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So, 18:06 Uhr
18.11.2012

Neue Struktur bei der LINKE

Nach dem gestern gefassten Beschluss des Landesparteitages der Thüringer LINKEN soll es zukünftig keine Kreisverbände der Partei in Thüringen geben. Sie sollen zu insgesamt sechs Regionalverbänden fusionieren, auf die die Kompetenzen der bisherigen Gremien übergehen...


Neue Strukturen (Foto: LINKE) Neue Strukturen (Foto: LINKE) Kritik machte sich im Vorfeld breit, da im Antrag weder die in den kommenden Jahren bevorstehende Gebietsreform Berücksichtigung fand, noch ein Konzept möglicher finanzieller Auswirkungen dieser Strukturreform vorlag.

Nach der Annahme einiger Änderungsanträge, die genau diese Lücken im Papier schlossen, stimmte die Mehrheit der anwesenden Delegierten für eine grundsätzliche Umstrukturierung der Gebietsverbände der Thüringer Linken, die nach einer möglichen Gebietsreform ihre Wirkung entfalten wird. Ziel dieses mutigen Schritts ist es, der Thüringer Linken ein solides Fundament für die nächsten Jahrzehnte zu geben, trotzdem arbeitsfähige Mitgliederpartei zu bleiben und Politik nah an den Menschen zu gestalten.

Neue Strukturen (Foto: LINKE) Neue Strukturen (Foto: LINKE)
Von links: Wolf-Ulrich Künzel, Sebastian Drechsler, Alexander Scharff, Ilona Scharff, Birgit Keller

Im Nordhäuser Kreisverband befassten sich im Vorfeld zwei Gesamtmitgliederversammlungen, eine Regionalkonferenz und diverse Zusammenkünfte der Parteibasis mit dem gestern zur Abstimmung vorgelegtem Antrag. Gabi Zimmer, die ehemalige Bundesvorsitzende der PDS und heutige Fraktionsvorsitzende der GUE/NGL, einem Fraktionszusammenschluss europäischer Linksparteien, forderte in einer eindringlichen Rede die Einführung europäische Sozialstandards, mehr Mitbestimmungsrechte der Menschen in Europa, Bürokratieabbau und einen Schuldenerlass nicht selbstverschuldeter Verbindlichkeiten Griechenlands. Zimmer verwies darauf, dass die Relevanz
europäischer Politik in den Köpfen der Menschen ankommen muss.
Autor: nnz

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Kommentare
Franz Tabak
19.11.2012, 15:00 Uhr
Gebietsreform?
Die gebietsreform ist meiner meinung nach nur vorgeschoben. Ist es nicht eher so, das den linken die mitglieder wegsterben und sie so gar nicht in der lage sind, die ganzen Posten in den jeweiligen kreisverbänden zu besetzen?

Mit neuzugängen ist es bei dieser partei nicht weit her. Ich selber kenne junge personen, die euphorisch der partei beigetreten sind, inzwischen aber längst erkannt haben, das in dieser partei reine vetternwirtschaft betrieben wird und nur die töchter oder söhne der alten mitglieder eine zukunft haben. Aus diesem grund arbeiten sie nicht mehr mit oder haben zum teil schon ihren austritt erklärt!

Es ist und bleibt nun einmal so, die partei kann sich nennen wie sie will, sie ist und bleibt eine partei der alten garde.
Retupmoc
19.11.2012, 15:42 Uhr
Schuldenerlass
Schlimmer als die Gebietsreform, die ich übrigens auch ablehne, ist der Ruf nach Schuldenerlass für Griechenlands nicht verschuldete Euronen. Dann müsste man ja die gesamten Schulden erlassen, denn Schuld an diesem Schlamassel haben Kohl, Merkel und die Eurofantasten. Ich möchte jedoch nicht, das meine Steuergelder nach Griechenland gehen. Dann wäre auch diese Partei nicht mehr wählbar.
Nörgler
19.11.2012, 18:42 Uhr
Wohl wahr
Mit "Pöstchen" werden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte versorgt. Das ist bei anderen Parteien auch so.
Peppone
19.11.2012, 20:27 Uhr
Was kann der "Bezirk" besser als der Kreis?
DIE LINKE soll bitte schön machen was sie will. Wenn man in dieser Partei nur noch Nordthüringer Strukturen, den eigenen "Wunschbezirken" anpassen möchte, ist das Sache der Linken!

Andere Parteien haben andere Modelle entwickelt, denn den "Rat des Bezirkes" mit drei oder vier Großkreisen(Bezirken) hatten wir ja schon irgend wann mal hier in unserer Gegend (Erfurt, Gera, Suhl z. B.)!

Es stellt sich allerdings die Frage, ob sich im "Rat des Bezirkes" irgend jemand für die Probleme der Kommunen dann mehr interessiert als heute im Kreis? Das scheint im wirklichen Leben ja schon im "Kleinkreis" ein Problem zu sein. Das sollte DIE LINKE mal präzise erklären, was dann besser werden soll und was dann auch besser wird!

Meine Erfahrung ist die, dass Leute, die weit weg sitzen auch weit entfernte, meist unpassende Entscheidungen treffen. Ich bin aber auch ein Fan von kommunaler, möglichst enger Selbstverwaltung und damit voreingenommen!;) Mich würde wirklich mal interessieren, warum hiesige DIE LINKE ihr Heil in solchen überregionalen Gebilden sucht.

Was läuft in MeckPomm oder Brandenburg, wo es solche Großkreise schon seit Jahren gibt, besser als bei uns? Darauf hätte ich gerne mal eine sachlich fundierte Antwort.
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