eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 11:10 Uhr
22.01.2004

Es ist vollbracht

Nordhausen (nnz). Nach langer Diskussion und zum Teil kontroversen Debatten wird seit heute wieder öffentlich an Albert Kuntz erinnert. Dort wo einst der Gedenkstein stand, dort liegt jetzt ein Gedenktafel. Sie wurde heute durch den Sohn von Albert Kuntz eingeweiht.


Gedacht/Fotos: Wiethoff

Leo Kuntz stand im Jahr 1946 schon einmal an dieser Stelle. Die Nordhäuser ehrten damals mit der Einweihung des Gedenksteins den Mut von Albert Kuntz, im Konzentrationslager gegen den Faschismus aufzustehen und gleichzeitig alle Opfer der Hölle namens Dora. Leo Kuntz, der heute 77jährige, erinnert sich genau an diesen Tag vor 48 Jahren. Damals sagte ein Nordhäuser Stadtrat: „Ich schäme mich, weil wir innerlich keine Faschisten waren, trotzdem aber nicht den Mut fanden gegen diese Barbarei aufzustehen“. Albert Kuntz stand im KZ Mittelbau-Dora auf und bezahlte seinen Widerstand mit seinem Leben – heute, auf den Tag genau vor 49 Jahren.

Leo Kuntz, der sichtlich gerührt und bewegt war, blickte jedoch nicht nur zurück. Sein Blick geht nach vor und er freute sich, dass „wir alle jetzt auf dem Weg in eine Zukunft sind, die eine derartige Zeit des Faschismus nie wieder zulassen wird.“ Kuntz dankte vor allem Dr. Cornelia Klose, aber auch seinen Kameraden, Genossen und Freunden, dass er diesen Moment noch erleben dürfe.

Zuvor ließ Bürgermeister Klaus Wahlbuhl noch einmal die Zeit der Diskussion zum Umgang mit dem Denkmal Revue passieren. Die jetzige Lösung sei schließlich auf die Zustimmung der Angehörigen von Albert Kuntz, aber auch der Opferverbände gefallen, laut Wahlbuhl eine „würdige Komproßmißlösung“.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)