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Mi, 10:17 Uhr
14.11.2012

Teilnahme am Modellprojekt

Zur Sicherung bedeutender Bestände in deutschen Archiven und Bibliotheken fördern Kulturstaatsminister Neumann und die Kulturstiftung der Länder in 2012 mit rund 400.000 Euro insgesamt 37 Modellprojekte. Auch Nordhausen ist mit dabei...


"Erstmals nimmt auch das Nordhäuser Stadtarchiv mit seinem Projekt „Reichsstadterbe - Verbund für professionell organisierte ‚Heimkehr‘ und zeitgemäße Bestandserhaltung“ an dieser Fördermaßnahme teil.“ Das sagte jetzt Archivleiter Dr. Wolfram Theilemann.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Förderung der „Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ (KEK) stehen Modellprojekte zur Bildung regionaler Notfallvorsorgestrukturen. Neben Restaurierungsprojekten wertvoller Bestände und Sammlungen werden besonders spartenübergreifende Kooperationen unterstützt. Das Stadtarchiv erhalte dadurch in 2012 bis zu 8 Tausend Euro, die gemäß einem schon im Frühjahr vorgelegten Konzept in wirkungsvoller Weise Eigenanteile aus Haushaltsmitteln der Stadt und weitere Drittmittel ergänzen, erklärte Theilemann.

Archivaufnahme (Foto: Stadtarchiv) Archivaufnahme (Foto: Stadtarchiv)
Notfälle sind selten, aber einige sind noch in Erinnerung. Hier das Hochwasser in der Nordhäuser Töpferstraße am 17. Mai 1910 (Foto: N.N., Vorlage: Stadtarchiv)

Ziel des bis Ende 2012 zu realisierenden Projektes sei zunächst die professionelle Vorbereitung des Umzugs der „Himmelgarten“- und der „Historische Bibliothek“ in die „Kulturbibliothek“. Dafür hat u.a. eine Fachfirma aus Leipzig den aktuellen Erhaltungszustand aller historischen Drucke und Manuskripte der „Himmelgarten“- und der im Stadtarchiv aufbewahrten „Historischen Bibliothek“ der Stadt begutachtet. Das Ergebnis wird am 12. Dezember 2012, 18.30 Uhr, in einer öffentlichen Präsentation in der Nordhäuser Kreissparkasse vorgestellt werden.

Weiterhin fördert die KEK die Beschaffung von Schutzverpackungen gemäß ISO- und DIN-Normen zur Langzeitarchivierung der fast 3.000 Nordhäuser Urkunden und wertvollsten Drucke sowie zum anderen von bislang fehlenden Notfallvorsorgematerialien für das Archiv. Schon mit der Teilnahme am bundesweiten „Tag der Archive“ 2012 habe das Stadtarchiv im März 2012 auf die wachsende Bedeutung von Bestandserhaltung und aktuellen Handlungsbedarf bei Konservierung und Schutzverpackung hingewiesen, ergänzt der Stadtarchivar. „Zudem werden wir zwei Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessierter Nordhäuser Archive, Bibliotheken und Museen im November und Dezember organisieren.“Schließlich solle die Gründung eines „Notfallverbunds“ durch die kulturgutbewahrenden Institutionen in Stadt und Kreis Nordhausen angestrebt werden.
Autor: nnz

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Kommentare
prinzip
14.11.2012, 19:02 Uhr
Hochwasser in der Töpferstraße?
Ok, 1910 war ich noch nicht auf der Welt, aber das ist doch mit Sicherheit nicht die Töpferstraße auf dem Bild. Wo sollte da denn ein Hochwasser herkommen und wie soll es da erst in der Unterstadt ausgesehen haben?
NDHler
14.11.2012, 20:28 Uhr
Das
fand ich auch heftig!
Hans Dittmar
14.11.2012, 20:42 Uhr
Hochwasser in der Töpferstraße
Hochwasser kann es natürlich auch in der Oberstadt geben, auch wenn mann es sich gar nicht vorstellen kann. Durch die geschlossen bebauten Straßen konnte bei starken Dauerregen das Wasser nicht abfließen und die Kanalisation konnte dieses nicht so schnell aufnehmen. Teilweise staut sich selbst dort der Abfluss so dass ein kurzzeitiges Hochwasser entsteht.

Wer sich an den starken Regen vor einigen Jahren erinnerte, da drückte sogar das Wasser aus dem Kanal in der Altstadt, so dass selbst das Eiscafe Murano kleine Säcke hinlegen mußte um einen Wassereinbruch zu verhindern.
Iffland
14.11.2012, 21:05 Uhr
Foto zeigt eine Seitenstraße der Töpferstraße
Entgegen der Beschreibung zeigt das Bild die heute nicht mehr existierende Straße, welche als Verlängerung der Rautenstraße in Richtung Wolfstraße verlief. Leider fällt mir der Straßenname gerade nicht ein. Heute steht teilweise die Sparkasse auf der Straße. Auf dem Foto sieht man am Ende der Straße einen großen Giebel raus ragen, der etwas quer zur Straße steht. Das müsste das ehemalige Königin Luise Haus sein, welches in den 1930er Jahre in Adolf Hitler Haus umbenannt wurde.

Auf dem Bild nach rechts weg geht die Töpferstraße und vor dem Haus links weg (nicht im Bild) die Kranichstraße.

Gern lass ich mich auch korrigieren.

Steffen Iffland
Peppone
14.11.2012, 21:43 Uhr
Überschwemmung 1910 in NDH?
Man stelle sich mal vor, sowas gäbe es heute noch. Da würden sich die vom "Klimawandel" lebenden Bedenkenträger die Fingerkuppen blutig schreiben beim Warnen und Betroffensein!

Damals war bei aller Tragik ne Überschwemmung halt nur ne Überschwemmung! Aber das stimmt ja alles gar nicht, damals war die Welt schließlich in Ordnung, basta. Stürme, Hochwasser, Tsunamis Hitze- oder Kältewellen sind eindeutiges Zeichen des heutigen "Klimawandels"! Und wehe jemand stellt das in Frage.

Zum Thema: Gutes Projekt. Allein schon deshalb, weil junge Generationen dadurch die Veränderungen besser einschätzen können und lernen, dass das Leben ihrer Vorfahren auch kein Zuckerschlecken war.
Retupmoc
15.11.2012, 08:26 Uhr
Klimawandel
Da gebe ich Ihnen mal Recht, @ Hubertus. Mich würde die Antwort der Klimaforscher interessieren, die mir bitte mal erklären, wie das Geht mit dem Hochwasser, wo es doch noch keine Autos gab und der Mensch die Umwelt noch nicht erwärmt hat. Meine Erklärung ist: Die Erde war schon immer bestimmten Klimaverhältnissen unterworfen - mal so und mal so. Der Klimawandel ist und bleibt eine Lüge der Mächtigen um das Volk zu schröpfen.

PS: Das Projekt finde ich auch sehr gut.
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