Sa, 19:06 Uhr
10.01.2004
Das vierte Gebot
Heringen (nnz). Zum fünften Mal bereits hatte die Heringer CDU zum Neujahrsempfang in die Goldene Aue eingeladen. Was vor fünf Jahren als lokale Parteiversammlung begann, hat sich mittlerweile zu der christdemokratischen Politveranstaltung gemausert. nnz hat sich auch in diesem Jahr in Heringen umgesehen.
Aufgeregt und zufrieden war der Chef der Heringer CDU, Maik Schröter. Es war eigentlich auch in diesem Jahr seine Veranstaltung, er bereitet vor, unterstützt von seiner Frau, weiß gute Freunde an seiner Seite und organisiert. CDU-Mitglieder aus Heringen, Windehausen, aus Ilfeld oder Großwechsungen, aus Steigerthal und Nordhausen kamen auf den Berg bei Heringen.
Sie alle begrüßte Maik Schröter, vor allem aber den Bundestagsabgeordneten Manfred Grund. Der hatte laut Schröder extra seinen USA-Urlaub vorzeitig abgebrochen, um der Basis einen Vortrag zu halten. Vom 4. Gebot bis zum Generationenvertrag, so hätte die Überschrift lauten können. Die Sozialpolitik ist das Grundsche Lieblingsthema, hier ist er Experte, der Eichsfelder. Die deutschen Sozialversicherungssysteme müssen weg von der Arbeit, sie müssen hin zur Steuerfinanzierung, so sein Fazit. Das Umfeld in Deutschland muß verändert werden, damit Kinder nicht zum Armuts- oder Störfaktor einer Karriere werden.
Äußerst sensibel ging Manfred Grund mit diesem Thema um, keine Generalabrechnung mit der SPD. Für den Nordthüringer steht fest, dass eine solche Umgestaltung des Systems nicht einer Partei allein gelingen kann, hier geht’s nur im Konsens. Grund hätte an diesem Samstagabend natürlich die Bundespolitik auch abwatschen können, denn Themen gebe es genügend, von Elite-Unis bis hin zur Maut. Für die CDU steht in diesem Jahr in Thüringen fest: Die zentralen Wahlkampfthemen werden die Familie und die Wirtschaft sein. Eine Elite-Uni sei nichts weiter als Ablenkung von den wirklich brennenden Themen der Gesellschaft.
Maik Schröter jedenfalls war zufrieden mit dem Neujahrsempfang. Wenn er einen Wunsch hätte, dann müsste sich dieser in der Goldenen Aue erfüllen. Es geht ums Industriegebiet. Die SPD könne er nicht verstehen. Da stehe die Nordhäuser Oberbürgermeisterin voll und ganz hinter dem Gebiet und den Planungen dazu. Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dagmar Becker, hingegen, habe sich noch nicht geäußert.
Das ärgert Maik Schröter schon als eigentlichen Fakt. Niederträchtig findet das CDU-Kreistagsmitglied hingegen, dass der SPD-Kreisverband in jeder sich bildenden Bürgerinitiative nach potentiellen Parteimitgliedern suche. Das solle auch bei der BI Rettung der Goldenen Aue der Fall gewesen sein. Die bisherige Verhinderungsstrategie der BI hätte dazu geführt, dass sich die Planungskosten in den zurückliegenden Jahren nahezu verdoppelt hätten.
Autor: nnz
Aufgeregt und zufrieden war der Chef der Heringer CDU, Maik Schröter. Es war eigentlich auch in diesem Jahr seine Veranstaltung, er bereitet vor, unterstützt von seiner Frau, weiß gute Freunde an seiner Seite und organisiert. CDU-Mitglieder aus Heringen, Windehausen, aus Ilfeld oder Großwechsungen, aus Steigerthal und Nordhausen kamen auf den Berg bei Heringen.Sie alle begrüßte Maik Schröter, vor allem aber den Bundestagsabgeordneten Manfred Grund. Der hatte laut Schröder extra seinen USA-Urlaub vorzeitig abgebrochen, um der Basis einen Vortrag zu halten. Vom 4. Gebot bis zum Generationenvertrag, so hätte die Überschrift lauten können. Die Sozialpolitik ist das Grundsche Lieblingsthema, hier ist er Experte, der Eichsfelder. Die deutschen Sozialversicherungssysteme müssen weg von der Arbeit, sie müssen hin zur Steuerfinanzierung, so sein Fazit. Das Umfeld in Deutschland muß verändert werden, damit Kinder nicht zum Armuts- oder Störfaktor einer Karriere werden.
Äußerst sensibel ging Manfred Grund mit diesem Thema um, keine Generalabrechnung mit der SPD. Für den Nordthüringer steht fest, dass eine solche Umgestaltung des Systems nicht einer Partei allein gelingen kann, hier geht’s nur im Konsens. Grund hätte an diesem Samstagabend natürlich die Bundespolitik auch abwatschen können, denn Themen gebe es genügend, von Elite-Unis bis hin zur Maut. Für die CDU steht in diesem Jahr in Thüringen fest: Die zentralen Wahlkampfthemen werden die Familie und die Wirtschaft sein. Eine Elite-Uni sei nichts weiter als Ablenkung von den wirklich brennenden Themen der Gesellschaft.
Maik Schröter jedenfalls war zufrieden mit dem Neujahrsempfang. Wenn er einen Wunsch hätte, dann müsste sich dieser in der Goldenen Aue erfüllen. Es geht ums Industriegebiet. Die SPD könne er nicht verstehen. Da stehe die Nordhäuser Oberbürgermeisterin voll und ganz hinter dem Gebiet und den Planungen dazu. Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dagmar Becker, hingegen, habe sich noch nicht geäußert.
Das ärgert Maik Schröter schon als eigentlichen Fakt. Niederträchtig findet das CDU-Kreistagsmitglied hingegen, dass der SPD-Kreisverband in jeder sich bildenden Bürgerinitiative nach potentiellen Parteimitgliedern suche. Das solle auch bei der BI Rettung der Goldenen Aue der Fall gewesen sein. Die bisherige Verhinderungsstrategie der BI hätte dazu geführt, dass sich die Planungskosten in den zurückliegenden Jahren nahezu verdoppelt hätten.


