eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 17:52 Uhr
03.02.2004

Entlastung für Krimderode und Co.

Nordhausen (nnz). Die nnz hatten bereits mehrfach über die geplante Westumfahrung von Nordhausen berichtet. Bis Mitte Februar können im Rathaus die Planungsunterlagen eingesehen werden. Die nnz hat schon mal einen Blick gewagt und einige interessante Details entdeckt.


Täglich 21.000 Fahrzeuge auf B4 Die neue Trasse wird den Verkehr, der den Harz zum Ziel hat, bzw. aus dem Harz kommt, an der Stadt Nordhausen und den Gemeinden Niedersachswerfen und Ilfeld vorbeiführen - aus und in Richtung A 38. Die Entlastung der Bürger vom Durchfahrtsverkehr - vor allem der schweren LKW - und damit eine sichere Verkehrsabwicklung im Stadtgebiet seien nur zwei positive Effekte, die sich für die Bewohner Nordhausens mit der Umfahrung einstellen würden. Allein die Ortslage Krimderode passierten Tag für Tag auf der B4 rund 21.000 Fahrzeuge.

Die Umfahrung sei im aktuellen Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf eingestuft - es werde aufgrund der Planungsabläufe allerdings noch mehrere Jahre dauern, bis die ersten Autos die neue Straßen befahren könnten.

Zur Zeit läuft das sogenannte Raumordnungsverfahren für die neue Trasse der B4, die in der Gemarkung Nordhausen rund 6 Kilometer lang sein wird. Teil des Verfahren sei neben der Einbeziehung der Bürger auch die Prüfung der möglichen Trassenverläufe hinsichtlich der Verträglichkeit für Mensch, Tier und Pflanzenwelt, hinsichtlich Klima und Geologie. "Der Raum ist wegen Siedlungsdichte, der vorhandenen Senkungs- und Gipskarstgebiete und der Geografie konfliktreich - die Ausführungsplanungen werden noch viel Zeit in Anspruch nehmen", sagte Frau Meißner. So müssten voraussichtlich mehr als 12 Brücken und ein Tunnel für die gesamte Umfahrung bis nach Ilfeld gebaut werden.

Insgesamt drei Varianten sind für den Trassenverlauf auf Nordhäuser Gebiet erarbeitet worden - inklusive einer Vorzugsvariante. Beate Meißner: "Diese Variante ist aus Umwelt-, ökonomischer und verkehrlicher Sicht die günstigste. Bei dieser Variante setzt die Umfahrung in Salza an der neuen Querspange der B243 auf Höhe der Paul-Urban-Siedlung an, verläuft in der Nähe des Tierheimes und des Wasserbehälters auf dem Hesseröder Berg in 700 bis 800 Meter Entfernung westlich von der Wohnbebauung, zieht sich weiter in Richtung Osten und tangiert dabei den nördlichen Zipfel das Salza-Bades, überquert die Salza und Zorge sowie die Straße der Opfer des Faschismus und die Bahntrasse Nordhausen-Northeim. Die geplante Straße geht dabei geländegleich zwischen den Stadtteilen Obersalza und Krimderode hindurch, nach der Kreuzung mit der B 4 schwenkt die Strecke am Senkungsgebiet hinter Krimderode vorbei in Richtung Gewerbegebiet Niedersachswerfen. "

Die Varianten 2 und 3 verliefen näher am Stadtgebiet entlang und schwenkten schon unterhalb der "Schnabelsburg" in Richtung bestehender B4 ab.

"Für alle, die sich genau informieren möchten, liegen sämtliche Planungsunterlagen - Kartenmaterial eingeschlossen - im Zimmer 22 des Rathauses aus", so Frau Meißner. Es seien in den letzen Tagen vor allem Einwohner von Salza und Krimderode gewesen, die die Unterlagen studiert und ihre Stellungnahmen abgegeben hätten, so die Stadtplanerin. Nach dem Ende der öffentlichen Auslegung am 16. Februar würden die gesammelten Stellungnahmen - zusammen mit der Stellungnahme der Stadt - dem Thüringer Landesverwaltungsamt zur Abwägung übergeben; voraussichtlich im Mai liege dann das Ergebnis der gesamten Raumordnungsverfahrens vor - inklusive der Entscheidung für eine Variante. "Danach beginnt das Planfeststellungsverfahren, in dem es um die parzellenscharfe Planung des Streckenverlaufes gehen wird", sagte Frau Meißner.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)