nach der großartigen "Don-Quichotte"-Inszenierung wird "Die Kameliendame" der nächste Streich der Nordhäuser Ballettkompanie. Premiere ist am 8. Februar um 19.30 Uhr.
Am Piano und auf der Bühne: Alexandra Sostmann
Zum diesjährigen Faschingskonzert erwartet das Loh-Orchester Verstärkung aus Rudolstadt. Der Schauspieler Markus Seidensticker (derzeit in "Gerüchte, Gerüchte" zu erleben) führt duchs Programm unter dem Motto "Wein, Weib und Gesang" mit viel beschwingter Musik. (Nordhausen am 9. Februar und Sondershausen am 12. Februar).
Das 5. Sinfoniekonzert ist mit "Solo für zwei" überschrieben und bringt ein Brahmskonzert für Geige und Cello, das mit Solisten aus dem eigenen Orchester gespielt wird. Außerdem wird Haydns Sinfonie "Die Uhr"sowie Händels Sinfonie für zwei Orchester aufgeführt. Dirigiert wird das Konzert am 9. März in Sondershausen und am 10. März in Nordhausen vom schwedischen Kapellmeister Samuel Bächli.
Das Theater und das Loh-Orchester sind also bestens gewappnet für die kalte Jahreszeit uns mit viel klassicher Kunst zu erwärmen.
Autor: nnzGroßes Aufatmen bei der Veranstalterin Birgit Susemihl, dass alle Beteiligten trotz heftigen Schneefalls unfallfrei den Weg ins "Da Capo" fanden. Hier saßen den versammelten Journalisten mit O(p)berspielleiter Toni Burkhardt, Ballettchefin Jutta Ebnother und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Riege geballter Kompetenz gegenüber. Alle drei erzählten locker und gelöst von ihren Projekten. Den Spaß, den sie an ihrer Arbeit haben, sah man den dreien förmlich an.
Der Oberspielleiter Toni Burkhardt beschrieb die am Freitag anstenden Opernpremiere "André Chenier" als herzzerreißende Dreiecks-Liebesgeschichte vor revolutionärem Hintergrund. Mit den Protagonisten Hugo Mallet, Sabine Mucke und Kai Günther weiß Burkhardt die Hauptpartien glänzend besetzt und freut sich, in Nordhausen ein so oppulentes Werk auf die Bühne zu bringen. In den Wirren der Französischen Revolution zwischen Freiheit und Terror geraten der Dichter Chenier, die adlige Maddalena und ihr Diener Carlo Gerard in Ausnahmesituationen, die von Intrigen und Machtspielen geprägt sind. Burkhardt lobte die wenig gespielte italienische Oper von Umberto Giordano als großes Theater, in dem "die Liebe ausbricht". Ob und für wen es ein happy end gibt, erfahren die Nordhäuser Theaterfreunde ab Freitag, 25. Januar.
Die Pianistin Silke Avenhaus gastiert in Sondershausen und Nordhausen
Im 4. Sinfoniekonzert wird es dagegen eher phantastisch zugehen. "Romantische Fantasien" ist der Abend überschrieben und präsentiert die Ouvertüre aus Heinrich Marschners romantischer Oper "Der Vampir", Robert Schumanns Klavierkonzert in a-moll und die Komposition des damals jungen Hector Berlioz "Symphonie fantastique". Als Solistin ist die international erfahrene Pianistin Silke Avenhaus verpflichtet worden, GMD Markus L. Frank steht höchstpersönlich am Pult. Am 16. Februar in Sondershausen und am 17. Februar in Nordhausen erklingen diese Werke aus dem frühen 19. Jahrhundert, der Hochzeit der europäischen Romantik.
Ein klassisches und immer wieder beliebtes Thema ist jenes der "Kameliendame" von Alexandre Dumas, die später als Oper "La Traviata" einen phänomenalen Siegeszug um die Welt antrat. Nordhausens Ballettchefin und Choreografin Jutta Ebnother wurde durch ihren Auftritt als Phantom der Kamleindame in der Nordhäuser "Traviata"-Inszenierung dazu inspiriert, die Geschichte nun auf dem Tanzboden umzusetzen. Sie bedient sich dabei der Musik von Chopin und Liszt, beide Zeitgenossen Dumas'. Auch diese Ballettproduktion wird von Livemusik begleitet. Alexandra Sostmann, eine gefeierte Konzertpianistin wird aber nicht nur am Flügel sitzen, sondern auch aktiv ins Geschehen auf der Bühne eigreifen. Nach der großartigen "Don-Quichotte"-Inszenierung wird "Die Kameliendame" der nächste Streich der Nordhäuser Ballettkompanie. Premiere ist am 8. Februar um 19.30 Uhr.
Am Piano und auf der Bühne: Alexandra Sostmann
Zum diesjährigen Faschingskonzert erwartet das Loh-Orchester Verstärkung aus Rudolstadt. Der Schauspieler Markus Seidensticker (derzeit in "Gerüchte, Gerüchte" zu erleben) führt duchs Programm unter dem Motto "Wein, Weib und Gesang" mit viel beschwingter Musik. (Nordhausen am 9. Februar und Sondershausen am 12. Februar).
Das 5. Sinfoniekonzert ist mit "Solo für zwei" überschrieben und bringt ein Brahmskonzert für Geige und Cello, das mit Solisten aus dem eigenen Orchester gespielt wird. Außerdem wird Haydns Sinfonie "Die Uhr"sowie Händels Sinfonie für zwei Orchester aufgeführt. Dirigiert wird das Konzert am 9. März in Sondershausen und am 10. März in Nordhausen vom schwedischen Kapellmeister Samuel Bächli.
Das Theater und das Loh-Orchester sind also bestens gewappnet für die kalte Jahreszeit uns mit viel klassicher Kunst zu erwärmen.



