Di, 16:05 Uhr
08.01.2013
Mit 200 ins Neue Jahr
Ein Teil des Neujahrskonzertes im Theater Nordhausen, das unter dem Motto ,,Mit 200 ins neue Jahr" stand, war den beiden berühmten Opemkomponisten Giuseppe Verdi und Richard Wagner gewidmet, deren 200. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr begeht. Dazu eine Rezension von Christel Laude...
Aber auch Werke anderer Jubilare, wie Max Bruch, der genau am Konzertabend vor 175 Jahren geboren wurde, und Benjamin Britten, dessen Geburtstag sich 2013 zum 100. Mal jährt, kamen zu Gehör. Darüber hinaus hielt das Loh-Orchester unter der Leitung seines ersten Kapellmeisters Michael EIlis Ingram eine breite Palette beliebter und bekannter Melodien von Johann Strauß und Joseph Lanner bereit, wie man sie sich in einem Neujahrskonzert wünscht.
So standen dramatische Opernausschnitte neben leichter, spritziger Musik, was das Konzert zwar belebte, aber von den Musikern ein hohes Maß an Einfühlung in die jeweiligen Stücke und deren werkgetreue Interpretation abverlangte.
Diese Herausforderung bewältigte das Orchester mit Bravour. Mit Spaß und Leichtigkeit musizierte es die Wiener Melodien, unverkennbar war das spanische Temperament in der Musik von Manuel de Falla zu vernehmen. Sicher und pointiert sowie sehr differenziert dirigierte der Kapellmeister die einleitende Ouvertüre zur Oper "Nabucco", weich und einfach schön spielte der Solotrompeter im Triumphmarsch aus "Aida" (beide Opern von Verdi), und bei der Hauptmelodie des Marsches aus "Pomp and Circumstance" von Edgar Elgar, gefühlvoll von den Streichern dargeboten, hätte das Publikum am liebsten mitgesungen.
Das Konzert wurde durch zwei junge Solisten des Thüringer Opernstudios bereichert. Die Mezzosopranistin Katja Bildt ist in Nordhausen bereits als Hänsel in der Märchenoper "Hänsel und Gretel" bekannt und beliebt. Im Neujahrskonzert gab sie in Hose und Mütze einen lockeren, modernen Orlofsky der "Fledermaus"(Strauß), der sich gern Gäste einlädt,
sang schierige Koloraturen in den teils dramatischen, teils kessen Canzone der Eboli aus "Don Carlos" (Verdi) und vereinte schließlich ihre Stimme mit dem Bariton Yoontaek Rhim in einem Duett aus "Cosi fan tutte" (Mozart).
Als Zuhörer der italienischen Sprache nicht mächtig, konnte man dennoch an ihren Gesten und Minenspiel den Inhalt des Ausschnittes verstehen. Weiter so! Y. Rhim fesselte darüber hinaus als Solist das Publikum mit Stimme und Aussprache als Wolfram von Eschenbach "Blick ich umher in diesem edlen Kreise" aus der Oper "Tannhäuser" (Wagner) und wusste sein sängerisches und schauspielerisches Talent als Guglielmo, ebenfalls aus "Cosi fan tutte", einzusetzen.
Charmant plauderten Angela Kalms und Lars Tietje als Moderatoren über Komponisten und ihre Werke und berichteten Wissenswertes in heiteren Anekdoten und Zitaten, um damit von Werk zu Werk überzuleiten.
Mit einer Zugabe und lang anhaltendem Beifall ging das erste Konzert des neuen Jahres im Theater Nordhausen zu Ende, mögen ihm viele weitere so gut gelungene folgen.
Christel Laude
Autor: redAber auch Werke anderer Jubilare, wie Max Bruch, der genau am Konzertabend vor 175 Jahren geboren wurde, und Benjamin Britten, dessen Geburtstag sich 2013 zum 100. Mal jährt, kamen zu Gehör. Darüber hinaus hielt das Loh-Orchester unter der Leitung seines ersten Kapellmeisters Michael EIlis Ingram eine breite Palette beliebter und bekannter Melodien von Johann Strauß und Joseph Lanner bereit, wie man sie sich in einem Neujahrskonzert wünscht.
So standen dramatische Opernausschnitte neben leichter, spritziger Musik, was das Konzert zwar belebte, aber von den Musikern ein hohes Maß an Einfühlung in die jeweiligen Stücke und deren werkgetreue Interpretation abverlangte.
Diese Herausforderung bewältigte das Orchester mit Bravour. Mit Spaß und Leichtigkeit musizierte es die Wiener Melodien, unverkennbar war das spanische Temperament in der Musik von Manuel de Falla zu vernehmen. Sicher und pointiert sowie sehr differenziert dirigierte der Kapellmeister die einleitende Ouvertüre zur Oper "Nabucco", weich und einfach schön spielte der Solotrompeter im Triumphmarsch aus "Aida" (beide Opern von Verdi), und bei der Hauptmelodie des Marsches aus "Pomp and Circumstance" von Edgar Elgar, gefühlvoll von den Streichern dargeboten, hätte das Publikum am liebsten mitgesungen.
Das Konzert wurde durch zwei junge Solisten des Thüringer Opernstudios bereichert. Die Mezzosopranistin Katja Bildt ist in Nordhausen bereits als Hänsel in der Märchenoper "Hänsel und Gretel" bekannt und beliebt. Im Neujahrskonzert gab sie in Hose und Mütze einen lockeren, modernen Orlofsky der "Fledermaus"(Strauß), der sich gern Gäste einlädt,
sang schierige Koloraturen in den teils dramatischen, teils kessen Canzone der Eboli aus "Don Carlos" (Verdi) und vereinte schließlich ihre Stimme mit dem Bariton Yoontaek Rhim in einem Duett aus "Cosi fan tutte" (Mozart).
Als Zuhörer der italienischen Sprache nicht mächtig, konnte man dennoch an ihren Gesten und Minenspiel den Inhalt des Ausschnittes verstehen. Weiter so! Y. Rhim fesselte darüber hinaus als Solist das Publikum mit Stimme und Aussprache als Wolfram von Eschenbach "Blick ich umher in diesem edlen Kreise" aus der Oper "Tannhäuser" (Wagner) und wusste sein sängerisches und schauspielerisches Talent als Guglielmo, ebenfalls aus "Cosi fan tutte", einzusetzen.
Charmant plauderten Angela Kalms und Lars Tietje als Moderatoren über Komponisten und ihre Werke und berichteten Wissenswertes in heiteren Anekdoten und Zitaten, um damit von Werk zu Werk überzuleiten.
Mit einer Zugabe und lang anhaltendem Beifall ging das erste Konzert des neuen Jahres im Theater Nordhausen zu Ende, mögen ihm viele weitere so gut gelungene folgen.
Christel Laude


