Do, 12:54 Uhr
22.01.2004
nnz-Forum: Das Krokodil weint
Nordhausen (nnz). Stadt und Veranstalter streiten um das Rolandsfest 2004. Einen Lösungsvorschlag bietet unser Leser Olaf Schulze in einem Beitrag im nnz-Forum an.
Die Stadt Nordhausen will einen neuen Veranstalter für das Rolandsfest. Der bisherige Ausrichter will das nicht wahr haben und die Stadt verklagen. So unglaublich steht es in der nnz. Der Kulturausschuss hat nach dem zweiten grottenschlechten Rolandsfest hintereinander reagiert und eine Neuausschreibung für das Jahr der Landesgartenschau verlangt. Die Stadtväter wollen sich vor den erwarteten auswärtigen Besuchern anlässlich der LGS nicht mit einem sommerlichen Rummel bzw. Basar als Stadtfest blamieren.
Das ist verständlich. Gut verständlich ist auch, dass dem Betreiber der letzten Rolandsfeste das nicht gefällt. Nun will er vor Gericht ziehen und auf Schadenersatz und man höre und staune auf Gewinnausfall klagen. Gibt es also doch etwas zu gewinnen beim Rolandsfest? Das klang in der Vergangenheit immer anders, wenn Herr Heck öffentlich jammerte, dass so ein Fest sich mit Ach und Krach trägt.
Der Punkt ist aber ein ganz anderer: Die Stadt Nordhausen sollte schnellstens beginnen, die Organisation des Rolandsfestes wieder in eigene Hände zu nehmen und sich unabhängig machen von Profitbestrebungen einzelner Veranstalter. Es gibt in Nordhausen inzwischen ein professionell besetztes Kulturamt und genug engagierte Menschen und Vereine, die ein würdiges Fest auf die Beine stellen können. Die langfristigen Sponsorengelder werden weiter fließen, denn die meisten Großsponsoren sind Nordhäuser Unternehmen. Vielleicht stellt sich dann auch wieder ein richtiges Wir-Gefühl ein, wenn es um die Rolandsfeste geht. Und die Besucher müssen sich ihre Getränke zukünftig nicht von zu Hause mitbringen, weil horrende Standgebühren die Händler zu Phantasiepreisen zwingen.
Olaf Schulze, Nordhausen
Autor: nnzDie Stadt Nordhausen will einen neuen Veranstalter für das Rolandsfest. Der bisherige Ausrichter will das nicht wahr haben und die Stadt verklagen. So unglaublich steht es in der nnz. Der Kulturausschuss hat nach dem zweiten grottenschlechten Rolandsfest hintereinander reagiert und eine Neuausschreibung für das Jahr der Landesgartenschau verlangt. Die Stadtväter wollen sich vor den erwarteten auswärtigen Besuchern anlässlich der LGS nicht mit einem sommerlichen Rummel bzw. Basar als Stadtfest blamieren.
Das ist verständlich. Gut verständlich ist auch, dass dem Betreiber der letzten Rolandsfeste das nicht gefällt. Nun will er vor Gericht ziehen und auf Schadenersatz und man höre und staune auf Gewinnausfall klagen. Gibt es also doch etwas zu gewinnen beim Rolandsfest? Das klang in der Vergangenheit immer anders, wenn Herr Heck öffentlich jammerte, dass so ein Fest sich mit Ach und Krach trägt.
Der Punkt ist aber ein ganz anderer: Die Stadt Nordhausen sollte schnellstens beginnen, die Organisation des Rolandsfestes wieder in eigene Hände zu nehmen und sich unabhängig machen von Profitbestrebungen einzelner Veranstalter. Es gibt in Nordhausen inzwischen ein professionell besetztes Kulturamt und genug engagierte Menschen und Vereine, die ein würdiges Fest auf die Beine stellen können. Die langfristigen Sponsorengelder werden weiter fließen, denn die meisten Großsponsoren sind Nordhäuser Unternehmen. Vielleicht stellt sich dann auch wieder ein richtiges Wir-Gefühl ein, wenn es um die Rolandsfeste geht. Und die Besucher müssen sich ihre Getränke zukünftig nicht von zu Hause mitbringen, weil horrende Standgebühren die Händler zu Phantasiepreisen zwingen.
Olaf Schulze, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |


